Zärtlichkeit – das Lebenselixier der Liebe

 

Die Wege, die das Herz eines Mannes mit dem Herzen einer Frau verbinden, sind rätselhaft. Ebenso rätselhaft sind die Wege zwischen den Herzen zweier Männer und genauso zwischen den Herzen zweier Frauen, die einander finden und sich gegenseitig ihre Liebe bekennen. Aus solchen Verbindungen entsteht Verliebtsein, Liebe und schließlich Ehe oder eine dauerhafte Beziehung. Da dies in Freiheit geschieht, sind die Paare unwägbaren Ereignissen ausgesetzt.

Unser Geschick ist nie ein für allemal festgelegt. Es steht in ständigem Dialog mit der Umgebung. Dieser Austausch lässt niemanden unberührt. Jeder ist ihm ausgesetzt. Gegenseitige Treue steht auf dem Prüfstand. In der Ehe folgt auf die Leidenschaft der Alltag mit seiner eintönigen Routine. In ihrem gemeinsamen Leben erfahren die beiden Trennungen, vulkanartige Ausbrüche der Begeisterung für eine andere Person. Nicht selten folgt auf die Ekstase die Enttäuschung. Es kommt zu Komplikationen, Vergebung, Erneuerung von Versprechen und Versöhnung. Doch die Wunden bleiben und hinterlassen auch nach ihrer Heilung noch Narben, die daran erinnern, was einst weh tat.

 

Liebe ist eine flackernde Flamme, die brennt, die aber auch schwinden und allmählich mit Asche bedeckt werden kann, bis sie schließlich erlischt. Es muss nicht einmal soweit kommen, dass die Menschen einander hassen. Vielmehr werden sie einander gleichgültig. Dies ist der Tod der Liebe. Im 11. Vers des spirituellen Liedes des Mystikers Johannes vom Kreuz, der Lieder über die Liebe zwischen der Seele und Gott dichtete, heißt es mit feiner Beobachtungsgabe: „Der Schmerz der Liebe verheilt nur durch Präsenz und Nähe“. Platonische, virtuelle Liebe oder Liebe auf Distanz reicht nicht aus. Liebe verlangt nach Präsenz und Nähe. Liebe braucht die konkrete Nähe, die aus mehr als nur der körperlichen Nähe besteht, sondern des Blicks von Aug in Aug bedarf sowie des Herzens, das den Herzschlag des anderen spürt.

 

Der mystische Poet drückt dies treffend aus: Liebe ist eine Krankheit, die nur durch das geheilt werden kann, was ich als essentielle Zärtlichkeit bezeichnen würde. Zärtlichkeit ist das Lebenselixier der Liebe. Wenn wir unsere Liebe schützen, bestärken und ihr Nachhaltigkeit verleihen wollen, müssen wir zärtlich mit unserem Partner/unserer Partnerin umgehen. Ohne den Balsam der Zärtlichkeit fehlt der heiligen Flamme der Liebe die Nahrung. Sie erlischt.

 

Was ist Zärtlichkeit? Wir wollen gleich zu Beginn psychologische und oberflächliche Konzepte außer acht lassen, die Zärtlichkeit als bloße Emotion und Erregung beim Fühlen der Anwesenheit des anderen identifizieren. Sich nur auf Gefühle zu konzentrieren, schafft Sentimentalität. Sentimentalität ist das Ergebnis unzureichend entwickelter Subjektivität. Solche Personen verschließen sich in sich selbst und zelebrieren die Gefühle, die der andere in ihnen hervorrief. Sie können nicht aus sich herausgehen.

 

Im Gegensatz dazu entsteht Zärtlichkeit dann, wenn jemand nicht nur um sich selbst kreist, sondern sich auf den anderen zu bewegt, den anderen als anderen wahrnimmt, an dessen Leben teilnimmt und es sich gestattet, sich von der Lebensgeschichte des anderen berühren zu lassen. Der andere prägt ihn, indem er im anderen verweilt, nicht wegen der Gefühle, die dadurch in ihm entstehen, sondern aus Liebe, aus Anerkennung für den anderen und für sein Leben und sein Ringen. „Ich liebe dich nicht etwa, weil du schön bist. Du bist schön, denn ich liebe dich.“

 

Zärtlichkeit ist die Zuneigung, die wir für die anderen um ihretwillen hegen. Zärtlichkeit ist Achtsamkeit ohne Besessenheit. Zärtlichkeit ist weder unmännlich noch verweichlicht. Es ist eine Zuneigung, die auf ihre eigene Weise den anderen zugänglich macht. Als Papst Franziskus mit den Bischöfen in Rio de Janeiro sprach, bat er sie um die „Revolution der Zärtlichkeit“ als die Bedingung für wahre pastorale Begegnung.

