Die Unersättlichkeit des Kapitalismus brachte uns Covid-19

Ich habe die These vertreten, dass Covid-19 ein Gegenangriff von Mutter Erde gegen das System des Kapitals und dessen politischen Ausdruck, den Neoliberalismus, ist. Er hat die militaristischen Mächte, die mit ihren Massenvernichtungswaffen das Leben auf dem Planeten vernichten könnten, in die Knie gezwungen, gedemütigt. Wenn der Krieg gegen den Planeten weitergeht, will dieser uns vielleicht nicht mehr. Ein tödlicheres Virus, das gegen jeden Impfstoff immun ist, könnte einen großen Teil der menschlichen Spezies zu seinem Ende führen.

Eine solche Eventualität ist nicht unmöglich, weil dieses für Natur und Menschen Tod bringende System laut den Worten von Papst Franziskus eine selbstmörderische Tendenz hat. Es würde eher den Tod riskieren, als auf seine Gefräßigkeit zu verzichten.

Die folgende Kurzgeschichte von Leo Tolstoi (1828-1910), die er den Bauern seines Hofes Isnaya Poliana unter dem Titel “Wie viel Erde braucht der Mensch” erzählt, mag uns zum Nachdenken anregen.

“Es war einmal ein Bauer, der ein Stück Land bearbeitete, das nicht sehr fruchtbar war. Er arbeitete hart, aber ohne reiche Ernte. Er beneidete seine Nachbarn, die größeres Land und üppigere Ernten hatten. Er ärgerte sich sehr über die hohen Steuern, die er für das kleine Land und den mageren Verdienst noch zu zahlen hatte.

Eines Tages dachte er viel nach und beschloss: “Ich werde mit meiner Gefährtin weit weg von hier gehen, um besseres Land zu suchen.  Er erfuhr, dass es viele Meilen von seinem Zuhause entfernt Zigeuner gab, die Land sehr billig und sogar zu lächerlich niedrigen Preisen verkauften, wenn sie jemanden sahen, der bedürftiger und arbeitswilliger war.

Dieser Bauer, begierig darauf, mehr und mehr Land zu besitzen, um es zu bewirtschaften und reich zu werden, dachte: “Ich werde einen Pakt mit dem Teufel schließen. Dieser wird mir Glück bringen”, sagte er zu seiner Frau, die die Nase rümpfte. Sie warnte ihn:

“Mein Mann, hüte dich vor dem Teufel, es bringt nie etwas Gutes, einen Pakt mit ihm zu schließen.

Doch auf Drängen ihres Mannes beschloss sie, ihn bei der Verwirklichung seines ehrgeizigen Projekts zu begleiten. Damit machten sie sich auf den Weg, wobei sie nur wenige Habseligkeiten mitnahmen.

Als sie bei den Zigeunern ankamen, war der Teufel schon da, schön herausgeputzt und machte den Eindruck eines einflussreichen Landhändlers. Der Bauer und seine Frau begrüßten die Zigeuner höflich. Als sie gerade ihren Wunsch äußern wollten, Land zu erwerben, trat der Teufel kurzerhand vor und sagte:

“Guter Herr, ich sehe, dass Sie einen langen Weg hinter sich haben und von dem großen Wunsch ergriffen sind, gutes Land zu besitzen, um es zu bepflanzen und ein Vermögen zu machen. Ich habe einen ausgezeichneten Vorschlag für Sie. Das Land ist billig und erschwinglich für Sie. Ich mache Ihnen folgenden Vorschlag: Sie lassen einen angemessenen Geldbetrag in einer Tasche hier neben mir liegen. Wenn Sie einen ganzen Tag lang, vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang, durch das Gebiet wandern und zurück sind, bevor die Sonne untergeht, gehört das ganze Land, das Sie durchwandern, Ihnen. Andernfalls verlieren Sie das Geld im Beutel.

