Wie Ostern feiern inmitten so vieler Krisen und in einer Zeit des Genozids?

Leonardo Boff                                    

Die Menschheit wird v        on vielen Krisen geplagt: die Wirtschaftskrise, die die großen Banken in den zentralen Ländern zum Einsturz bringt, die politische Krise mit dem weltweiten Aufstieg rechter und rechtsextremer Politik, die Krise der Demokratien in fast allen Ländern, die Krise des Staates, der immer mehr bürokratisiert wird, die Krise des globalisierten Kapitalismus, der die Probleme, die er selbst geschaffen hat, nicht löst und eine Anhäufung von Reichtum in sehr wenigen Händen in einem Meer von Armut und Elend erzeugt, die ethische Krise, da die Werte der großen Tradition der Menschheit nicht mehr zählen, sondern das postmoderne anything goes, die Krise des Humanismus, weil in den sozialen Beziehungen Hass und Barbarei vorherrschen, die Krise der Zivilisation, die begonnen hat, eine autonome künstliche Intelligenz einzuführen, die Milliarden von Algorithmen artikuliert, Entscheidungen trifft, unabhängig vom menschlichen Willen, und damit unsere gemeinsame Zukunft gefährdet, die Gesundheitskrise, die die gesamte Menschheit aufgrund von Covid-19 getroffen hat, die ökologische Krise, die uns, wenn wir uns nicht um die Biosphäre kümmern, vor einer möglichen und endgültigen Tragödie des Lebens- des Erdsystems warnt.Der Kriege zwischen Ukranien und Russland und besonders der Terrokrieg zwischen Gaza und Israel,wobei wahrer Genozid seitens von des rechtsradikaler Benyamin Netanyhau, als Chefs der Regierung Israels geschiet.

 Hinter all diesen Krisen verbirgt sich eine noch größere Krise: die Krise des Geistes, die eine Krise des menschlichen Lebens auf diesem Planeten darstellt.

Geist ist jener Moment im bewussten Leben, in dem wir erkennen, dass wir zu einem größeren irdischen und kosmischen Ganzen gehören, dass wir einer mächtigen und liebevollen Energie ausgeliefert sind, die alle Dinge und uns selbst erhält. Wir haben die besondere Fähigkeit, mit ihr in Dialog zu treten und uns ihr zu öffnen, indem wir einen Sinn erkennen, der größer ist als alles, der alles durchdringt und der auf unseren Impuls der Unendlichkeit antwortet. Das Leben des Geistes (den die Neurologen als “Gott-Punkt” im Gehirn bezeichnen) wird durch den unreflektierten Wunsch, materielle Güter anzuhäufen, durch Konsumdenken, Egoismus und einen tiefen Mangel an Solidarität unterdrückt.

Nachdem die USA im August 1945 zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten, wurde uns bewusst, dass wir uns selbst auslöschen können. Dieses Risiko hat sich mit dem Wettrüsten erhöht, zu dem neun Nationen mit chemischen und biologischen Waffen und etwa 16.000 Atomsprengköpfen gehören. Der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat Putin dazu veranlasst, mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen, was die apokalyptische Angst vor dem Ende der menschlichen Spezies weckt.

Wie soll man unter diesen Umständen das größte Fest der Christenheit, Ostern, die Auferstehung des Gekreuzigten, Jesus von Nazareth, feiern? Die Auferstehung darf nicht als Wiederbelebung eines toten Körpers wie dem des Lazarus verstanden werden. Die Auferstehung stellt nach den Worten des heiligen Paulus den Einbruch des “novissimus Adam” (1Kor 15,45) dar, d.h. des neuen Menschen, dessen unendliche Virtualitäten, die in ihm vorhanden sind (wir sind ein unendliches Projekt), voll zum Vorschein kommen. Auf diese Weise erscheint sie als eine Revolution in der Evolution, eine Vorwegnahme des guten Endes des menschlichen Lebens. Der Auferstandene hat eine kosmische Dimension erlangt, hat die Welt nie verlassen und erfüllt das gesamte Universum.

