Wodurch wir der Kultur des Kapitals Fortbestand verleihen

Im vorangehenden Artikel „Die kapitalistische Kultur ist lebens- und glücksfeindlich“ ging es uns darum, in der Theorie aufzuzeigen, dass alle Kraft für deren Fortbestand und Reproduktion in der Bekräftigung des einen Aspekts unserer Natur liegt, nämlich der Selbstbestätigung, der Stärkung des Egos, so dass sie weder verschwindet noch durch andere Kulturen assimiliert wird. Doch dieser Ansatz verkleinert oder leugnet sogar einen anderen, ebenfalls natürlichen Aspekt, nämlich den der Integration des Selbst und des Individuums in ein Ganzes, in die Spezies, die es repräsentiert.

Dies reicht jedoch noch nicht aus, um diese Überlegung abzuschließen. Neben der ersten Feststellung muss noch eine andere Kraft benannt werden, die den Fortbestand der kapitalistischen Kultur sicherstellt. Es ist die Tatsache, dass wir, die Mehrheit der Gesellschaft, die „Werte“ und den grundlegenden Zweck des Kapitalismus, nämlich die beständige Profitsteigerung, verinnerlicht haben, die den unbegrenzten Konsum von materiellen Gütern erlaubt. Diejenigen, die nicht besitzen, möchten besitzen. Diejenigen, die besitzen, möchten mehr besitzen. Und diejenigen, die mehr besitzen, sagen: „Es gibt nie genug.“ Und für die überwiegende Mehrheit sind Wettbewerb – nicht Solidarität – und die Übermacht des Stärkeren über allen anderen Werten in sozialen Beziehungen, vor allem im Geschäftlichen, vorherrschend.

Der Schlüssel zur Aufrechterhaltung der Kultur des Kapitals ist die Konsumkultur, die des ständigen Kaufens neuer Produkte: ein neues Smartphone mit noch mehr Apps, ein noch ausgefeilterer Computer, ein Paar Schuhe oder Kleidung in neuem Stil, mehr Kredite auf der Bank, um das Kaufen und Konsumieren zu erleichtern, die unkritische Aufnahme von Produktwerbung etc.

Eine Mentalität ist entstanden, für die all diese Dinge als selbstverständlich hingenommen werden. Auf Partys unter Freunden oder in der Familie und in den Restaurants isst man sich satt, während zur selben Zeit in den Nachrichten von Millionen hungernden Menschen die Rede ist. Nicht vielen fällt dieser Widerspruch auf, denn die Kultur des Kapitals lehrt uns, uns zuerst um uns selbst zu kümmern und uns nicht um die anderen oder um das Gemeinwohl zu sorgen. Dies, wie wir bereits oft erwähnten, ist schon seit langer Zeit so.

Doch es reicht nicht aus, die Konsumkultur zu kritisieren. Wenn es sich um ein systemisches Problem handelt, müssen wir ein anderes System voranbringen, eines, das antikapitalistisch ist, sich nicht um die Produktion dreht und sich gegen unbegrenztes lineares Wachstum wendet. Dem kapitalistischen Credo: „Es gibt keine Alternative“ müssen wir ein humanistisches Credo entgegensetzen: „Es gibt eine Alternative“.

Alternativen können überall gefunden werden. Ich werde hier nur drei Beispiele nennen: das Konzept des „guten Lebens“ der Andenvölker, das seit Jahrhunderten Bestand hat, ungeachtet der vielen Versuche, es zu zerstören, zu unterwerfen oder zu assimilieren; doch das einige Sektoren der Gesellschaft kürzlich anzuerkennen und zu schätzen gelernt haben um seiner Wohltaten für die Menschheit willen, einschließlich der Harmonie und des Gleichgewichts unter all den Bereichen der Familie, innerhalb der Gesellschaft (Gemeinschafts-Demokratie), mit der Natur (dem Wasser, der Erde, den Landschaften) und mit Pacha-Mama, der Mutter Erde. Die Ökonomie der Andenvölker ist nicht durch Akkumulation geprägt, sondern durch die Produktion dessen, was für alle ausreichend und vernünftig ist.