Die Augen des Bauern leuchteten vor Rührung und er sagte:

“Ich finde, das ist ein ausgezeichneter Vorschlag. Ich habe starke Beine und nehme den Vorschlag an. Morgen früh, bei Sonnenaufgang, werde ich laufen, und das ganze Gebiet, das meine Beine erreichen können, wird mein sein.

 Der Teufel, bösartig wie immer, lächelte breit.

In der Tat, sehr früh am Morgen, sobald die Sonne über den Horizont schien, begann der Bauer zu laufen. Er sprang über Zäune, überquerte Bäche und hielt, noch nicht zufrieden, nicht einmal an, um sich auszuruhen. Er sah vor sich eine lachende grüne Ebene und dachte sofort: “Hier werde ich Weizen in Hülle und Fülle pflanzen. Als er nach links schaute, tat sich ein sehr flaches Tal auf, und er dachte: “Hier kann ich eine ganze Plantage mit Leinen für feine Kleider anlegen.

 Etwas atemlos stieg er einen kleinen Hügel hinauf, und siehe da, am Fuße erschien ein Feld mit unberührtem Land. Da dachte er: “Dieses Land will ich auch haben. Dort werde ich Rinder und Schafe züchten und meinen Esel mit Geld füllen.

Und so reiste er viele Kilometer, nicht zufrieden mit dem, was er erobert hatte, denn die Orte, die er sah, waren attraktiv und fruchtbar und nährten sein unbändiges Verlangen, sie ebenfalls zu besitzen.

Plötzlich schaute er zum Himmel hinauf und erkannte, dass die Sonne hinter dem Berg unterging. Er sagte zu sich selbst:

“Wir haben keine Zeit zu verlieren. Ich muss schnell zurück, sonst verliere ich das ganze Land, das ich durchquert habe, und das Geld obendrein. Ein Tag des Schmerzes, ein Leben der Liebe”, dachte er, wie sein Großvater zu sagen pflegte.

Er begann mit einer Geschwindigkeit zu rennen, die zu schnell für seine müden Beine war, aber er musste rennen, ohne die Grenzen seiner angespannten Muskeln zu bemerken. Er zog sogar sein Hemd aus und ließ die Tasche mit etwas Essen darin fallen. Er schaute immer wieder auf den Stand der Sonne, die sich bereits dem Horizont näherte, riesig und rot wie Blut. Aber sie war noch nicht ganz untergegangen.  Obwohl er sehr müde war, lief er immer weiter und konnte seine Beine vor lauter Anstrengung nicht mehr spüren. Traurig dachte er: “Vielleicht bin ich zu weit gelaufen und könnte alles verlieren. Aber ich will weitermachen”.

Doch als er den Teufel feierlich in der Ferne stehen sah, mit seinem Geldsack neben sich, fasste er wieder Mut und war sicher, dass er ankommen würde, bevor die Sonne unterging. Er sammelte alle Energie, die er hatte, und unternahm eine letzte Anstrengung. Er rannte, ohne an die Grenzen seiner Beine zu denken, als ob er fliegen würde. Nicht weit von der Ziellinie entfernt, warf er sich nach vorne und verlor dabei fast das Gleichgewicht.

Dann brach er erschöpft und ohne jede Kraft auf dem Boden zusammen. Und er starb. Sein Mund blutete und sein ganzer Körper war mit Kratzern und Schweiß bedeckt.

Bösartig wie er war, lächelte der Teufel nur. Gleichgültig gegenüber dem toten Mann und gierig betrachtete er den Beutel mit Geld. Er machte sich sogar die Mühe, ein Grab von der Größe des Bauern zu machen und vergrub ihn darin. Es waren nur sechs Ellen Erde, der kleinste Teil, der ihm von all dem Land, das er durchwanderte, passte. Er brauchte nicht mehr als das. Die Frau sah dem Ganzen wie versteinert zu und weinte sehr.”