In diesem Sinne ist die Auferstehung nicht die Erinnerung an eine Vergangenheit, sondern die Feier einer Gegenwart, die immer gegenwärtig ist, um uns Freude zu bringen, das sanfte Lächeln in der Gewissheit, dass der Tod des ermordeten Jesus von Nazareth, der Karfreitag, nur der Übergang zu einem Leben ist, das frei vom Tod ist und sich voll verwirklicht: die Auferstehung. Der düstere Horizont hat sich gelichtet und die Sonne der Hoffnung ist durchgebrochen.

Die Auferstehung steht nicht außerhalb des allumfassenden kosmogenetischen Prozesses. Im Gegenteil, sie ist eine neue Erscheinung der Kosmogenese und damit ihr universeller Wert, der über den Glaubenssprung hinausgeht. Die Auferstehung ist die Synthese der Dialektik, von der Hegel seine Dialektik übernommen hat,bei dem bekanten theoretischen Kahrfreitag,des Lebens (These), des Todes (Antithese) und der Auferstehung (Synthese). Dies ist das Ende von allem, das nun zu unserer Freude vorweggenommen wird. Es ist die wahre Genesis, nicht des Anfangs, sondern des bereits erreichten Endes.

Ich halte die Auferstehungs-Version des Evangelisten Markus für die realistischste und wahrste. Sie endet mit dem auferstandenen Jesus, der zu den Frauen sagt: “Geht und sagt den Aposteln und Petrus, dass er (der Auferstandene) vor euch nach Galiläa geht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie ich es euch gesagt habe” (Mk 16,7). Und so endet es. Die berichteten Erscheinungen, so glauben die Gelehrten, sind eine spätere Ergänzung. Das heißt: Wir sind alle auf dem Weg nach Galiläa, um dem Auferstandenen zu begegnen.

Er selbst ist auferstanden, aber seine Auferstehung war noch nicht vollendet, während seine Brüder und Schwestern und die gesamte Natur noch nicht auferstanden waren. Wir sind auf dem Weg und warten auf den Auferstandenen, der sich noch nicht vollständig offenbart hat. Aus diesem Grund bleibt die Welt phänomenologisch dieselbe oder schlimmer, mit Kriegen und Momenten des Friedens, mit Güte und Perversität, als ob es keine Auferstehung als Zeichen der Überwindung dieser zweideutigen Realität gegeben hätte.

Doch nachdem Christus auferstanden ist, können wir nicht mehr traurig sein: Das gute Ende ist garantiert.

Frohe Ostern für alle, die diese Reise machen können, und auch für die, die es nicht können.

Leonardo Boff, Theologe, schrieb Was kommt nachher:das Leben jeneits des Lebens, Topos,2009; In  ihm hat alles Bestand: der kosmische Christus und die modernen Naturwissenchaften, Topos 2013.

Oração do Papa Francisco a São José

Enviei ao Papa meu livro em espanhol SÃO JOSÉ: A PERSONIFICAÇÃO DO PAI CELESTE me respondeu, escrevendo:

“Quero partilhar com você a oração que, há quarenta nos, sempre recito depois das Laudes:

 “Glorioso Patriarca São José, cujo poder consegue tornar possíveis as coisas impossíveis, vinde em minha ajuda nestes momentos de angústia e de dificuldade. Tomai sob a vossa proteção as situações tão graves e difíceis que Vos confio,para que obtenham uma solução feliz. Meu amado Pai, toda a minha confiança está colocada em Vós. Que não se diga que eu Vos invoquei em vão, e dado que, tudo podeis junto a Jesus e a Maria, mostrai-me que a vossa bondade é tão grande quanto o vosso poder. Amém.

Soube de um secretário dele que todas as noites, antes de dormir, escreve em bilhetes os problemas que tem com a Igreja e o mundo e os coloca debaixo da estátua de São José. E me assegurou que acorda sempre com alguma ideia boa na cabeça.

Aqui vai a bela oração para quem quiser rezá-la.

El necesario diálogo inter-religioso

Leonardo Boff*

El diálogo interreligioso es una de las demandas más urgentes en esta fase planetaria de la humanidad. El fundamentalismo y el terrorismo actuales se enraízan profundamente en convicciones religiosas más que en ideologías. Sólo motivaciones que se fundan en un sentido radical que trasciende los sentidos históricos inmediatos sustentan el valor de las personas, dispuestas a sacrificarse y a hacerse personas-bomba para destruir a otros, considerados como enemigos. Ese sentido normalmente lo producen las religiones. 