Ein zweites Beispiel: der täglich wachsende Öko-Sozialismus. Er steht nicht in Verbindung mit dem zuvor existierenden Sozialismus (bei dem es sich tatsächlich um Staatskapitalismus handelte), sondern stammt von den Idealen des klassischen Sozialismus ab, von Gleichheit, Solidarität, Unterwerfung des Wechselkurses unter den Gebrauchswert, gemeinsam mit den Idealen moderner Ökologie. Er wurde glänzend durch Michael Löwy in „Was ist Öko-Sozialismus“ (Qué es el ecosocialismo, Cortez, 2015) vorgestellt, sowie von anderen in diversen Ländern, einschließlich der bedeutenden Beiträge von James O’Connor und Jovel Kovel. Diese sehen Wirtschaft als eine Funktion der sozialen Bedürfnisse und des Bedürfnisses, das Lebenssystem und den Planeten als Ganzes zu beschützen. Die Ziele des demokratischen Sozialismus, nach O’Connor, wären demgemäß demokratische Kontrolle, soziale Gleichheit und die Vorherrschaft des Gebrauchswertes. Löwy fügt hinzu, dass „eine solche Gesellschaft ein kollektives Besitztum der Produktionsmittel voraussetzt, eine demokratische Planung, die eine Gesellschaft dazu führen kann, ihre Ziele von Produktion und Investition zu definieren sowie eine neue technologische Struktur der Produktionskräfte.“ (a.a.O. S. 45-46). Sozialismus und Ökologie haben die gleichen qualitativen Werte wie Kooperation, Verkürzung der Arbeitszeit, um in einem freien Staat koexistieren, kreieren, Kultur und Spiritualität verfolgen und die verarmte Natur wiederherstellen zu können. Dies sind Werte, die nicht auf einen Marktwert reduziert werden können. Dieses Ideal liegt in Reichweite der historischen Möglichkeiten und umfasst Praktiken, die dies vorwegnehmen (wie z. B. bei den Andenvölkern, wie oben beschrieben).

Ein drittes Kulturmodell würde ich den „Franziskanischen Weg“ nennen. Franz von Assisi, den Franziskus von Rom auf seine Weise aktualisiert, ist mehr als ein Name oder ein religiöses Ideal; es ist ein Lebensprojekt, ein Geist und eine Seinsweise. Der Franziskanische Weg versteht Armut nicht als den Zustand, nichts zu besitzen, sondern als die Fähigkeit stets in der Lage zu sein, sich von sich selbst zu lösen und so immer wieder zu geben. Er umfasst die Einfachheit des Lebens, des Konsums als gemeinsame Bescheidenheit, als Sorge für die Bedürftigen, als universelle Verschwisterung mit allen Geschöpfen der Natur, die als Brüder und Schwestern respektiert werden, als Lebensfreude, als die Fähigkeit, zu tanzen und zu singen, sogar provenzalische cantilenae amatoriae, Liebeslieder. In politischer Sprache ausgedrückt würde es sich eher um einen Sozialismus der Angemessenheit und der Genügsamkeit handeln als des Überflusses und folglich ein radikal anti-kapitalistisches Projekt, das sich gegen das Anhäufen materieller Güter richtet.

Sind dies Utopien? Ja, doch sie sind notwendig, um nicht in purem Materialismus zu ertrinken. Sie sind Utopien, aber nach der unausweichlich auf uns zukommenden großen systemischen sozio-ökologischen Krise – eine Reaktion der Erde selbst, die eine solche Zerstörung nicht länger ertragen kann – können sie sich als inspirierende Referenzpunkte erweisen. Diese kulturellen Werte werden ein neues Zivilisations-Experiment voranbringen, und zwar eines, das endlich gerecht, spirituell und menschlich sein wird.

“ubersetzt von Bettina Gold-Hartnack

IL DIRITTO NON VA A DESTRA

Continuo le riflessione che ho fatto precedentemente. Secondo me, per uscire bene dall’attuale crisi, bisogna considerare seriamente due premesse. Altrimenti c’è il rischio di perdere tutto quello che abbiamo progettato: la crisi finale dell’ordine capitalistico e i limiti invalicabili della Terra. Naturalmente si tratta di ipotesi, ma credo che siano fondate.