In dieser Erzählung klingen die Worte von João Cabral de Melo Neto (1920-1999) in seinem Werk Morte e Vida Severina (1995) nach. Bei der Beerdigung des Bauern sagt der Dichter: “Dieses Grab, in dem du liegst, gemessen nach Zentimetern, ist der kleinste Schein, den du im Leben genommen hast; es ist dein Anteil an diesem Latifundium”.

Von all den attraktiven Grundstücken, die er sah und besitzen wollte, blieben dem eifrigen Bauern am Ende nur die sechs Ellen für sein Grab.

Ist das nicht das Schicksal des Kapitalismus und des Neoliberalismus?

Leonardo Boff Autor von: Covid-19: Mother Earth Strikes Back at Humanity: Warnings from the Pandemic, Vozes 2020. 

Übersetzt von Bettina Goldharnackt

Palavra de agradecimento e comunhão depois de uma ameaça de infarto cardíaco: Dom Marcelo Barros, irmão universal

Publicamos aqui o testemuimho comovente de monje beneditino,peregrino pelas comunidades do Brasil e do mundo e um dos mentores de excelentes lives sobre temas bíblicos e espirituais.. É teólogo, foi assessor de Dom Hedler Câmara e um dos importantes teólogos da libertação. Um homem verdadeiramente espiritual que sabe ver so sinais do amor de Deus no cotidiano da vida e no encontro com os irmãos e irmãs. É também autor de muitos livros, de extraordinária qualidade sobre vida espiritua, sobre relação fé e política e comentários bíblicos. Publicamos aqui este seu testemunho depois de sofrer um infarto do mio cárdio e como sobreviveu. Sempre sentindo-se na palma da mão de Deus que o deixou entre nós para cumprir uma missão de ânimo e de esperança em todos que o seguem seja nas lives, seja nas conferências, seja lendo seus livros. Ao amigo-irmão vão aqui os votos meus e de Márcia que muito o admira para que volte logo à sua missão peregrina. LBoff

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“E depois de ter criado o humano,
 Deus viu tudo quanto tinha feito, e eis que era muito bom. 
Houve uma tarde e a manhã. Foi o sexto dia” (Gn 1, 31).

Queridos irmãos e irmãs, 

Neste sexto dia, depois do infarto, recebi alta e acabo de chegar em casa. Quando vejo no relatório clínico, “infarto agudo do miocárdio”, ainda tenho dificuldade de aceitar que aquela dor sufocante era isso. De todo modo, ela não me venceu. Não me impediu de esperar o amanhecer, andar duas quadras da minha casa até encontrar um taxi e ir sozinho ao hospital onde fui imediatamente muito bem socorrido e diagnosticado quase pela cara. 

Nestes dias me lembrava de um dos livros do Saint Exupery que conta uma pane que, em seu avião do Correio Aéreo Francês, ele sofreu no meio da Cordilheira dos Andes e teve consciência de iria morrer ali no meio da neve e do vazio. Neste momento, compreendeu que o náufrago não era apenas ele e sim todas as pessoas queridas e por elas tentou andar com a perna quebrada e desmaiou. Foi socorrido por alguém que ele nunca soube quem foi, o que o fazia ver o seu salvador em todo ser humano que encontrava. 
Louvado és Tu, Pai, Mãe de Amor, 

Antes de tudo pelo irmão infarto que me deu uma queda imensa, desarrumou a casa, mas parece que não quis acabar com minha vida como teria podido. Obrigado pelo aviso agressivo e violento, mas aviso de vida. 

Louvado sejas pela Medicina Contemporânea. 
Sei que anda de mãos dadas com a indústria e o comércio. Sei que não é holística e sua arrogância dificulta o diálogo com as sabedorias ancestrais e a medicina popular. Sei que fui olhado e analisado como uma máquina que apresenta defeito e precisa de recauchutamento. No entanto, muito obrigado por me salvar a vida de forma que talvez há algumas décadas não tivesse sido possível. 

Louvado sejas pelos médicos e enfermeiras/as que cuidaram de mim noite e dia, pelos trabalhadores que servem nos hospitais e principalmente naquele ambiente inóspito e quase cruel da UTI. Ilumina-os e fortalece-os/as no caminho da humanização. 
Lembra, meu Deus, que cada vez que furavam meu braço e procuravam veias que não encontravam, eu pensava em um terreno esburacado no qual, em cada um destes furos, quero plantar uma flor e cada flor deste terreno simbólico terá o nome de uma das pessoas que fazem parte de minha vida.

Lembra que na sexta à noite, o médico de plantão da UTI veio até o meu leito, me viu cheio de fios e controles. E me disse: Estou espantado em ver como o senhor é uma pessoa recomendada. 

E desde o limiar da consciência ainda que na névoa provocada pelos medicamentos, respondi: 
– Cada pessoa aqui, doutor, é muito recomentada. Em cada um desses leitos, se o senhor olhar bem, o senhor vai ver de pé e segurando na mão do outro, uma mãe ou pai, um filho ou filha, um/a amigo querido/a… Sempre recomendando quem está doente. 
Ele me respondeu: – É verdade. 
E não o vi mais depois disso. 

Quando eu estava ali uma hora na maca nu e em uma temperatura muito baixa, não sei quantos graus eram, e com tanta gente na sala que iam e voltavam sem me dirigir a palavra, e eu de repente me senti como se fosse ali uma coisa, um pacote, menos que um animal se esvaindo… Tu, meu Pai, me fizeste recordar dos milhões de brasileiros que sofrem muito mais do que eu, em situação de pobreza muito maior e a comunhão com esses irmãos e irmãs não digo que me fez sentir feliz de estar ali (isso seria demais), mas me fez aceitar e rir da minha própria autocentralidade. Que importava tudo aquilo, se eu estava ali para que me colocassem em condições mínimas para voltar à missão com as pessoas que amo e ainda dar muito trabalho por aí?  

Desculpa meu Deus, esta presunção de me achar necessário e pensar que farei falta. Todo mundo que se vai faz falta. Mas, permite que eu ainda pense um pouco assim para me cuidar mais. 

Lembro-me que ainda estava sob o efeito da anestesia e um dos médicos me disse umas coisas das quais não me lembro, mas me recordo sim de ouvi-lo dizer: 
– Cuidado com as emoções!
E parece que eu respondi:
– Quais? as minhas ou as dos outros? 
E acho que ele riu. 

Por falar em emoção, quero terminar esta comunicação dizendo que vou ser obrigado a voltar as coisas devagar. Sinto-me como uma casa na qual a eletricidade está funcionando com uma só fase. Vocês sabem isso como é. Mas, quero de todo modo garantir que amo muito, muito, a todos/as vocês que fazem parte da minha vida e da minha missão. E a aqueles e a aquelas, aos/às quais por acaso, essas minhas palavras possam não parecer ainda totalmente verdadeiras, saibam que quero fazer tudo para que se tornem verdade e testemunho de amor. 

Obrigado por essa rede de comunhão e abraço carinhoso do irmão

Marcelo Barros

Agua: ¿fuente de vida o fuente de lucro? Contra la privatización del agua

Hoy hay dos cuestiones principales que afectan a toda la humanidad: el calentamiento global y la creciente escasez de agua potable. Ambas obligan a profundos cambios en nuestro modo de vivir, pues pueden producir un colapso de nuestra civilización y afectar profundamente el sistema-vida. 

Atengámonos a la cuestión del agua, codiciada por las grandes corporaciones para privatizarla y lucrarse enormemente. Ella puede ser tanto motivo de guerras como de solidaridad social y cooperación entre los pueblos. Ya se ha dicho que las guerras del siglo XX eran por petróleo y las del siglo XXI serán por agua potable. No obstante, ella puede ser referencia central para un nuevo pacto social mundial entre los pueblos y los gobiernos con vistas a la supervivencia de todos.

Consideremos los datos básicos acerca del agua. Ella es extremadamente abundante y al mismo tiempo escasa. Existen cerca de 1.360.000.000 km3 cúbicos de agua en la Tierra. Si tomáramos toda esa agua que está en los océanos, lagos, ríos, acuíferos y cascos polares y la distribuyésemos equitativamente sobre una superficie terrestre plana, toda la Tierra quedaría sumergida bajo el agua a tres km de profundidad. El 97% es agua salada y el 3% es agua dulce. Pero solamente el 0,7% de esta es directamente accesible al uso humano. De este 0,7, el 70% va para la agricultura, el 22% para la industria y lo que queda para el uso humano y animal.

La renovación de las aguas es del orden de 43.000 km3 al año, mientras que el consumo total está estimado en 6.000 km³ al año. Hay por lo tanto superabundancia de agua, pero desigualmente distribuida: el 60% se encuentra en solo 9 países, mientras otros 80 enfrentan escasez. Poco menos de mil millones de personas consumen el 86% del agua existente mientras que para 1,400 millones es insuficiente (en 2020 serán tres mil millones) y para dos mil millones no es tratada lo que genera un 85% de las enfermedades comprobables. Se presume que en 2032 cerca de 5.000 millones de personas se verán afectadas por la crisis del agua. 

El problema no es la escasez de agua sino su mala gestión y distribución para atender las demandas humanas y de los demás seres vivos. Brasil es la potencia natural de las aguas, con el 13% de toda el agua dulce del planeta, con un total de 5,4 billones de metros cúbicos. A pesar de la abundancia, se desperdicia el 46% de ella, lo que daría para abastecer a toda Francia, Bélgica, Suiza y el Norte de Italia. Carecemos aún de una cultura del agua.

Por ser escasa, el agua dulce se ha convertido en un bien de alto valor económico. Como hemos pasado de una economía de mercado a una sociedad de mercado, todo se transforma en mercancía. En función de esta “gran transformación” (Karl Polanyi), hoy en día hay una carrera mundial desenfrenada para privatizar el agua y obtener grandes lucro 

Así han surgido empresas multinacionales como las francesas Vivendi y Suez-Lyonnaise, la alemana RWE, la inglesa Thames Water y la americana Bechtel, entre otras. Se ha creado un mercado de las aguas de más de 100.000 millones de dólares. Ahí están fuertemente presentes Nestlé y Coca-Cola, buscando comprar fuentes por todas partes del mundo.

El gran debate hoy se presenta en estos términos: ¿el agua es fuente de vida o fuente de lucro? ¿El agua es un bien natural, vital, común e insustituible o un bien económico a ser tratado como recurso hídrico y como mercancía?

Para empezar es importante reconocer que el agua no es un bien económico como cualquier otro. Ella está tan ligada a la vida que debe ser entendida como algo vital y sagrado. La vida no puede ser transformada en mercancía. Es uno de los bienes más excelentes del proceso evolutivo y unos de los mayores dones divinos. Además, el agua está ligada a otras dimensiones culturales, simbólicas y espirituales que la hacen preciosa y cargada de valores que en sí no tienen precio. 

Para entender la riqueza del agua que transciende su dimensión económica, necesitamos romper con la dictadura de la razón instrumental-analítica y utilitarista, impuesta a toda la sociedad. Esta ve el agua como mero recurso hídrico con el cual se puede hacer negocios. Atiende solo a finalidades y utilidades. Pero el ser humano tiene otros ejercicios de su razón. Existe la razón más ancestral, sensible, emocional, cordial y espiritual. Este tipo de razón va más allá de finalidades y utilidades. Esta razón está ligada al sentido de la vida, a los valores, al carácter simbólico ético y espiritual del agua.

En esta perspectiva, el agua se considera un bien común natural, como fuente y nicho donde hace 3,800 millones de años surgió la vida en la Tierra. El agua es un bien común público mundial. Es patrimonio de la biosfera y vital para todas las formas de vida. No existe vida sin agua.

Obviamente, las dimensiones del agua como fuente de vida y como recurso hídrico no necesitan excluirse, pero deben ser rectamente relacionadas. Fundamentalmente el agua pertenece al derecho a la vida. 

La ONU declaró el día 28 de julio de 2010 que el agua limpia y segura, así como el saneamiento básico, constituye un derecho humano fundamental.

Pero ella demanda, sí, una compleja estructura de captación, conservación, tratamiento y distribución, lo que implica una innegable dimensión económica. Esta, sin embargo, no debe prevalecer sobre la otra, la del derecho, sino que debe hacer el agua accesible a todos. Se debe garantizar a todos gratuitamente por lo menos 50 litros de agua potable y sana al día. Cabe al poder público junto con la sociedad organizada crear la financiación pública para cubrir los costos necesarios para garantizar ese derecho de todos. Las tarifas para los servicios deben contemplar los diversos usos del agua, ya sea doméstico, industrial, agrícola o recreativo. Para los usos en la industria y en la agricultura, evidentemente, el agua esta sujeta a precio.

La visión predominante mercadológica distorsiona la correcta relación entre el agua como fuente de vida y el agua como recurso hídrico. Esto se debe fundamentalmente a la exacerbación de la propiedad privada que hace que se trate al agua sin el sentido de compartir ni de considerar las demandas de los demás y de toda la comunidad de vida.

Es todavía muy débil el principio de solidaridad social y de comunidad de intereses y del respeto por las cuencas hidrográficas que transcienden los límites de las naciones como ocurre, por ejemplo, entre Turquía de una parte y Siria e Iraq de otra, o entre Israel de un lado y Jordania y Palestina del otro, o también entre USA y México en lo que se refiere a los ríos Río Grande y Colorado.

Para discutir todas estas cuestiones vitales se creó en 2003 en Florencia, Italia, el Fórum Mundial Alternativo del Agua. En él se propuso la creación de una Autoridad Mundial del Agua. Ella sería una instancia de gobierno público, cooperativo y plural para tratar del agua a nivel de las grandes cuencas hídricas internacionales así como su distribución más equitativa según las demandas regionales.

Paralelamente, se formó una articulación internacional con vistas a un Contrato Mundial del Agua. Como no existe un contrato social mundial, podría elaborarse en torno a aquello que efectivamente une a todos, que es el agua, de la cual depende la vida de las personas y de los demás seres vivos. De manera semejante ahora con la irrupción de la Covid-19, urge un contrato mundial de salvaguarda de la vida humana, mas allá de cualquier soberanismo, visto como algo superado, de otro tiempo histórico.

Un papel importante es presionar a los gobiernos y a las empresas para que el agua no se lleve a los mercados ni se considere una mercancía. Es importante fomentar la cooperación público-privada para evitar que tanta gente muera por falta de agua o como resultado de un agua mal tratada. Cada día, 6.000 niños mueren de sed y unos 18 millones de niños y niñas dejan de ir a la escuela porque se ven obligados a ir a buscar agua a 5-10 km de distancia. Es importantísimo conservar los bosques y las selvas en pie y reforestar lo más posible. Son los que garantizan la permanencia del agua, alimentan los acuíferos, así como mitigan el calentamiento global mediante la captación de dióxido de carbono y la producción de oxígeno vital.

Un mundo con hambre cero, preconizado desde hace años por los Objetivos del Milenio de la ONU debería incluir la sed cero, porque el agua es alimento y no hay nada que pueda vivir y ser consumido sin agua. Finalmente, el agua es vida, generadora de vida y uno de los símbolos más poderosos de la vida eterna, ya que Dios aparece como vivo, generador de toda vida y fuente infinita de vida.

*Leonardo Boff, ecoteólogo, ha escrito El doloroso parto de la madre Tierra: una sociedad de fraternidad sin fronteras y de amistad social, Vozes, 2021.

Traducción de Mª José Gavito Milano

Sofer with those who suffer: the actuality of compassion

Leonardo Boff

A cloak of suffering and pain covers the whole of humanity, threatened by Covid-19. The culture of capital, in which we live, is characterized by individualism and a crying lack of cooperation. The Pope, on the Italian island of Lampeduza, seeing hundreds of Africans arriving by boat from Africa and being unwelcomed by the local population, said almost in tears: “Our modern culture has robbed us of compassion for our fellow human beings; we have become incapable of crying.

It seems that the inflation of instrumental and analytical rationality has caused us a kind of lobotomy: we have become insensitive to the suffering of others. The current president is the most tragic proof of this indifference. He has never visited a hospital overcrowded with people contaminated by Covid-19, many of them suffocating to death.

The pandemic made us discover our deep humanity: the centrality of life, the interdependence among all, the solidarity and the necessary care. It made us more sensitive. It brought back compassion.

Compassion is the ability to feel and share the passion of the other, to whisper words of hope into the ear, to offer a shoulder and say that you are there for them come and go, to be able to cry together but also to encourage each other.

Compassion is a transcultural human feeling. It can be found in all cultures: everyone bends over the fallen and bends down before the dignity of the suffering of the other.

Some time ago an ancient Egyptian tomb was discovered with this inscription, full of compassion: “I was someone who listened to the widow’s complaint; I was someone who wept for a misfortune and consoled the downcast; I was someone who heard the sobbing of the orphan girl and wiped her tears; I was someone who had compassion on a desperate woman.

Today the relatives of those killed and affected by Covid-19, which left in its victims severe sequelae, call us to live this better side of our humanity: compassion. St. Thomas Aquinas wrote in his Summa Theologica that compassion is more excellent than love for one’s neighbor; the latter is directed toward the other; compassion is directed toward the other who suffers.

From quantum physics, contemporary cosmology, and bioanthropology we learn that the fundamental law of all things and of the entire universe is not competition and the triumph of the most capable of adaptation, but the cooperation and synergy of all with all. Even the smallest and weakest has the right to live, because it has its place among all beings and carries within it a message to be heard by all. In this field, compassion among all beings other than humans also applies.

The following legend is told about St. Francis, who was especially compassionate with lepers, with the worm that could not make a hole in the hard soil of the road and who was compassionate enough to remove it and bring it to the damp earth, or with the broken twig:

He found a boy who was carrying in a cage doves to be sold in the market. He begged him: “Good child, give me these humble and innocent little doves so that they will not be killed and eaten by men. The boy, touched by St. Francis’ innocent love, gave him the cage with the doves. Whispering, St. Francis said to them: “my dear little sisters, foolish and simple, why have you let yourselves be caught? Behold, I am coming to set you free. He opened the cage. Instead of flying out, they went lining up on his chest and in his hood and did not want to leave. St. Francis took them to the hermitage and told them, “multiply as your Creator wills. They had many chicks. They did not leave the company of St. Francis and the friars, as if they were domestic. They only took off and flew away when St. Francis blessed them and let them go.

As can be seen, compassion, along the lines of Buddhism and Arthur Schopenhauer’s “Fundamentals of Morals” (1840), all founded on unlimited compassion for all beings, is not only important for those who are currently suffering, but for all of creation.

Let’s conclude with the inspiring words of the Dalai Lama: “Whether you believe in God or not, whether you believe in Buddha or not Even if you can’t help them with money, it’s still always worthwhile to express moral support and empathy. This should be the basis of our action. Whether we call it religion or not is the least of our concerns” (Logic of Love, 1998).What matters is compassion.

Leonardo Boff wrote Principle of Compassion and Care: the encounter between East and West, Vozes 2009.