Trasfondo religioso de los conflictos actuales

Detrás de los principales conflictos del final del siglo XX y de principios del siglo XXI hay un trasfondo religioso, así en Irlanda, en Kosovo, en Kachemira en el pasado, y actualmente en Siria, en Afganistán, en el Congo y hoy dia de forma violenta entre Ucrania y Rusia, el ataque terrorista de Hamas de Gaza el 7 de octubre de 2023 y la represalia desproporcionada por parte del Estado de Israel, dirigido por un primer ministro de extrema derecha, contra los palestinos de la Franja de Gaza.

No sin razón escribió Samuel P. Huntington, uno de los observadores más atentos del proceso de globalización en su discutido libro El choque de civilizaciones (Planeta 2005): «en el mundo, la religión es una fuerza central, tal vez la fuerza central que motiva y moviliza a las personas… Lo que en última instancia cuenta para las personas no es la ideología política ni el interés económico. Aquello con lo que las personas se identifican son las convicciones religiosas, la familia y los credos. Por estas cosas combaten y hasta están dispuestas a dar su vida».

Efectivamente, no obstante el proceso de secularización y el eclipse de lo sagrado con la introducción de la razón crítica a partir del Iluminismo del siglo XVIII, la religión há sobrevido a todos los ataques. Y por el contrario, las últimas décadas están presenciando una vuelta poderosa del factor religioso y místico en todas las sociedades mundiales, vuelta propiciada principalmente por los hijos e hijas de los maestros de la sospecha y de la crítica devastadora de la religión, como Marx, Freud, Nietzsche, Popper y otros. 

La religión es la cosmovisión común de la mayoría de la humanidad. En ella encuentra orientación para la vida y de ella deriva actitudes éticas. Lo formuló bien Ernst Bloch, el filósofo marxista que rescató el sentido profundo del factor religioso y sentenció: “donde hay religión, ahí hay esperanza”. Y donde hay esperanza surgen incontables razones para luchar, para soñar, para proyectar utopías salvacionistas y dar sentido a la vida y a la historia.

Pluralismo religioso de hecho y de derecho

Entonces hay que partir del hecho incisivo de la religión, o mejor, del pluralismo religioso. Hay tantas religiones cuantas culturas hay en el mundo. Cuando una cultura produce su religión es señal de que ha llegado a su madurez. Ella ayuda a conferir identidad y cohesión cultural.

Todas las religiones trabajan con un sentido último y con valores que orientan la vida. Por eso poseen un alto valor humanizador y civilizatorio. Pero es importante no desconocer que ellas corren el riesgo permanente del fundamentalismo, de imaginarse absolutas y las mejores. Esta actitud está a un paso de la guerra religiosa, cosa que ha ocurrido con frecuencia en la historia. Las religiones necesitan, entonces, reconocerse mutuamente, entrar en diálogo y buscar convergencias mínimas que les permitan convivir pacíficamente. De aquí la importancia del diálogo entre todas.

Ante todo, es importante reconocer el pluralismo religioso, como de hecho y como de derecho. El hecho es innegable, basta constatarlo. La cuestión es su legitimación de derecho. En este punto hay divergencias profundas, especialmente en la Iglesia jerárquica católica, en otras iglesias cristianas, en ciertas tendencias del islam y de otras religiones. Aquí algunas iglesias cristianas muestran su fundamentalismo explícito, pues se juzgan las portadoras exclusivas de la revelación divina y las únicas herederas de la gesta salvadora de Dios en la historia por medio de la vida, muerte y resurrección de Jesús.

Pero la pluralidad no se puede negar. Por eso hay que defender el derecho a este pluralismo de hecho. Primero por una razón interna a la propia religión. Ninguna religión puede pretender encuadrar a Dios, el Misterio, la Fuente originaria de todo ser o cualquier nombre que se le quiera dar a la Suprema Realidad, en las redes de su discurso y de sus ritos. Si así fuera, Dios sería un pedazo del mundo, en realidad un ídolo. Perdería totalmente su trascendencia a cualquier objetivación humana. Él está siempre más allá de como podamos representarlo. Así pues, hay espacio para otras expresiones y otras formas de celebrarlo que no sean exclusivamente a través de esta iglesia o de esta religión concreta. Como decía un pensador franciscano del siglo XIII Duns Scoto: «Si Dios existe como las cosas existen, entonces Dios no existe». Él no está en el orden de las cosas sino del fundamento de su existencia y de la permanencia en esa existencia.