 

In Wirklichkeit kennen wir einander nur dann gut, wenn wir einander mögen und die Person, mit der wir eine Gemeinschaft gründen wollen, uns etwas bedeutet. Zärtlichkeit kann und sollte mit außerordentlichem Engagement Hand in Hand gehen können, wie es der Revolutionär par excellence, Ernesto Che Guevara, (1928-1968) vormachte. Seine inspirierenden Worte sind uns noch heute wertvoll: „Wir müssen uns abhärten, ohne die Zärtlichkeit zu verlieren“. Zärtlichkeit impliziert Kreativität und Selbstverwirklichung unseres Mitmenschen und durch die von uns geliebte Person.

 

Eine von Zärtlichkeit geprägte Beziehung ist frei von Angst, denn sie strebt nicht nach ihrem Vorteil und nach Beherrschung. Zärtlichkeit ist die dem Herzen eigene Stärke, sie ist der tiefe Wunsch, den Weg mit dem anderen gemeinsam zu gehen. Die Angst des anderen ist meine eigene Angst, sein Erfolg ist auch mein Erfolg, und sein Wohl bzw. seine Not sind auch mein Wohl oder meine Not und im Grunde genommen nicht nur meines sondern das aller.

 

Blaise Pascal (1623-1662), der französische Philosoph und Mathematiker des 17. Jh., traf eine wichtige Unterscheidung, die uns hilft, die Zärtlichkeit besser zu verstehen: Er unterscheidet zwischen dem Esprit de Finesse und dem Esprit de Géométrie. Der Esprit de Finesse ist der Geist der Reinheit, der Sensibilität, der Achtsamkeit und der Zärtlichkeit. Der Geist denkt und räsoniert nicht nur. Er geht darüber hinaus: der Vernunft fügt er die Sensibilität hinzu, die Intuition und die Fähigkeit zu tiefen Gefühlen. Aus dem Geist der Reinheit entstand die Welt der Begabungen, der großen Träume, der Werte und Zugeständnisse, in die Zeit und Energie zu investieren sich lohnt.

 

Der Esprit de Géométrie ist der Geist des Rechnens und der Arbeit, dem es um Effizienz und Macht geht. Doch wo Macht sich konzentriert, gibt es weder Zärtlichkeit noch Liebe. Aus diesem Grund sind autoritäre Personen so hart und ohne Zärtlichkeit und manchmal auch gnadenlos. Doch dies ist die Lebensweise, die unsere Moderne beherrscht. Sie findet alles verdächtig und lässt außer acht, was mit Zuneigung und Zärtlichkeit zu tun hat.

Von hier stammt das furchtbare Vakuum unserer „geometrischen“ Kultur mit ihrem Übermaß an Sensationen und dem Mangel an tief gehenden Erfahrungen; mit fantastischen Anhäufungen von Wissen, doch einem Mangel an Weisheit; mit einem Zuviel an Muskelkraft, aber Mangel an Zärtlichkeit oder Achtsamkeit für den anderen, die Erde und deren Söhne und Töchter, für die gemeinsame Zukunft aller.

 

Die Liebe und das Leben sind zerbrechlich. Ihre unbesiegbare Kraft schöpfen sie aus der Zärtlichkeit, mit der wir sie umgeben und für immer nähren.

 

 übersetzrt von Bettina Gold-Hartnack

 

Der eigentliche Grund für die Umweltkrise: der Bruch in der universellen Beziehun

 

Es gibt viele Gründe, die zur aktuellen Umweltkrise führten. Wir kommen hier jedoch auf die eigentliche Ursache zu sprechen: die beständige Abkehr des Menschen von seiner grundlegenden Verbindung mit dem übrigen Universum und dessen Schöpfer. Diesen Bruch hat der Mensch verursacht und für dessen Dauer und Fortbestand gesorgt.

 

Es gibt eine zutiefst mysteriöse und tragische Dimension in der Geschichte der Menschheit und des Universums. Die jüdisch-christliche Tradition nennt diese fundamentale Frustration die „Sünde der Welt“, und in der Theologie heißt sie, gemäß dem Hl. Augustinus, der diesen Ausdruck prägte, „Erbsünde“ oder „Sündenfall“. Die Vorsilbe „Erb“ hat nichts mit den historischen Wurzeln dieses Anti-Phänomens oder folglich mit der Vergangenheit zu tun. Vielmehr bezieht es sich auf das, was dem Menschen eigen ist, was die fundamentale und radikale Ursache seiner menschlichen Existenz betrifft und damit die aktuelle Conditio Humana.