Prima premessa: il sistema del capitale è arrivato, voglio dire che ha raggiunto il suo scopo fondamentale – aumentare l’accumulo privato fino al limite estremo. Thomas Piketty nel suo Il capitale nel XXI secolo fa la seguente costatazione: “I pochi che stanno nel punto più alto tendono ad appropriarsi di una grossa fetta della ricchezza nazionale, a spese della classe medio bassa”. Oggi questa tendenza non è soltanto nazionale ma globale. I dati variano di anno in anno, ma alla fine si riassumono in questo: un gruppo sempre più esiguo possiede e controlla grande parte della ricchezza mondiale.

Ma “arrivato” significa anche ‘fine corsa’, conclusione. L’agonia potrebbe essere lunga, ma il malato è di tipo terminale. Il capitalismo ha raggiunto il suo punto più alto possibile, non ha nient’altro da offrirci, se non gli stessi prodotti – e in maggior quantità – che sono all’origine della crisi. Ha raggiunto i limiti fisici della Terra; l’esaurimento dei beni e servizi naturali è reale al punto che l’ordine del capitale che ha bisogno dei beni della Terra, non riesce più autoriprodursi. Forzando la sua logica interna, può diventare biocida, e, al limite, genocida. Siccome non può più autoriprodursi, si rigira su se stesso accumulando con furia sempre più dissennata attraverso la crisi speculativo-finanziaria. Il motto è ancora quella di sempre, il perverso “greed is good” (L’avidità è buona cosa). L’umanità e la natura vadano a quel paese.

Se vogliamo uscire dalla crisi sulla base di questa logica, stiamo scegliendo la via che porta all’abisso. Entro poco tempo, tutti potremo sperimentare nella carne il senso della metafora di Kierkegaard: un pagliaccio invoca aiuto dagli spettatori perché diano una mano a spegnere il fuoco che già consuma le tende negli ambienti dietro al teatro; tutti ridono e applaudono ma nessuno dà retta al pagliaccio finché il fuoco non ha bruciato il teatro e tutti quelli che ci stanno dentro.

La seconda premessa, quasi sempre assente nei lavori degli analisti economici, è lo stato gravemente malato del pianeta Terra. L’accelerazione produttivistica sta distruggendo, e in fretta, le basi fisicochimiche che sostengono la vita oltre a generare una vasta erosione della biodiversità e l’irrefrenabile riscaldamento globale, i cui gas effetto serra hanno raggiunto attualmente il picco più alto degli ultimi 800.000 anni. Se a partire da adesso non faremo niente, come affermava già nel 2002 la società scientifica nordamericana, già in questo secolo potremo conoscere un improvviso riscaldamento di 4-6 °C. Con questa temperatura, si dice, le forme di vita conosciute non sussisteranno e gran parte dell’umanità corre il grave rischio di sparire.

Come uscire fuori da questo impasse? Può darsi che nessuno possieda le condizioni sufficienti concepire un’alternativa realmente possibile, perché la situazione ormai ha una dimensione che va oltre il Brasile, è globale.

La mia palla di cristallo mi suggerisce tre sentieri:

il primo, davanti alla gravità della crisi, è creare un consenso minimo, che non sia di parte, coinvolgendo partiti, sindacati, imprese, e la intellighenzia nazionale, ONGs e le chiese intorno a un progetto minimo di Brasile fondato su alcuni principi e valori accettati da tutti. (Sarebbe necessario identificarli). Secondo il mio parere la leadership di Lula sarebbe ancora sufficientemente forte per mettersi alla testa di questa proposta. Il governo di Itamar Franco, dopo la crisi di Collor, potrebbe suggerire qualche ispirazione.

Il secondo sarebbe costituire un fronte ampio e robusto di partiti, sindacati e gruppi progressisti per fare fronte a un avanzamento delle forze di destra e alle loro politiche neoliberali, associate al progetto-mondo capeggiato dai paesi centrali. A destra non esiste una preoccupazione sociale consistente, perché essa è interessata alla crescita del PNB che favorisce le classi proprietarie e le banche, lasciando i poveri là dove stanno, in periferia. Di nuovo penso che la figura più adeguata a continuare questo fronte progressista sarebbe Lula. Ma il suo svolgimento dovrebbe essere pluralista e non personalista. La convergenza nella diversità, non annullerebbe le singolarità dei gruppi che possiedono una loro identità e una loro storia. Ma davanti a un rischio globale bisogna relativizzare quanto è proprio in funzione di quello che è comune.