Así por ejemplo, las religiones de matriz africana presentes en Brasil, no son cartesianas y occidentales. Tienen otra forma propia de sentir, de interpretar y de vivir lo Sagrado. Son religiones profundamente ecológicas, ligadas a las energías de la naturaleza y del cosmos. El mismo AXÉ es una energía cósmica, presente en todos los seres y más fuertemente en personas carismáticas como los pais y mães de santo. Su modo de cultivar lo Sagrado debe ser acogido como una de las formas legítimas de caminar hacia Dios (Olorum) y de ser visitados por las divinidades.

El equívoco de la pretensión de exclusividad

En verdad no es el pluralismo religioso lo que debe ser cuestionado sino la pretensión de una de las religiones de considerarse la única verdadera. No vale el sofisma: si hay un solo Dios, debe haber una sola religión. Ahora bien, la naturaleza de Dios y la naturaleza de la religión son profundamente distintas. La naturaleza de Dios es el Misterio, lo Inefable, lo Infinito. La naturaleza de la religión es lo limitado, lo histórico, lo finito, aquello que fue creado por la cultura humana. Dios nunca podrá ser identificado con alguna doctrina. Él está dentro y también fuera y más allá, pues esta es su naturaleza. Además, si aceptamos que Dios es diversidad de divinas personas, Padre, Hijo y Espíritu Santo en permanente relación de amor y de diálogo, esto proporciona mayor fundamento para justificar la diversidad religiosa.

Por eso es importante reconocer el hecho de las muchas religiones e iglesias, para que cada una de ellas pueda decir algo de lo Inefable y revele dimensiones que otra no puede expresar. Todas juntas sinfónicamente señalan a la Realidad Sagrada y todas se callan, reverentes, delante de Ella porque Ella las desborda por todos los lados y formas.

Esta última reflexión nos obliga a introducir una distinción de fundamental importancia para que el diálogo interreligioso sea posible y adquiera alguna eficacia: la distinción entre espiritualidad y religión.

Distinción entre religión y espiritualidad

Por espiritualidad entendemos el encuentro con el Misterio del mundo, con el Inefable, con el Tao, con Olorum, con lo Numinoso con aquello que se acordó llamar Dios (aunque haya tradiciones que no se sientan bien, como el budismo, que es antes una sabiduría que una religión). Ese encuentro no es inventado ni impuesto. Simplemente sucede como una experiencia originaria. El ser humano es un ser de apertura al otro, al mundo y al Infinito. Él es simplemente un sistema abierto y dialogante. Él plantea preguntas radicales sobre su origen y su destino, sobre el sentido del universo, sobre el significado de su vida, de su sufrimiento y de su muerte. Él es un grito lanzado al infinito. Experimentar esta realidad constituye aquello que llamamos espíritu. Es un modo de ser, de relacionarse, de sentirse dentro de un Todo mayor. Científicos contemporáneos la llaman “espiritualidad natural” por pertenecer a la naturaleza humana (Cf. Steven Rockefeller, Spiritual Democracy and Our Schools, N,York 2022).

Esta espiritualidad natural no es monopolio de las religiones o de algún camino espiritual. Es anterior a todo. Posee el mismo derecho de ciudadanía antropológica que la libido, la voluntad, la inteligencia y la sensibilidad. Así como existe la inteligencia intelectual y la inteligencia emocional, existe también la inteligencia espiritual mediante la cual captamos, más allá de los hechos y de las emociones, los contextos globales de nuestra vida, totalidades significativas, valores y nuestra inserción en un Todo mayor. 

Es propio de la espiritualidad captar visiones globales y orientarse por un sentido trascendental. Neurólogos y neurolingüistas detectaron una base empírica de esta inteligencia en la biología de las neuronas. Algunos neurocientíficos y el psiquiatra I.Marshall con su esposa, física cuántica, Danah Zohar entre otros (Cf.D. Zohar, QS,Inteligencia espiritual, Paza&Janes, Barcelona 2001) llegan a hablar del “punto Dios” en el cerebro. En una perspectiva evolutiva quiere decir que el universo evolucionó hasta el punto de producir un ser de inteligencia que dispone de una capacidad de percibir, a partir de cierta aceleración de las neuronas, el Misterio de este universo, Misterio que penetra y resplandece en todo. Ese “punto Dios” representa una ventaja evolutiva de la especie homo, presente en todos sus representantes. Lógicamente, Dios no está solo presente en un punto del cerebro, sino en todo el ser humano y cada una de sus dimensiones. Pero es a partir de un punto de las neuronas desde el que se deja percibir fenomenológicamente. 