 

Noch weniger kann Sünde auf eine rein moralische Dimension oder auf menschliches Versagen reduziert werden. Sie bezieht sich auf eine allgemeine Haltung und damit auf eine Unterwanderung aller menschlichen Beziehungen. Es geht um eine ontologische Dimension des Menschen, verstanden als ein Netz von Beziehungen. Dieses Netz ist verzerrt und korrumpiert, was allen Arten von Beziehungen schadet.

 

Es ist wichtig hervorzuheben, dass es sich bei der Erbsünde um die Interpretation einer fundamentalen Erfahrung handelt, einer Antwort auf die Herausforderung eines Rätsels. Beispielsweise kann es in Japan einen wunderschön blühenden Kirschbaum geben, während gleichzeitig ein alles zerstörender Tsunami in Fukushima wütet. Auf der einen Seite haben wir eine Mutter Teresa von Kalkutta, die sich um die gestrandeten Menschen auf der Straße kümmert, und auf der anderen Seite einen Hitler, der sechs Millionen Juden in die Gaskammern schickt. Warum dieser Widerspruch? Philosophen und Theologen haben lange nach einer Antwort gesucht. Bisher jedoch ohne Erfolg.

 

Ohne all die möglichen Interpretationen zu vertiefen, gehen wir von derjenigen aus, die sich unter den religiösen Denkern einer wachsenden Zustimmung erfreut: Sie sieht die Unzulänglichkeit als einen Moment im Evolutionsprozess. Gott schuf kein Universum, das augenblicklich fertiggestellt und gleich perfekt war. Vielmehr löste Gott einen zu vervollkommnenden Prozess aus, dessen Ende noch offen ist und der sich in Richtung immer komplexerer, subtiler und perfekter Formen bewegt. Wir hoffen, dass er einst seinen Omega-Punkt erreichen wird.

 

Unzulänglichkeit ist kein Defekt, sondern ein sich in Entwicklung befindlicher Prozess. In ihr drückt sich nicht Gottes eigentlicher Plan für Seine Schöpfung aus, sondern ein Moment inmitten eines immensen Prozesses. Mit dem irdischen Paradies ist nicht die Nostalgie für ein verlorenes goldenes Zeitalter gemeint, sondern das Versprechen für eine noch vor uns liegende Zukunft. Die erste Seite der Bibel ist tatsächlich ihre letzte. Zu Beginn wird eine Art Miniaturmodell der Zukunft vorgestellt, um die Leser und Leserinnen mit der Hoffnung auf ein gutes Ende für die ganze Schöpfung zu erfüllen.

 

Der Hl. Paulus sah den traurigen Zustand der Schöpfung als eine Unterwerfung unter die Vergänglichkeit (mataiótes) und zwar nicht aufgrund des Menschen, sondern aufgrund Gottes selbst. Die exegetische Bedeutung des Wortes „Vergänglichkeit“ weist auf den Reifungsprozess hin. Die Natur hat ihre Reife noch nicht erreicht. Aus diesem Grund befindet sie sich zurzeit immer noch weit von ihrem letzten Ziel entfernt. Deshalb „seufzt die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag und liegt in Geburtswehen“ (Röm 8,22). Der Mensch nimmt teil an diesem Reifungsprozess und seufzt ebenfalls (Röm 8,23). Alle Geschöpfe erwarten bangend die volle Ausreifung der Söhne und Töchter Gottes, denn zwischen ihnen und dem Rest der Schöpfung besteht eine tiefe Interdependenz und Verbindung. Ist der Reifezustand erreicht, wird auch die Schöpfung an der glorreichen Freiheit der Kinder Gottes teilhaben (siehe Röm 8,20).

 

Dann wird der letzte Plan Gottes erfüllt sein, und erst dann wird Gott in der Lage sein, die ersehnten Worte auszusprechen: „Und Er sah, alles war gut.“ Noch sind diese Worte Prophezeiungen und Versprechen für die Zukunft, denn nicht alles ist gut. Ernst Bloch, der Philosoph des Prinzips Hoffnung, drückte dies so aus: „Genesis steht am Ende, nicht am Anfang.“ Der Verzug im Reifungsprozess des Menschen impliziert einen Verzug in der Schöpfung. Die Fortschritte des Menschen bedeuten einen Fortschritt für das Ganze. Die Menschheit kann ein Instrument zur Befreiung oder aber ein Hindernis auf dem Evolutionsprozess darstellen.

