Ohne den Fuß gibt es weder Fußball noch eine Weltmeisterschaft

Leonardo Boff

Zu Ehren der Millionen Fußballfans bei dieser Weltmeisterschaft habe ich diese Hommage an den Fuß verfasst, ohne den es weder Fußball noch eine Weltmeisterschaft gäbe. Hier ist der Text, in dem sich alles um den Fuß dreht.

Wenn ein Außerirdischer auf die Erde käme und beobachten würde, wie die Menschen mit ihren Füßen umgehen, wäre er vermutlich entsetzt. Es scheint, als hielten sie die Füße für den unwürdigsten Teil des Körpers, denn sie verstecken sie. Schlimmer noch: Sie versuchen, ihre Füße mit einem Stück Stoff, das man Socken nennt, einzuengen.

Dann zwängen sie ihre Füße in etwas Härteres – aus Leder –, etwa in Schuhe oder Turnschuhe. Und damit nicht genug: Sie schnüren die Schuhe – mit den Füßen darin – mithilfe dünner Schnüre oder Senkel fest zu, um sicherzustellen, dass sich die Füße nicht befreien können.

Und schließlich verlagern sie ihr gesamtes Körpergewicht auf ihre Füße und zwingen sie so dazu, den Staub der Wege zu riechen, die Härte der Steine ​​zu ertragen und den Schmutz der Pfützen zu spüren.

Diese Interpretation der Füße durch die Außerirdischen ist jedoch von außen betrachtet und irrtümlich. Wir pflegen unsere Füße, da sie unser natürliches Fortbewegungsmittel darstellen. Wir laufen fast immer im Haus und auf dem Gras umher. Zudem sind die Füße das überzeugendste Zeichen unserer Hominisierung. Wir ließen das Tierreich hinter uns, als sich unsere menschenaffenartigen Vorfahren aufrichteten und begannen, aufrecht zu gehen – um weiter blicken zu können, was die Gehirnentwicklung und die Entdeckung der besten Nahrungsquellen ermöglichte.

Anatomisch gesehen sind die Füße ein Wunderwerk: mit einem widerstandsfähigen Spann, der der Reibung standhält, und einer festen Sohle, die vor der Beschaffenheit des Untergrunds schützt. 

Ein Geflecht aus kleinen Sehnen stützt die Gelenke, die für das Gleichgewicht bei Fußbewegungen sorgen. Was Tänzer alles mit ihren Füßen anstellen können! Es gibt sogar Menschen, die mit den Füßen malen oder schreiben. Es existieren eindrucksvolle Gemälde des großen spanischen Künstlers Goya, die mit den Füßen geschaffen wurden.

Der Fuß ist so bedeutend, dass er von vielen antiken und modernen Völkern – etwa den Angelsachsen – als Maßeinheit gewählt wurde. Ein Fuß entspricht 30,48 cm. Die Dichtung, die edelste Form der Literatur, muss über die richtigen Versfüße verfügen, um harmonisch zu wirken – dies gilt insbesondere für das Sonett, die höchste Form der Dichtung.

Ohne Füße gäbe es keinen Fußball – einen Sport, für den die Füße alles bedeuten. Nicht einmal die Autoren des Magazins *LIBERTA* haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre eigene Weltauswahl zusammenzustellen. Es ist der kreativste, vielfältigste und mobilisierendste Sport, den es gibt. Er wird ausschließlich mit den Füßen gespielt. Die Hände zählen nicht; sie sind nur dem Torwart gestattet. Doch selbst dieser kickt den Ball meistens mit dem Fuß.

Im Fußball dient der Fuß als Metapher für das Beste, was wir zu bieten haben: die gelungene Verbindung von individueller Leistung und gemeinschaftlichem Zusammenspiel. Fußball kann eine wahre Schule der Tugend sein – er lehrt Selbstbeherrschung, Gelassenheit, Freundlichkeit und Verständnis, indem man sich entscheidet, auf einen Tritt nicht mit einem weiteren Tritt zu reagieren. Da wir Menschen sind, verlieren wir bisweilen die Beherrschung, und solche Dinge können vorkommen. Dennoch ist ein solches Verhalten nicht zulässig. Ein Spieler, der seinen Fuß auf diese Weise einsetzt, wird verwarnt, mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft und womöglich sogar des Feldes verwiesen. Ohne den Fuß gäbe es keine Fußballmeisterschaften – geschweige denn die Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada.

Die vielfältigen Bedeutungen des Fußes erlauben es uns, ein Loblied auf den Fuß zu singen. 

In einer Welt, die politisch keinen Sinn ergibt – in der Staatschefs durch Konflikte wie jene im Gazastreifen (unter Beteiligung Israels), in der Ukraine (mit Russland), im Kongo und im Iran (wo die USA ständig im Streit mit anderen liegen und den Terrorismus bekämpfen) stolpern –, bietet uns die Fußball-Weltmeisterschaft einen Ankerpunkt, um uns eine Weltgemeinschaft vorzustellen, die ein freundschaftliches, ja brüderliches Miteinander fördert – getragen von der Begeisterung der Fans aller Nationen. Es ist bedauerlich, dass all dies durch Präsident Trump verzerrt wurde, der faktisch einen berühmten Schiedsrichter sowie ganze Betreuerstäbe aus dem Spiel drängte.

Einerseits sollten wir uns vor utopischen Entwürfen hüten; andererseits dürfen wir nicht davon ablassen, zivilisierte Formen des globalen Zusammenlebens anzustreben. Natürlich bleibt diese Welt weit hinter dem Traum all jener zurück, die sich eine andere, mögliche Welt vorstellen – einem Traum, der in der unerschütterlichen Hoffnung des Menschen wurzelt.

Wir können schon jetzt den richtigen Fuß voranstellen, indem wir den Opfern zur Seite stehen, auch wenn wir manchmal wegen des Drucks der Mächtigen und ihrer Drohungen einen Schritt zurückweichen müssen. Aber wir werden in dieser heiligen Sache standhaft bleiben, in dem Wissen, dass man sie nicht erreicht, wenn man den Rücken kehrt. Wir werden niemals davonlaufen. Sondern wir werden beharrlich und ausdauernd standhaft bleiben.

Hoffentlich lassen uns Verwandte und Freunde niemals im Stich. Sonst müssen wir das gleiche Leid ertragen wie ein Blinder, der sich, der Arme, mit seinem Blindenstock orientiert und hier und da stolpert und sich dabei die Füße verletzt.

Wie offensichtlich ist, sind unsere Füße für fast alles in unserem Leben von grundlegender Bedeutung. Sie bilden das Fundament für so vieles. Wenn wir tief und fest schlafen wollen, sagt man, wir schlafen „mit ausgestreckten Beinen“ (auf Spanisch: „dormir a piernas sueltas“).

Dieser Text wünscht der brasilianischen Nationalmannschaft einen großartigen Start – ebenso wie den Journalisten und Kommentatoren des Magazins *LIBERTA* (vom Instituto Conhecimento Liberta / ICL), die beschlossen haben, ein eigenes Team aufzustellen. Wer das Magazin *LIBERTA* abonniert, erhält auf Fakten basierende Nachrichten und Kommentare, die absolut schlüssig sind. Bleiben wir stets wachsam und aufrecht.

Leonardo Boff schreibt wöchentlich Beiträge für die Zeitschrift LIBERTA, die vom Instituto Conhecimento Liberta (ICL) herausgegeben wird.

Senza il piede non ci sarebbero né calcio né Coppa del Mondo

Leonardo Boff

In omaggio ai milioni di tifosi di calcio presenti a questi Mondiali, ho scritto questo elogio del piede, senza il quale non ci sarebbero né calcio né Coppa del Mondo. Ecco il testo completo, incentrato sul piede.

Se qualche extraterrestre venisse sulla Terra e notasse come gli umani trattano i loro piedi, sospetto che ne rimarrebbe scandalizzato. Sembra che considerino i piedi la parte meno nobile del corpo tanto da nasconderli. Peggio ancora, cercano di soffocarli con un pezzo di stoffa, chiamato calzino.

Poi strangolano i piedi con qualcosa di più duro, le scarpe di cuoio o da ginnastica. E non contenti, legano le scarpe con i piedi dentro, con dei lacci sottili, per assicurarsi che i piedi non si liberino.

E infine, scaricano tutto il peso del corpo sui piedi, costringendoli a odorare la polvere delle strade, a soffrire la durezza delle pietre e a sentire il fango delle pozzanghere.

Ma questa interpretazione dei piedi, fatta da alieni, è esteriore e sbagliata. Ciò che facciamo ai piedi è prendercene cura, poiché i piedi costituiscono il nostro naturale mezzo di trasporto. Quasi sempre andiamo a piedi scalzi in casa e sull’erba. Più ancora, i piedi sono il segno più evidente della nostra ominide. Abbiamo lasciato indietro il regno animale quando i nostri antenati antropoidi si sono alzati in piedi e hanno iniziato a camminare in posizione eretta, per vedere più lontano, consentendo lo sviluppo del cervello e la scoperta dei cibi migliori.

Anatomicamente i piedi sono un miracolo, con un dorso duro per assorbire gli attriti e una pianta coerente per proteggersi dalla ruvidezza del terreno.

Una rete di piccoli tendini assicura le articolazioni che forniscono equilibrio ai movimenti dei piedi. Cosa non fanno i ballerini con i piedi?! Ci sono persino persone che dipingono o scrivono con i piedi. Esistono quadri drammatici del grande pittore spagnolo Goya che li ha dipinti con i piedi.

Il piede è così importante che è stato scelto da molti popoli antichi e moderni, compresi gli anglo-sassoni, come unità di misura. Un piede corrisponde a 30,48 cm. La poesia, la forma più nobile di letteratura, ha bisogno dei piedi giusti per essere armoniosa, soprattutto la forma più elevata di poesia che è il sonetto.

Senza i piedi non avremmo il calcio, per il quale i piedi sono tutto. Persino i giornalisti della rivista LIBERTA si sono proposti di creare una propria selezione. È lo sport più creativo, vario e coinvolgente che esista. Solo con i piedi. La mano non vale, è consentita solo al portiere. Ma in quel caso, anche lui calcia di solito la palla con il piede.

Il piede nel calcio costituisce una metafora di ciò che meglio possiamo rappresentare: la felice combinazione di prestazione individuale e cooperazione di gruppo. Il calcio può essere una vera scuola di virtù: autocontrollo, tranquillità, gentilezza e la capacità di comprensione non replicando a un calcio con un calcio (in brasiliano ponta-pé). Poiché siamo umani e perdiamo il controllo, a volte può succedere. Ma non è permessa. Il giocatore che usa il piede in questo modo è ammonito con un cartellino giallo oppure punito con un cartellino rosso ed essere espulso. Senza il piede, non ci sarebbero campionati di calcio, tanto meno la Coppa del Mondo di calcio in Messico, negli Stati Uniti e in Canada.

I vari significati di piede ci permettono di fare l’elogio del piede.

In un mondo politicamente senza piedi né testa, con capi di Stato che entrano con i piedi al posto delle mani nei conflitti come nella Striscia di Gaza con Israele, in Ucraina con la Russia, in Congo e in Iran con gli Stati Uniti sempre in piedi di guerra con altri e contro il terrorismo, troviamo nel Campionato Mondiale di Calcio un piede per pensare a una società mondiale che dia piede a forme di convivenza amichevole e persino fraterna, incontrando un piede d’appoggio nell’entusiasmo dei tifosi di tutti i paesi. È una pena che tutto ciò sia stato distorto dal Presidente Trump, che ha dato un calcio (ponta-pé) a un famoso arbitro e a intere equipe tecniche.

Da un lato, dobbiamo stare con un piede dietro difronte gli utopismi; dall’altro, non dobbiamo tirare indietro il piede nella ricerca di forme civili di convivenza globale. Logicamente, questo mondo non arriva neppure ai piedi del sogno di tanti che desiderano un altro mondo possibile, tenendo i loro piedi ben piantati in un’incrollabile speranza umana.

Possiamo iniziare con il piede giusto fin da ora, schierandoci ai piedi delle vittime, anche se a volte dovremo fare un passo indietro a causa delle pressioni dei potenti e delle loro minacce. Ma battiamo i piedi (restiamo saldi) in questa sacra causa, sapendo che non si può raggiungere con il pé nas costas (voltando le spalle). Giammai andiamo dar no pé (arrendersi). Ma insisteremo e persisteremo batendo o pé (rimanendo saldi).

Oxalá, che i nostri parenti e amici non ci lascino a piedi. Altrimenti, soffriremo quanto un pé de cego che, poverino, si muove con un bastone e vive inciampando qua e là, facendosi male ai piedi.

Come si comprende, i piedi sono fondamentali in quasi tutto nella nostra vita. Essi danno piede (forniscono le basi) per tantissime cose. Quando vogliamo dormire comodamente, diciamo che dormiamo con i piedi divaricati (in spagnolo: dormir a piernas sueltas).

Questo testo augura buona fortuna alla Seleção Brasileira e anche ai giornalisti e commentatori della rivista LIBERTA dell’Instituto Conhecimento Liberta (ICL) che hanno deciso di creare la propria selezione. Chi si abbona alla rivista LIBERTA riceverà notizie con i piedi nella verità e commenti con testa e piedi. Manteniamoci sempre attenti e in piedi.

Leonardo Boff collabora settimanalmente con la rivista LIBERTA dall’Instituto Conhecimento Liberta (ICL)

(https://www.revistaliberta.com.br)

(Traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)

Essere Papa in tempi di “anticristi”

    Leonardo Boff

Papa Leone XIV, durante la sua visita in Spagna a giugno, ha rilasciato dichiarazioni esplicite in cui ha contrapposto l’intelligenza artificiale (IA) all’intelligenza emotiva (IE), che “ci dà conforto, significato, speranza e vicinanza”, cosa che l’IA non fa. Ha criticato i governi autoritari che producono guerre mortali. In questo contesto, ho scritto questo testo.

San Giovanni, nella sua Prima Epistola, dice: “Ecco, molti anticristi ci sono” (1 Giovanni 2,18). In effetti, viviamo in tempi in cui sono emerse figure con le caratteristiche tipiche degli “anticristi”. Non sono io a dirlo. Lo affermano seri studiosi della Bibbia, tutti nord-americani: “The Fourth Beast: Is Donald Trump The Antichrist?” di Lawrence R. Moelhauser del 2016; “Is Trump the Antichrist?” di D. Xander Varo del 2017; “Donald Trump Is the Antichrist“, di Drew Ponder del 2025. Tutte queste affermazioni possono essere verificate su Google cercando i loro nomi e i riassunti delle loro dichiarazioni.

Insieme alla figura di Trump dobbiamo aggiungere Benjamin Netanyahu, il mostruoso Erode, genocida di migliaia di bambini innocenti nella Striscia di Gaza e nel Sud del Libano.

Quali sono le caratteristiche degli “anticristi”, valide principalmente per chi si presenta come l’”Imperatore del mondo”, Donald Trump? Il primo attributo è presentarsi come una divinità, come lo ha fatto con la figura di Gesù Cristo guaritore. Un altro tratto è quello di essere nemico di ogni forma di vita, suggerendo ai suoi seguaci di non vaccinarsi contro il Coronavirus e conducendo una guerra letale in tutto il mondo, con totale disprezzo per la moralità e l’etica. Dice chiaramente che sarà lui a definire cosa sia morale ed etico. Un altro elemento è quello di de-costruire l’intero ordine economico e sociale mondiale, basato su regole, introducendo il caos con effetti devastanti per tutti, in particolare per i paesi più poveri. Un’altra caratteristica è quella di imporre la pace non attraverso il dialogo e la diplomazia, ma con la forza, sia economica, commerciale o militare, ovvero una pacificazione forzata. Il nuovo ordine che vuole imporre non passa per la pace, ma per la capitolazione di chi gli si oppone. Infine, è l’estrema arroganza e il narcisismo senza limiti che giustificano la menzogna come metodo e l’eliminazione di ogni vincolo, arrivando persino a confrontarsi in modo ingannevole con la persona di Papa Leone XIV. Si erge a padrone della vita e della morte delle persone e di una delle culture più venerabili e antiche come quella della Persia (Iran). Ci sarebbero altri spunti, contenuti soprattutto nell’Apocalisse, in particolare nella figura dei quattro cavalieri (capitolo 6). Ciò che vale per Trump può essere trasposto per  Netanyahu a causa dei suoi crimini umanitari.

Per completare questo tenebroso scenario, è importante includere le decine di guerre che si stanno consumando simultaneamente con grande letalità. Sono già state fatte minacce di utilizzo di armi nucleari tattiche (meno distruttive) o strategiche, capaci di minacciare tutta la vita sul pianeta, lasciando il sole per lungo tempo bianco a causa delle particelle atomiche. Non ci sarebbe fotosintesi, né ossigeno a sufficienza, né produzione di alimenti. Coloro che sopravviveranno invidieranno quanti sono morti prima…

In queste condizioni, come esercita il suo ministero papale Leone XIV? Non è un Papa con il carisma proprio di Papa Francesco, di immensa luminosità, libertà di spirito e piena coscienza di ciò che accade nel mondo. Diceva che eravamo in una “terza guerra mondiale a pezzi“. Il suo avvertimento era stato chiarissimo come il sole: “Questa volta siamo tutti sulla stessa barca, nessuno si salva da solo, o ci salviamo tutti o nessuno si salva” (Fratelli tutti, nn. 32, 137, 138).

Papa Leone dimostra il carisma della calma serenità. Non alza la voce, non improvvisa, poiché scrive praticamente tutti i suoi interventi. Con questa serena calma, si colloca in faccia a due fronti: quello interno della Chiesa e quello esterno, nel mondo sconvolto. Ma in Spagna ha mostrato tutta la sua emotività.

Internamente nella Chiesa enfatizza l’unità. Esistono fratture all’interno della Chiesa, in particolare con coloro che ancora esitano ad abbracciare la via cristiana proposta dal Concilio Vaticano II (1962-1966). Altri non accettavano un Papa proveniente dalla fine del mondo, che rompe con lo stile imperiale e con le modalità con cui la Chiesa si era organizzata a livello istituzionale, con i palazzi, i simboli pagani nei paramenti liturgici di vescovi e cardinali. Era un uomo tra gli uomini, un Francesco di Roma, ispirato da Francesco d’Assisi, soprattutto nella sua attenzione per i poveri. Papa Leone ha raccolto questa eredità grazie alla sua estrema sensibilità per e con i poveri, dimostrata specialmente nei paesi che ha visitato in Africa. Lui si impegna a costruire ponti, accogliendo anche la diversità liturgica nella Chiesa.

Non vuole esercitare il suo ufficio come sovrano con pieni poteri (cfr. canone 331), ma nella forma sinodale. Vale a dire, vuole camminare insieme a tutti i fedeli, sì, come colui che conferma la fede comune.

L’unità si propone anche per un’umanità così lacerata dai pregiudizi, dalle violente esclusioni degli immigrati, come accade negli Stati Uniti e anche in Europa. Il Giovedì Santo, nella lavanda dei piedi in un carcere ha incluso donne di tutte le etnie e credenze.

Rispetto al fronte esterno, mostra un inequivocabile carisma del coraggio. Sente, come suo dovere evangelico di Pastore di pronunciarsi sulla sanguinosa e cupa situazione del mondo. Qui il grande tema è la pace. Nelle sue parole, “una pace disarmata e disarmante“. Il presidente Trump ha minacciato di sterminare “l’intera civiltà” dell’Iran. Papa Leone XIV, il 7 aprile, ha denunciato questa minaccia come “veramente inaccettabile“. Ha invitato tutti a “contattare le autorità, i leader politici, i membri del Congresso, a chiedere loro, a dire loro, di lavorare per la pace e di rifiutare sempre la guerra“.

Al Ministro della Guerra americano, ha detto: “Non si può fare la guerra invocando il nome di Dio“. Al presidente Trump, che lo ha considerato “debole” e “privo di comprensione della politica mondiale”, ha risposto con serenità: «Non ho paura né dellamministrazione Trump né di parlare chiaramente del messaggio del Vangelo. […] Sono chiamato a fare ciò che la Chiesa è chiamata a fare».

Con determinazione sottolinea: «La stabilità e la pace non si costruiscono con minacce reciproche, né con armi che seminano distruzione, dolore e morte, ma solo attraverso un dialogo ragionevole, autentico e responsabile». Come i papi Francesco e Giovanni XXIII, papa Leone XIV sostiene: «Se rimanessimo indifferenti a questo grido dei poveri, essi griderebbero al Signore contro di noi e questo diventerebbe un peccato per noi (cfr. Dt 15,9) e, in questo modo, ci allontaneremmo dal cuore stesso di Dio» (Dilexi Te, n. 8).

Molto si potrebbe dire sull’attuale Papa. Ma concludo dicendo che è l’unico ad opporsi direttamente agli «anticristi» che stanno conducendo l’umanità verso un precipizio. Si è trasformato, senza volerlo, ma spinto dalla drammatica situazione del mondo attuale, a essere il portavoce dell’umanità, dell’impegno per la solidarietà, per la fraternità universale. Invoca la speranza, come ha detto in Spagna: «la speranza non si alimenta solo di idee o progetti, ma anche nella capacità di amare, di commuoversi e di credere». Egli rappresenta un grido per la cura della Madre Terra e dell’impegno ecologico universale. Esige un sacro rispetto per ogni persona umana. E indica il multilateralismo come il cammino da seguire per l’umanità. In questo senso si inserisce la sua importantissima enciclica Magnifica Humanistas.

Leonardo Boff scrive per la rivista online LIBERTA dell’ICL (https://www.revistaliberta.com.br); ha inoltre scritto per Religión Digital Spagna 5/6/26 ed è autore del libro: “Sustentabilidade e cuidado”, ICL/Contratempo 2025 (https://www.leonardoboff.org).

(Traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)

Aprender a pensar com os pobres da Terra e oprimidos

Leonardo Boff

       Nisso se caracteriza alguém que pratica a teologia da libertação: ele tem um pé na academia, na faculdade de teologia, e outro no meio dos filhos e filhas da pobreza, nas periferias. Este tipo de teologia sustenta algo óbvio: a pobreza significa eticamente uma injustiça social e politicamente uma opressão. Contra a opressão vale a libertação. Esta é levada avante pelos próprios pobres que se conscientizam oprimidos, se organizam e começam  lá nas bases com práticas que visam a superar sua situação. Isso é feito a partir da leitura comunitária da Bíblia: confrontam uma página da Bíblia com outra página de sua realidade sofrida. Daí tiram, depois de muita reza, cantoria e reflexão, os passos concretos a serem assumidos por todos. Os teólogos que se dispõem a caminhar com as comunidades mudam sua visão da sociedade e da Igreja.

Tudo isso é tão cristalino que me espanta o fato de que a teologia da libertação tenha sofrido e ainda sofra perseguição e difamação. Se bem repararmos este procedimento vem dos grupos que nunca vivenciaram realmente os padecimentos do mundo dos pobres e oprimidos. Isso mesmo me confessou pessoalmente o amigo Cardeal Joseph Ratzinger, aquele que, por ofício, presidiu meu julgamento nos espaços da antiga ex-Inquisição.Mas especialmente são os setores conservadores da Igreja e da sociedade que veem em todo movimento  dos pobres, algo perigoso para a ordem vigente, coisa de comunistas.Por esse argumento Jesus, acusado de subversivo, pelos religiosos da época, como atesta Lucas (cf.23,5) nunca teria  sido crucificado, mas morrido na cama  cercado de discípulos.

O que distingue um teólogo da libertação de outros colegas do Centro e também da Periferia é a opção pelos pobres, contra a pobreza e a favor da justiça social e da libertação. Esta diligência implica um grande aprendizado, coisa que não ocorre quando o teólogo restringe seu ofício ao mundo acadêmico. Mas com a inserção, descobre a garra dos pobres, sua resiliência e profunda fé no Deus que escuta o grito dos oprimidos e mostra sua ternura para com os condenados da Terra. Surpreende a presença da graça de de Deus nas situações mais inusitadas  que nos obrigam a pensar para além do bem e do mal. Assim  o sugere a mensagem de Jesus, cujo Abba (Paizinho querido) ama a todos, para além das categorias  do bem e do mal e mostra misericórdia aos ingratos e maus (Lucas, 6,35).  

Vou narrar duas experiências vividas na periferia pobre enquanto lecionava na faculdade o Tratado de Graça, um dos mais difíceis da teologia pois encerra muitas condenações.

Encontrei-me com Raimundo em Canindé que logo me pediu: Frei, vim buscar água benta. Para que você quer a água benta, perguntei. Ele respondeu: é para benzer minha casa. Mas isso, eu como padre, posso fazer e vou aí com você. Não pode, frei. É até feio  dizer, mas vou confessar: vivo com uma mulher sem ter casado na igreja. Tenho dois erros com ela: primeiro, porque é preta, segundo, porque a tirei da prostituição. Quero experimentar viver com ela, dar-lhe carinho e compreensão. Se ela for capaz de viver com um homem só, comigo, então vou casar na igreja. Agora estou em pecado. Por isso vim pegar água benta para benzê-la e rezar para eu sair do pecado. Se tudo der certo, o senhor, frei, fará nosso casamento. Tempos depois, fiz o casamento com muita pipoca e coca-cola.

Esse homem, Raimudo, amou. Seguramente nem saberia que o verdadeiro nome de Deus é amor. E quem ama, está com Deus, como diz São João em sua epístola (1 Jo 4.16) e não com o pecado.

Encontrei religiosas em Xapuri  no coração da floresta do Acre. Mantinham na sala um seringueiro que parecia ter lepra. Passando por uma ruela, uma das religiosas viu uma placa com os dizeres:Casa da Caridade. Foi se informar e soube que a Casa pertencia à dona Josefina. A religiosa  convidou-a para ir  até ao conventinho e ver um doente de lepra.  Logo ao entrar e olhar longamente o doente, Josefina disse: Irmãzinha, isso não é lepra, é só micose. Deixa, que vou tratá-lo na Casa da Caridade. Curiosa, a religiosa perguntou: para que serve esta Casa? Josefina respondeu: é para todos os doentes do interior da mata e para quem não tem onde dormir. Como a senhora mantém a Casa da Caridade? Josefina, um pouco constrangida, respondeu: eu tenho uma boate.Preciso me sustentar. As mulheres daqui não têm trabalho e quase todas  são  prostitutas. Precisam alimentar a família e eu  o pessoal que fica na Casa. Só pego para mim o necessário. O que sobra é para manter a Casa da Caridade. Cozinho para eles, lavo-lhes a roupa e compro os remédios. Tudo de graça. Para pagar o meu pecado. Sei que é contra a lei de Deus. Mas a lei da vida não é também aceita por Deus?

Ao ouvir a história fiquei abismado e pensei comigo: o amor de Josefina  é o que significa a graça que eu ensino, quer dizer, o amor concreto de Deus na situação concreta das pessoas.Lembrei-me da mulher, tida por prostituta, que beijou os pés de Jesus e os ungiu com perfume, chorava e com os cabelos enxugava as lágrimas (Lucas 7,38). Face aos que pensavam mal, Jesus disse:”onde quer que no mundo se pregar a boa-nova, será lembrado o que ela fez”(Marcos 14,9). Foi puro amor, graça divina.

Esses dois fatos mostram o amor de Deus que é o que chamamos de  graça: ela vem quando quer, sobre quem quer e em qualquer situação. Há flores que florescem nos pântanos. E são as mais brancas e belas.Essa flor tem um nome:Josefina da Casa da Caridade. O amor generoso se chama Raimundo, aquele da água benta.

Leonardo Boff escreve para a revista do ICL LIBERTA ((https://www.revistaliberta.com.br);  escreveu também, Graça e  Expeiriência humana,Vozes,muitas edições,2012 (https://www.leonardoboff.org).