Esta experiencia espiritual está en la base de todas las religiones y caminos espirituales. La forma como esta experiencia se expresó históricamente varía de acuerdo a las culturas en India, en China, en el Tibet, en Japón, entre los Mayas, Aztecas, Tupí-Guaraní, Yanomami entre otros. Las religiones son los constructos culturales, los más diversos intentos de expresar en una doctrina, en una celebración, en un texto sagrado, en un código ético, esta espiritualidad originaria.

Las religiones son diferentes y muchas, pero la espiritualidad originaria es la misma. Ella permite el entendimiento y el diálogo entre las religiones, porque todas beben de la misma fuente de aguas cristalinas: la espiritualidad natural. Las religiones son canalizaciones de esta fuente originaria. 

Importancia de las religiones para la paz mundial

Si tal es la importancia de las religiones en la configuración de la humanidad concreta, entonces son decisivas para la convivencia y la paz mundial. Por eso entendemos la relevancia que el Papa Francisco les da en las dos encíclicas ecológicas Laudato Sì: sobre el cuidado de la Casa Común (2015) y en la Fratelli tutti (2020) en el sentido de salvaguardar la vida y el futuro de la Madre Tierra. Es muy conocida y siempre citada la tesis fundamental del teólogo alemán Hans Küng, recientemente fallecido, el mejor estudioso de las religiones en fase planetaria, con el cual concordamos: 

«No habrá paz entre las naciones si no existe paz entre las religiones. No habrá paz entre las religiones, si no existe diálogo entre las religiones» (Religiões do mundo, São Paulo 2018, 280; L. Boff, Ethos mundial., Rio de Janeiro 2003, 137).

El diálogo entre las religiones sigue un camino singular. No puede empezar por la discusión de las doctrinas que pronto generan debates interminables y divisiones, sino por la toma de conciencia de la espiritualidad que une a todas. Y esto se hace mediante la oración o meditación. El diálogo empieza cuando todos comienzan a rezar juntos o a meditar. Rezar y meditar es sumergirse en la espiritualidad. Ahí las personas empiezan a reconocerse, a descubrir la bondad de uno y otro, la piedad, la reverencia y la búsqueda sincera del Misterio de todas las cosas, de “Dios”. 

Las doctrinas quedan relativizadas en nombre de la vida concreta, inspirada por la respectiva religión. Lógicamente, todo lo que es sano, puede enfermar. Todas las religiones pueden incorporar desvíos, endurecimientos, actitudes fundamentalistas de grupos. Aquí hay un vasto campo de crítica recíproca y de procesos de purificación. Así como la enfermedad remite a la salud, de forma semejante la experiencia espiritual devolverá salud a las religiones. De este diálogo orante nacen los puntos de convergencia que fundan la paz posible entre las religiones, uno de los factores de la paz mundial.

Pero hay iglesias, especialmente entre nosotros, las neopentecostales, que siguen la lógica del mercado y hacen de la religión un gran negocio, no raramente explotando a los pobres con la teología de la prosperidad y últimamente con la teología del dominio. Por buscar beneficios económicos, fácilmente se alían a partidos políticos de vertiente más conservadora. De esta forma desnaturalizan la religión y la iglesia, pues estas no han sido hechas para el mercado sino para atender las demandas espirituales de las personas.

Puntos de convergencia en el diálogo interreligioso

El diálogo continuado permitió establecer puntos comunes entre las religiones, enumerados ya en 1970 en la Conferencia Mundial de las Religiones en favor de la Paz en Kyoto. Esos puntos convergentes fueron así formulados y reforzados años después en el gran encuentro de Chicago.

1. Hay una unidad fundamental de la familia humana en igualdad y dignidad de todos sus miembros.

2. Cada ser humano es sagrado e intocable, especialmente en su conciencia.

3. Toda comunidad humana representa un valor.

4. El poder no puede ser igualado al derecho. El poder jamás se basta a sí mismo, jamás es absoluto y debe ser limitado por el derecho y por el control de la comunidad.

5. La fe, el amor, la compasión, el altruismo, la fuerza del espíritu y la veracidad interior son, en última instancia, muy superiores al odio, la enemistad y el egoísmo. 

6. Se debe estar, por obligación, del lado de los pobres y oprimidos y contra sus opresores.

7. Alimentamos la profunda esperanza de que al final triunfará la buena voluntad.

Como se deduce, este diálogo no se agota en sí mismo. Se ordena a algo mayor: la paz entre los pueblos, la paz con la Tierra, la paz con los ecosistemas, la paz del ser humano consigo mismo y la paz con la Fuente originaria de donde vino y adonde va. Esa paz es, como bien lo definió la Carta de la Tierra, «la plenitud creada por relaciones correctas consigo mismo, con otras personas, con otras culturas, con otras vidas, con la Tierra y con el Todo mayor del cual somos parte».

El diálogo abierto entre las religiones significa, por tanto, la convivencia pacífica y alegre entre los más distintos caminos espirituales que ven, en su diversidad, una riqueza del único y mismo Misterio fontal del cual venimos y hacia el cual nos dirigimos. Su contribución es fundamental para la paz entre los diversos pueblos que habitamos la misma Casa Común.

*Leonardo Boff, 1938, teólogo, filósofo y autor de cerca de cien libros en las áreas de teología, filosofía, ética, espiritualidad y ecología.

Traducción de MªJosé Gavito Milano

Il genocidio israeliano: espressione suprema del paradigma moderno?

 

     Leonardo Boff

Andiamo dritti al punto. La ritorsione dello Stato di Israele per l’atto terroristico del 7 ottobre perpetrato da Hamas nella Striscia di Gaza è stata profondamente sproporzionata. Avevano un diritto legalmente garantito all’autodifesa. Ma con il pretesto di dare la caccia e uccidere i terroristi, hanno attivato il loro sofisticato arsenale bellico. Centinaia di edifici sono stati distrutti, migliaia di bambini innocenti, donne e innumerevoli civili sono stati assassinati. Non si tratta di una guerra, ma di un vero e proprio genocidio e pulizia etnica, come denunciato dal segretario delle Nazioni Unite, António Guterres. Egli ha affermato che “la Striscia di Gaza si è trasformata in un cimitero di bambini”. Oggi c’è già un consenso tra i migliori analisti e famosi umanisti.

Nessun organismo internazionale e nessun Paese è intervenuto in difesa dei palestinesi disperati, rivelando la completa insensibilità, in particolare dell’Unione Europea, alleata e succuba degli Stati Uniti. Intrisa di spirito di potere/dominio, non fa nulla, come se appartenesse alla guerra, a tutti i tipi di crimini, compreso il genocidio, come hanno fatto per secoli in tutto il mondo. Il presidente Joe Biden ha dichiarato sostegno incondizionato a Israele, il che equivale a dargli carta bianca per intraprendere una guerra illimitata di auto-difesa, utilizzando tutti i mezzi. L’umanità è terrorizzata di fronte al quadro di sterminio e di morte nella Striscia di Gaza.

Siamo di fronte a un’irrazionalità totale e a una spaventosa disumanità. Per quanto sia difficile da accettare, dobbiamo sospettare, soprattutto noi che viviamo nel Grande Sud, un tempo colonizzato e oggi sottoposto a una ri- colonizzazione, che l’attuale genocidio sarebbe inscritto nel paradigma occidentale moderno e globalizzato. Questo esiste da secoli ed è ancora in vigore. Perché questa domanda tanto dura?

Seguite questo ragionamento: qual è il sogno più grande e la maggiore utopia che davano e danno ancora senso al mondo moderno più di tre secoli fa? Era e continua ad essere lo sviluppo illimitato, la volontà di potenza come dominio sugli altri, sulle classi, sulle terre da conquistare, sulle altre nazioni, sulla natura, sulla materia fino all’ultimo quark top e sulla vita stessa nel suo ultimo gene e su tutta la natura nei suoi biomi e nella sua biodiversità. La centralità è occupata dalla ragione. È accettato solo ciò che soddisfa i suoi criteri. Più del “cogito, ergo sum” (penso, dunque sono) di Cartesio è il “conquero, ergo sum” (conquisto, quindi sono) di Hernan Cortez, conquistatore e distruttore del Messico che esprime la dinamica della modernità.

I Papi dell’epoca Nicola V (1447-1455) e Alessandro VI (1492-1503) conferirono legittimità divina allo spirito di dominio degli europei. In nome di Dio, concessero alle potenze coloniali dell’epoca, ai re di Spagna e Portogallo “la piena e libera facoltà di invadere, conquistare, combattere, vendere e sottomettere i pagani e appropriarsi e applicare a proprio uso e utilità, i regni, domini, possedimenti e beni loro scoperti e da scoprire… poiché è opera ben gradita alla divina Maestà che le nazioni barbare siano trucidate e ridotte alla fede cristiana” (P. Sues, La conquista spirituale dell’America Spagnola, documenti, Petrópolis 1992, p.227).

Francis Bacon e Cartesio, tra gli altri fondatori del paradigma della modernità, non pensavano diversamente dai Papi: l’essere umano deve essere “maestro e padrone della natura” che non ha alcun scopo, poiché è solo una mera cosa estesa (“res extensa” di Cartesio) collocata a nostra disposizione. Bisogna “mettere la natura su un letto di forza, spingerla a rivelare i suoi segreti; dobbiamo metterla al nostro servizio come una schiava” (Francis Bacon).

Per cosa tutto questo? Per essere destinati a svilupparci ed essere felici. La scienza e la tecnica, la tecno-scienza, erano e sono tuttora i grandi strumenti del progetto di dominio. Per sottomettere al dominio, dovevano squalificare gli assoggettati e i colonizzati: sono più dalla parte degli animali che degli umani, sono sub-umani. Ricordiamo la famosa discussione tra il grande Las Casas con Sepúlveda, l’educatore dei re spagnoli. Quest’ultimo sosteneva che i popoli originari dell’America Latina non erano umani e dubitava che possedessero la ragione. Qualcosa di simile l’ha affermato il ministro della Difesa israeliano, Y. Gallant, riguardo ai terroristi di Gaza: sono “animali-umani e devono essere trattati come tali”. I nazisti paragonavano gli ebrei a topi da sradicare.

L’uomo occidentale europeo, figlio del paradigma potere/dominio, ha enormi difficoltà a convivere con ciò che è diverso. La strategia abituale è quella di emarginarlo o di incorporarlo o, eventualmente, di eliminarlo. In questa visione del mondo, bisogna sempre definire chi è amico e chi è nemico. Tocca a lui diffamare, combattere e liquidare (il giurista hitleriano Carl Schmitt). Non c’è da meravigliarsi che gli europei cristianizzati abbiano provocato le principali guerre nel continente o nelle colonie, causando più di 200 milioni di morti. Il loro cristianesimo era solo un ornamento culturale, mai un’ispirazione del Nazareno per una relazione fraterna e per un’etica umanitaria.

Tutti, con ragione, si inorridiscono dell’Olocausto che mandò 6 milioni di ebrei nelle camere a gas dei nazisti. Ma diamo un’occhiata all’orribile Olocausto avvenuto in America Latina (Abya-Yala nella lingua del popolo centroamericano). Nello spirito di conquista-dominazione dell’America Latina, tra gli anni 1492-1532 e negli USA dal 1607 in poi, i colonizzatori europei commisero il più grande sterminio mai effettuato: quelli uccisi dalle malattie dei bianchi o assassinati furono 61 milioni di rappresentanti dei popoli originari: dei Caraibi (4 milioni), del Messico (23 milioni), delle Ande (14 milioni), del Brasile (4 milioni) e degli Stati Uniti (16 milioni). Ciò è confermato dalla più recente ricerca di Marcelo Grondin e Moema Wiezzer, “Abya Yala: genocídio, resistenência e sobrevivência dos povos originários das Américas” (Ed. Bambual, RJ, 2021). Questo nostro Olocausto, secondo lo storico e filosofo tedesco Oswad Spengler (1880-1936), delegittima ogni credibilità che gli europei e la Chiesa associata al progetto coloniale possano parlare di dignità e diritti umani. Si uccise con la spada e con la croce.

Sulla base di questo tipo di dominio è emerso il capitalismo, come modo di produzione escludente, la sua attuale finanziarizzazione e la sua cultura. È un crimine contro la natura e l’umanità che 8 persone, secondo Oxfam International 2022, possiedano la stessa ricchezza della metà più povera della popolazione mondiale. Questa assurda accumulazione tollera che ogni anno si lasci morire di fame o di malattie derivate dalla fame, migliaia e migliaia di bambini.

È in questo contesto che, penso, debba essere compreso l’attuale genocidio perpetrato dallo Stato sionista di Benjamin Netanyahau. Starebbe inscritto nella logica del paradigma occidentale. Dopo l’ultima guerra mondiale (1939-1945) si sono costruite armi di distruzione di massa, al punto di aver creato il principio dell’autodistruzione. La ragione è diventata totalmente irrazionale. La marcia dell’irrazionalità sta prendendo il sopravvento sul corso del mondo, al di là di quanto sta accadendo tra Israele e la Striscia di Gaza. Con lucidità, Papa Francesco nella sua enciclica Come prendersi cura della nostra casa comune (Laudato Sì del 2015) ha visto nel paradigma tecnocratico dominante la radice dell’attuale e minacciosa crisi ecologica globale (n.101 ss).

Qual è stato il grande errore del paradigma della volontà di potenza (potere-dominio)? È stato quello di attribuire esclusivamente tutto il peso e tutto il valore alla ragione strumentale-analitica. Ha represso tutte le altre forme di conoscenza esercitate dall’umanità: la sensibilità, l’amore, la ragione simbolica tra le altre. Questa esclusione ha creato la dittatura della ragione. È scoppiato il razionalismo e la demenza della ragione. Perché solo una ragione demenziale può devastare la Terra, sorella e Madre che tutto ci dona, fino a mostrare i suoi limiti invalicabili. Peggio ancora, la ragione folle si è creata i mezzi per il suo completo sterminio.

Ma qual è stato l’errore più grande? È stato l’aver represso ed eliminato la parte più ancestrale ed essenziale della nostra realtà. In nome dell’oggettività della visione della ragione, ha eliminato l’emozione e il cuore. Ciò ha delegittimato la nostra dimensione di sensibilità, la nostra capacità di affetto. È il cuore che sente, ama e stabilisce legami di cura con gli altri e con la natura. Non si sente il battito del cuore che identifica valori e fonda un’etica cordiale e umanitaria.

Ha detto bene papa Francesco nel suo primo viaggio, a Lampedusa, dove arrivavano i fuggitivi dalle guerre del Medio Oriente o dell’Africa: «l’uomo moderno ha perso la capacità di piangere e di sentire gli altri come suoi simili». Poiché Netanyahu e il suo governo non riconoscono l’umanità nei terroristi di Hamas, hanno praticamente deciso di sterminarli con i mezzi letali più moderni. Non siamo arrivati ​​così all’estremo del paradigma della modernità? È probabile che ciò scateni una guerra globale nella quale l’umanità e gran parte della natura potrebbero scomparire.

Come uscire da questa impasse? Innanzitutto, abbiamo bisogno di salvare i diritti del cuore. Non basta il logos, serve anche il pathos. Dobbiamo riempirci di venerazione di fronte alla grandezza dell’universo e di rispetto di fronte al mistero di ogni essere umano, fatto fratello e sorella e compagno/a di avventura terrena. Non neghiamo la ragione necessaria per renderci conto della complessità delle società contemporanee. Ma rifiutiamo il dispotismo della ragione. Questa deve essere arricchita dalla ragione sensibile e cordiale. Una mente e un cuore uniti possono equilibrarsi a vicenda ed evitare così le tragedie delle guerre e dei genocidi nella nostra sanguinosa storia, in particolare quella che, sconvolti, stiamo vivendo in Terra Santa e, specialmente, il genocidio commesso nella Striscia di Gaza. Che il cielo ascolti il ​​pianto dei bambini che sotto le macerie hanno perso il padre, la madre, i fratelli e le sorelle. Sono diventati sopravvissuti alla grande tribolazione (cfr Ap 7,14) e ci riempiono di compassione.

Leonardo Boff ha scritto Direitos do coração, Paulus, São Paulo 2015.

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)