 

Und hierin befindet sich das Drama: Als die Evolution den Level der Menschheit erreichte, erlangte sie einen Zustand des Bewusstseins und der Freiheit. Der Mensch wurde als ein Schöpfer geschaffen. Menschen können zu einem guten Zweck in die Natur eingreifen und für sie sorgen, oder sie für einen schlechten Zweck zerstören. Es begann vielleicht mit dem Entstehen des Homo habilis vor 2,7 Millionen Jahren, als Werkzeuge geschaffen wurden, mit denen die Menschen in der Lage waren, in die Natur einzugreifen, ohne deren Rhythmus zu berücksichtigen. Zu Beginn kann dies ein simpler Akt gewesen sein. Doch seine Wiederholung schuf eine Haltung von mangelnder Achtsamkeit. Anstatt gemeinsam auf einer Stufe mit allem zu sein und zu leben, stellte der Mensch sich über die Dinge und dominierte sie. Und so ging es stets weiter bis zum heutigen Tag.

 

Damit fielen die Menschen aus der natürlichen Solidarität mit allen Lebewesen heraus. Sie verstießen gegen den Plan des Schöpfers, der den Menschen als Mit-Schöpfer gewollt hat, dessen Genie die unvollkommene Schöpfung hätte vervollkommnen sollen. Doch stattdessen nahm der Mensch den Platz Gottes ein. Die Stärke der menschlichen Intelligenz und seines Willens versetzte ihn in die Lage, sich als ein „kleiner Gott“ zu fühlen und sich so zu verhalten, als wäre er tatsächlich Gott.

 

Dies ist die große Spaltung von der Natur und dem Schöpfer, die der ökologischen Krise zugrunde liegt. Das Problem liegt in der Art des menschlichen Wesens, das im Lauf der Geschichte eher eine „geophysikalische Zerstörungskraft“ (E. Wilson) entwickelte statt eine Kraft der Achtsamkeit und der Bewahrung.

 

Die Lösung dieses Problems besteht darin, sich wieder mit allen Dingen zu verbinden. Es ist nicht notwendig, religiöser zu werden, sondern bescheidener, eher ein Teil der Natur, verantwortlich für deren Nachhaltigkeit, und achtsamer in jeglicher menschlichen Aktivität. Die Menschheit muss zur Erde zurückkehren, von der sie sich selbst exiliert hat, und deren Bewahrer werden. Dann wird der natürliche Vertrag wiederhergestellt. Auch durch die Öffnung hin zum Schöpfer wird der unlöschbare Durst des Menschen gestillt. Die Frucht dafür wird der Friede sein.

 

 Übersetzt von Bettina Gold-Harnack

 

 

 

 

 

¿Qué se entiende por terrorismo?


Las manifestaciones pacíficas de junio y julio de 2013 en Brasil y otras en lo que va del año 2014 mostraron también paralelamente la actuación violenta de los Black Blocs que, enmascarados, cometían actos vandálicos, atacaban a policías, culminando con la muerte del camarógrafo Santiago de Andrade. Se planteó entonces el tema del terrorismo.

Es arriesgado empezar calificando de terrorismo los actos violentos practicados. Estos se produjeron en el seno de grupos insatisfechos con ciertas alianzas del PT con políticos altamente desacreditados o como reacción a la violencia policial. Puede estar presente un rasgo ideológico como oposición radical al sistema macroeconómico neoliberal, dentro del cual se sitúa Brasil. Embisten contra sus símbolos, como los bancos, dañándolos. Piensan ilusamente que rompiendo sus fachadas alcanzan el corazón del sistema. Éste no cambia por la “violencia simbólica” sino por un proceso histórico-social, generalmente prolongado. Tales grupos están cargados de decepción y amargura y dan rienda suelta a su estado de ánimo a través de acciones destructivas.    

¿Se pueden calificar tales actos como expresión de terrorismo? Pienso que no sería exacto. El terrorismo tiene por detrás un radicalismo excluyente sea de naturaleza religiosa o política. Lleva a los militantes a sacrificar la vida para sus propósitos. Fue paradigmático el terrorismo islámico que llevó al atentado del 11 de septiembre de 2001 contra Estados Unidos. A partir de entonces el miedo se instaló en todo el país. Y el miedo produce fantasmas que desestabilizan a las personas y el orden vigente. Así, por ejemplo, un árabe en Nueva York pide información a un policía y éste lo detiene, imaginando que se trata de un terrorista. Después se comprueba que era un simple ciudadano inocente.