Terzo sentiero. Il PT dovrebbe fare una rigorosa autocritica, ricomporsi internamente, rinforzare i nessi di potere con i movimenti sociali, politicizzare il più rapidamente possibile le basi e presentarsi con una agenda nuova che completerebbe la prima, i cui items di base sarebbero le infrastrutture nella sanità, nell’educazione, i trasporti, dell’urbanizzazione delle favelas e la riforma politica tributaria e agraria.

Ma vedo che il guasto del PT a partire da un pugno di traditori e banditi che hanno fatto vergognare più di 1 milione di iscritti, e hanno svergognato il paese sia davanti alla nazione stessa sia davanti al mondo intero, ti fa diventare fragile fosse persino innocuo questo cammino.

Comunque sia, alla destra dobbiamo opporre il diritto. Non possiamo accettare la rottura del rito democratico. Quanto a noi non ci è permesso di smettere di cercare il meglio per il nostro paese al di là delle differenze e dei contrasti che possano sorgere in avvenire. Il bene comune deve prevalere su qualsiasi altro bene privato.

Traduzione di Romano e Lidia Baraglia

El derecho contra la derecha

Prolongando reflexiones anteriores, veo que para intentar salir de la crisis actual (si es que es posible) hay dos presupuestos que deben ser considerados seriamente. De lo contrario corremos el riesgo de perder todo lo que hayamos proyectado: el colapso del orden capitalista y los límites de la Tierra que no se pueden traspasar. Naturalmente se trata de hipótesis, pero creo que fundadas.

Primer presupuesto: el sistema del capital ha entrado en colapso, lo que significa su fin en un doble sentido: fin en el sentido de que ha alcanzado su propósito fundamental: aumentar la acumulación privada hasta su límite extremo. Como constató Thomas Piketty en El capital en el siglo XXI: «los pocos que están arriba tienden a apropiarse de una gran parcela de la riqueza nacional». Hoy esa tendencia es no sólo nacional sino global.

Los datos varían de año en año, pero en el fondo se resumen en esto: un grupo cada vez menor detenta y controla gran parte de la riqueza mundial. Hoy son, según datos de la respetada Escuela Politécnica Federal de Zurich (ETH), 737 actores que controlan cerca del 80% de los flujos financieros mundiales. Dentro de poco serán muchos menos.

Pero ese fin significa también fin como colapso y desenlace final. La agonía puede prolongarse, pues usa mil estratagemas para perpetuarse, pero la crisis es inevitablemente terminal. El capitalismo ha tocado techo y no consigue ir más allá; peor aún, no tiene nada más que ofrecer, a no ser más de lo mismo, que es aquello que produce la crisis: su ilimitada voracidad.

Ocurre que sobrepasó los límites físicos de la Tierra; el agotamiento de los bienes naturales es de tal orden que ya no tiene condiciones para autorreproducirse, pues los necesita. Al forzar su lógica interna, puede volverse biocida, ecocida y, en el límite, geocida. Como no puede autorreproducirse más, se vuelve sobre sí mismo, acumulando con más y más furia, vía especulación financiera: dinero haciendo dinero. El lema sigue siendo el mismo, el perverso “greed is good” (la codicia es buena). Que se dañe la humanidad, la naturaleza y el futuro de las próximas generaciones.

Si en Brasil queremos salir de la crisis a base de esta lógica, estamos escogiendo el camino del abismo. Dentro de poco, todos experimentaremos en carne propia el sentido de la metáfora de Sören Kirkegaard: el payaso pidió a los espectadores que ayudasen a apagar el fuego de las cortinas de atrás del teatro. Todos reían y aplaudían pues pensaban que era parte del espectáculo. Nadie hizo caso al payaso hasta que el fuego quemó el teatro entero y a todos los que estaban dentro y aún en los alrededores.

El segundo presupuesto, ausente casi siempre en los analistas económicos convencionales, es el estado gravemente enfermo del planeta Tierra. La aceleración productivista está destruyendo rápidamente las bases físico-químicas que sustentan la vida, además de producir una espantosa erosión de la biodiversidad (cerca de cien mil especies, según E. Wilson, desparecen cada año) y el imparable calentamiento global, cuyos gases de efecto invernadero han alcanzado en la actualidad los niveles más elevados desde hace 800 mil años. Con la subida de la temperatura 2 grados centígrados podremos todavía gestionar la biosfera. Sin embargo, si no hacemos nada a partir de ahora, como afirmó ya en 2002 la sociedad científica norteamericana, aun en este siglo podríamos conocer el “calentamiento abrupto”. Este podría llegar a 4-6 grados centígrados más. Bajo esa temperatura, advierte la comunidad científica, las formas de vida conocidas no podrían subsistir y gran parte de la humanidad se vería afectada gravemente con millones de víctimas.

¿Cómo salir de ese impasse? Tal vez nadie tenga condiciones para ofrecer una alternativa realmente viable, porque tiene una dimensión que va más allá de Brasil, pues es global. A nosotros, los intelectuales, nos toca reflexionar, alertar y urgir medidas concretas. Es nuestro imperativo ético.

Mi bola de cristal me sugiere tres caminos:

El primero, ante la gravedad de la crisis, consiste en crear un consenso mínimo, suprapartidario, que incluya a parlamentarios progresistas, sindicatos, empresas, intelectuales, ONGs, iglesias y pueblo de la calle en torno a un proyecto mínimo de Brasil fundado en algunos principios y valores asumidos por todos (seguramente se exigirá una reforma política, tributaria y fuerte inversión en la agroecología). Estimo que el liderazgo de Lula sería suficientemente fuerte todavía para encabezar esta propuesta. El Gobierno de Itamar Franco, pos-crisis Collor, podría servir de referencia inspiradora.

El segundo sería constituir un frente amplio y vigoroso de partidos progresistas, sindicatos y otros grupos e intelectuales progresistas para hacer frente al fuerte avance de la derecha con sus políticas neoliberales, asociadas al proyecto-mundo liderado por los países centrales. La derecha no tiene una preocupación social consistente, pues ella está interesada en el crecimiento vía PIB que favorece a las clases propietarias y a los bancos, dejando a los pobres allí donde siempre han estado, en la periferia.

Nuevamente estimo que la figura más adecuada para tejer este frente progresista sería Lula. Pero su dirección debería ser pluralista y no personalista. La convergencia en la diversidad no anularía las singularidades de los partidos y de los grupos que tienen su identidad y su historia. Pero ante un peligro general, deben relativizar lo particular en función de lo universal.

El tercer camino sería que el PT haga una rigurosa auto-crítica (hasta hoy no la ha hecho), se recomponga internamente, refuerce el nexo del poder con los movimientos sociales, politice lo más rápidamente posible las bases y se presente con una agenda nueva que completaría la primera, cuyos temas básicos serían la infraestructura de salud, educación, transporte, la urbanización de las favelas, la reforma política, la tributaria y la agraria, entre otros puntos.

Pero veo que el desgaste del PT, a partir de un puñado de traidores y ladrones que llenaron de vergüenza a más de un millón de afiliados y desmoralizaron al país ante sí mismo y ante el mundo, vuelve frágil, tal vez hasta ineficaz este camino.

Por algunas de estas salidas se podrá superar la perplejidad, el sentimiento de impotencia y construir alguna esperanza de que todavía tenemos solución. En cualquier caso, lo que de verdad cuenta en la superación de cualquier crisis es esta tripleta, verdadera Trinidad de la economía sana que va más allá del PIB pequeño o grande: el empleo, el salario y la promoción social de las bases. Eso garantizará la supervivencia de la mayoría y creará un orden soportable.

En todo caso, a la derecha política que elucubra salidas fuera de la democracia, debemos oponer el derecho. No podemos aceptar que se rompa el rito democrático pues la historia ha mostrado que aquella no tiene un compromiso serio con la democracia; para salvar sus intereses no teme romper las reglas.

En cuanto a nosotros, no nos es permitido desistir de buscar lo mejor para nuestro país, más allá de las diferencias y desavenencias que puedan existir. El bien común debe prevalecer sobre cualquier otro bien particular.

Leonardo Boff es filósofo, ecólogo y escritor.

Traducción de MJ Gavito Milano

¿Qué nos dirán nuestros hijos y nietos?

Todos los países, especialmente los que están pasando por crisis financieras, como es el caso de Brasil en 2015, tienen una obsesión persistente: tenemos que crecer, tenemos que asegurar el crecimiento del PIB que resulta de la suma de todas las riquezas producidas por el país. Es un crecimiento fundamentalmente económico en la producción de bienes materiales. Cobra una alta tasa de iniquidad social (desempleo y reducción de los salarios) y una perversa devastación ambiental (agotamiento de los ecosistemas).

En realidad deberíamos hablar primero de desarrollo que comporta elementos materiales imprescindibles, pero principalmente dimensiones subjetivas y humanísticas como la expansión de la libertad, de la creatividad y de la formas de moldear la propia vida. Desgraciadamente somos todos rehenes de ese súcubo que es el crecimiento. Hace bastante tiempo que el equilibrio entre crecimiento y preservación de la naturaleza se rompió a favor del crecimiento. El consumo ya supera en un 40% la capacidad de reposición de los bienes y servicios del planeta. Y está perdiendo su sostenibilidad.

Hoy sabemos que la Tierra es un sistema vivo autorregulador en el cual se entrelazan todos los factores (teoría de Gaia) para mantener su integridad. Pero está fallando en su autorregulación. De ahí el cambio climático, los eventos extremos (vendavales, tornados, desregulación de los climas) y el calentamiento global que nos puede sorprender con graves catástrofes.

La Tierra está intentando buscar un equilibrio nuevo subiendo su temperatura entre 1,4 y 5,8 grados centígrados. Comenzaría entonces la era de las grandes devastaciones (el antropoceno) con la subida del nivel de los océanos, afectando a más de la mitad de la humanidad que vive en sus costas. Millares de organismos vivos no tendrían tiempo suficiente para adaptarse o mitigar los efectos perjudiciales y desaparecerían. Gran parte de la propia humanidad, hasta el 80% según algunos, podría no poder subsistir más sobre un planeta profundamente alterado en su base físico-química.

Con acierto afirma el ambientalista Washington Novaes: «ahora no se trata ya de cuidar el medio ambiente sino de no sobrepasar los límites que podrán poner en peligro la vida». Hay científicos que sostienen que nos estamos acercando al punto de no retorno. Es posible disminuir la velocidad de la crisis pero no detenerla.

Esta cuestión es preocupante. En sus discursos oficiales, los jefes de estado, los empresarios y, lo que es peor, los principales economistas, casi nunca abordan los límites del planeta y los problemas que eso puede traer a nuestra civilización. No queremos que nuestros hijos y nietos mirando hacia atrás nos maldigan a nosotros y a toda nuestra generación porque sabíamos de las amenazas y poco o nada hicimos para escapar de la tragedia.

El error de todos habrá sido seguir al pie de la letra el extraño consejo de Lord Keynes para salir de la gran depresión de los años treinta:

«Durante por lo menos cien años debemos simular delante de nosotros mismos y ante cada uno que lo bello es sucio y lo sucio es bello, porque lo sucio es útil y lo bello no lo es. La avaricia, la usura, la desconfianza deben ser nuestros dioses porque ellos son los que nos podrán guiar hacia la salida del túnel de la necesidad económica rumbo a la claridad del día… Después vendrá el retorno a algunos de los principios más seguros y ciertos de la religión y de la virtud tradicional: que la avaricia es un vicio, que la usura es un crimen y que el amor al dinero es detestable» (Economic Possibilities of our Grand-Children). Así piensan los principales responsables de la crisis de 2008 que nunca fueron castigados.

Es urgente redefinir nuevos fines y los medios adecuados a ellos que ya no pueden ser simplemente producir devastando la naturaleza y consumir ilimitadamente. Nadie tiene la salida a esta crisis de civilización. Pero sospechamos que ella debe orientarse por la sabiduría de la naturaleza misma: respetar sus ritmos, su capacidad de soporte, dar centralidad no al crecimiento sino a la sustentación. Si nuestros modos de producción respetasen los ciclos naturales seguramente tendríamos lo suficiente para todos y preservaríamos la naturaleza de la cual somos parte.

Cubrimos las heridas de la Tierra con esparadrapos. Remiendos no son remedios. Prácticamente nos restringimos a esos remiendos con la ilusión de que estamos dando una respuesta a las urgencias que significan vida o muerte.