Esta fenomenología muestra la singularidad del terrorismo: la ocupación de las mentes. En las guerras y en las guerrillas se necesita ocupar el espacio físico para imponerse efectivamente. Así fue en Afganistán y en Irak. En el terror, no. Basta ocupar las mentes con amenazas que producen miedo, internalizado en la población y en el gobierno. Los norteamericanos ocuparon físicamente el Afganistán de los talibanes y el Irak de Saddam Hussein, pero Al Qaeda ocupó psicológicamente las mentes de los norteamericanos. La profecía que hizo el 8 de octubre de 2001 el autor intelectual de los atentados del 11 de septiembre, el todavía vivo Osama Bin Laden, se realizó: “Los Estados Unidos no tendrán seguridad, nunca más, nunca más tendrán paz”.

Para dominar las mentes por el miedo, el terrorismo sigue la siguiente estrategia: (1) los actos tienen que ser espectaculares, en caso contrario, no causan una conmoción generalizada; (2) a pesar de ser odiados, deben provocar admiración por la sagacidad empleada; (3) deben sugerir que han sido minuciosamente preparados; (4) deben ser imprevistos para dar la impresión de ser incontrolables; (5) sus autores deben quedar en el anonimato (usar máscaras) porque cuantos más sospechosos, mayor miedo; (6) deben provocar miedo permanente; (7) deben alterar la percepción de la realidad: cualquier cosa diferente puede configurar el terror

De modo formal: terrorismo es toda violencia espectacular, practicada con el propósito de ocupar las mentes con miedo y pavor. Lo importante no es la violencia en sí sino su carácter espectacular, capaz de dominar las mentes de todos.

Está en debate en el Ministerio de Justicia, en los órganos de seguridad del Estado y en el Parlamento una legislación que trata de tipificar los actos destructivos de los Black Blocs como terrorismo. Pero cuidado, no se trata de terrorismo como el que he descrito. Los actos, por su carácter destructivo, tienen rasgos de terrorismo sin ser terrorismo propiamente dicho. Si lo tratamos como terrorismo, como ya lo advirtió el Ministro de Justicia Eduardo Cardoso, corremos el riesgo de instaurar el miedo en la sociedad, miedo que acaba inhibiendo las manifestaciones populares. Con medidas de carácter anti-terrorista podemos estar llevando agua al molino de los Black-Blocks: ocupar, por el miedo, las mentes de la población. Basta aplicar las leyes existentes con las sanciones en ellas previstas.

Más importante que saber quien cometió y comete actos de violencia es saber por qué se recurre a ellos. El analista político Wanderley Guilherme dos Santos que se dio a conocer por preanunciar el golpe civil-militar de 1964 con el texto “Quién va a dar el golpe en Brasil” en el Boletín Carta Maior de febrero nos alerta sobre los Whitetblocks: los dueños del capital, nacional e internacional, que no quieren ningún cambio por temor a perder su nivel de acumulación. No es imposible que puedan estar detrás de los Black blocks. De ahí la importancia del seguimiento por parte de los órganos de información del Estado, pues el golpe civil-militar de 1964 nos dejó serios indicios respecto a estas fuerzas. Fue un golpe de clase con uso de la fuerza militar.

Nuestra sociedad altamente desigual y discriminatoria ofrece siempre razones para la indignación violenta. Cumplir la Constitución posibilitando educación, garantizando lo mínimo para todos, mostrando amor a las personas como lo ha hecho, ejemplarmente, la esposa del camarógrafo Santiago de Andrade y la ministra Maria do Rosário, de la Secretaría Nacional de Derechos Humanos, son caminos de otro tipo de estrategia política, ciertamente más eficaces que la pura y simple represión policial, que ataca los efectos pero no llega al corazón de esta violencia, que, si no se contrarresta puede transformarse en eventual terrorismo organizado.
 
Leonardo Boff es autor de Fundamentalismo, terrorismo, religión y paz, Vozes, Petrópolis, 2009.
 
Traducción de Mª José Gavito Milano

Tenderness: the life-blood of love


The paths that connect the heart of a man to the heart of a woman are mysterious. Equally mysterious are the paths between the hearts of two men and similarly between the hearts of two women who find each other and declare their mutual love. From those connections is born the falling in love, love; and finally marriage or permanent union. Since we deal with liberties, the couples are exposed to imponderable events.

Existence itself is never established once and for always. It exists in permanent dialogue with the environment. That exchange leaves no one immune. Everyone lives exposed. Mutual loyalties are tested. In a marriage, passion is followed by daily life with its dull routine. In their lives together the two experience separations, volcanic passions erupt with fascination for another person. It is not uncommon that the ecstasy is followed by deception. There are twists, forgiveness, renewal of promises and reconciliation. But the wounds always remain, such that even when healed, scars remain as a reminder that once they bled.

Love is a living flame that burns, but that can diminish and slowly be covered with ashes, until it is extinguished. It is not that the persons come to hate each other, rather, they become indifferent to each other.  That is the death of love. The 11th verse of the Spiritual Canticle of the mystic Saint John of the Cross, which are songs of love between the soul and God, says with acute observation: «the pain of love is only healed with presence and closeness». Platonic, virtual love, or love at a distance are not enough. Love demands presence. Love needs the concrete closeness that, more than just the physical, is the face-to-face, and the heart feeling the throb of the heart of the other.

The mystic poet puts it well: love is an ache that, in my words, is only cured with what I would call essential tenderness. Tenderness is the life-blood of love. If you want to guard, fortify, and give sustainability to love, be tender with your companion. Without the balm of tenderness the sacred flame of love is not nourished.  It burns out.

What is tenderness? To begin with, let us set aside psychological and superficial concepts that identify tenderness as a mere emotion and the excitement of feeling the other’s presence. To concentrate only on feelings creates sentimentalism. Sentimentalism is a product of insufficiently integrated subjectivity. It bends in on itself and celebrates the sensations provoked by the other. It does not reach beyond itself.

Tenderness, by contrast, arises when one is not centered only in oneself, but reaches out in the direction of the other, feeling the other as other, participating in the existence of the other, and allowing oneself be touched by the history of the other’s life. The other marks the subject, by its lingering in the other, not for the sensations that it evokes in one, but for love, for the appreciation of the other and the value of that person’s life and struggle. “I love you not because you are beautiful; you are beautiful because I love you”.

Tenderness is the affection we give to others for themselves. Tenderness is caring without obsession. Tenderness is neither effeminacy nor renouncing of rigor. It is an affection that, in its own way, opens us to the knowledge of the other.  Speaking with the bishops in Rio de Janeiro, Pope Francis asked them for “the revolution of tenderness,” as a condition for a true pastoral encounter.

In reality we only know each other well when we have affection and feel involved with the person with whom we want to establish communion. Tenderness can and should coexist with extreme undertakings for a cause, as was truly exemplified by the absolute revolutionist Ernesto Che Guevara (1928-1968). We hold dear his inspiring sentence: “we must be hardened but without losing tenderness” . Tenderness includes the creativity and self-realization of the person next to us and through the person we love.

A relationship of tenderness does not involve anguish, because it is free from the search for advantage and domination. Tenderness is the heart’s own strength, it is the profound desire to share paths. The anguish of the other is my anguish, their success is my success and their salvation or perdition is my salvation and, in deep down, not only mine but of all.

Blaise Pascal (1623-1662),  XVII century French philosopher and mathematician, made an important distinction that helps us understand tenderness: he distinguished the esprit de finesse from the esprit de géometrie. The esprit de finesse is the spirit of purity, of sensibility, of caring and of tenderness. The spirit does not only think and reason. The spirit goes beyond: to reason it adds sensibility, intuition and the capacity of feeling in depth.  From the spirit of purity is born the world of excellencies, of the great dreams, of the values and commitments to which it is worth dedicating one’s time and energy.

The esprit de géometrie is the spirit of calculus and work, interested in efficacy and power. But where power is concentrated there is neither tenderness nor love. This is why authoritarian persons are hard and without tenderness and, sometimes, without pity.  But this is the mode of being that has dominated all modernity. It has cornered, and placed under great suspicion, all that is related to affection and tenderness.

From here also comes the terrifying vacuum of our “geometric” culture, with its plethora of sensations but without deep experiences; with fantastic accumulation of knowledge but with scant wisdom, with too much muscular vigor, too much sexualizing, too many artifacts of destruction, as shown by the serial killers, but without tenderness or the caring for one another, for the Earth, and her sons and daughters, for the common future of all.

Love and life are fragile. Their invincible strength comes from the tenderness with which we envelope and nourish them forever.

Free translation from the Spanish sent by
Melina Alfaro, alfaro_melina@yahoo.com.ar,
done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU