Ent-Teufeln des Satans

In Zeiten politischer und präsidialer Kampagnen ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Kandidat seinen Gegner dämonisiert. Es wird sogar fälschlicherweise unterschieden, wer auf der Seite Gottes und wer auf der Seite des Teufels oder Satans steht.

Der Begriff “Satan” (hebräisch) oder “Teufel” (lateinisch) hat im Laufe der Geschichte viele positive und negative Bedeutungen erhalten. Dies geschieht in vielen Religionen, insbesondere in den abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam).

Wir müssen jedoch sagen, dass niemand so viele Ungerechtigkeiten erlitten hat und so “dämonisiert” wurde wie Satan selbst. Zu Beginn war das nicht so. Aus diesem Grund ist es wichtig, kurz die Geschichte des Satans oder des Teufels in Erinnerung zu rufen.

Er wird zu den “Söhnen Gottes” gezählt, wie auch die anderen Engel, wie es im Buch Hiob (1,6) heißt. Er ist im himmlischen Hof; deshalb ist er ein Wesen der Güte. Er ist nicht die böse Figur, die er später sein wird. Aber er hat von Gott eine ungewöhnliche und undankbare Aufgabe erhalten: Er soll gute Menschen wie Hiob prüfen, der “ein rechtschaffener, aufrechter, gottesfürchtiger Mann und weit entfernt vom Bösen” ist (Hiob 1,8). Er muss ihn auf die Probe stellen, um herauszufinden, ob er wirklich das ist, was alle über ihn sagen: “Es gibt keinen wie ihn auf Erden” (Hiob 1,8). Als eine von Satan geförderte Prüfung verliert Hiob alles, Familie, Besitz und Freunde. Aber er verliert seinen Glauben nicht.

Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. kam es zu einer großen Veränderung, als die Juden die babylonische Gefangenschaft (587 v. Chr.) in Persien erlebten. Dort wurden sie mit der zoroastrischen Lehre vom Kampf zwischen dem “Fürsten des Lichts” und dem “Fürsten der Finsternis” konfrontiert. Sie übernahmen diese dualistische und manichäische Lehre, aus der Satan als Teil des Reiches der Finsternis, der “große Ankläger” oder der “Widersacher”, der die Menschen zu bösen Taten verleitet, hervorging. Danach kommt es zu einer Konfrontation zwischen Gott und Satan. In den spätjüdischen Texten ab dem 2. Jahrhundert, insbesondere im Buch Henoch, wird die Sage vom Aufstand der Engel unter der Führung Satans, der heute Luzifer heißt, gegen Gott ausgearbeitet. Sie erzählt vom Fall Luzifers und etwa einem Drittel der Engel, die ihm folgten und schließlich aus dem Himmel vertrieben wurden.

Dann stellt sich die Frage: Wenn sie ausgewiesen wurden, wohin sollen sie dann? Hier wurde die Kategorie der Hölle verwendet: das brennende Feuer und all die Schrecken, die von Dante Alighieri im zweiten Teil seiner Göttlichen Komödie, der der Hölle gewidmet ist, gut beschrieben wurden.
 
Im Ersten Testament (Altes Testament) wird der Teufel so gut wie gar nicht erwähnt (vgl. Chron 21,1; Samuel 24,1). Im Zweiten Testament (Neues Testament) erscheint er in einigen Berichten "... sie werden in den Feuerofen geworfen werden; dort werden sie weinen und mit den Zähnen knirschen" (Mt 8,12;13,42-50;Lk 13,27) oder im Gleichnis vom reichen Epulon und dem armen Lazarus (Lk 16,23-24) oder in der Apokalypse (16,10-11).
 
Dieses Verständnis wurde von den antiken Theologen, insbesondere von Augustinus, aufgegriffen. Er beeinflusste die gesamte Tradition der Kirche und die Lehre der Päpste und hat bis heute überlebt.
 
Die Kategorie der Hölle und der ewigen Verdammnis war ein entscheidender Faktor bei der Bekehrung der Eingeborenen in Lateinamerika und anderen Missionsgebieten und erzeugte Angst und Panik. Ihre Vorfahren, so sagte man ihnen, seien in der Hölle, weil sie keine Christen gewesen seien. Und es wurde argumentiert, dass sie das gleiche Schicksal ereilen würde, wenn sie sich nicht bekehrten und sich nicht taufen ließen. Dies zeigt sich in allen Katechismen, die kurz nach der Eroberung erstellt wurden und die Azteken, Inkas, Mayas und andere bekehren sollten. Es war die Angst, die zur Bekehrung vieler Menschen führte und immer noch führt, wie der große französische Historiker Jean Delumeau gezeigt hat. Indem man sich auf den Teufel, auf Satan beruft, versucht man heute in Zeiten des Zorns und des sozialen Hasses, den Gegner zu disqualifizieren, der oft zu einem Feind gemacht wird, der demoralisiert und schließlich liquidiert werden muss.
 
Hier müssen wir jeden Fundamentalismus des biblischen Textes überwinden. Es reicht nicht aus, Texte über die Hölle zu zitieren, auch nicht aus dem Munde Jesu. Wir müssen wissen, wie sie zu interpretieren sind, um nicht dem Gottesbild zu widersprechen und sogar die frohe Botschaft Jesu zu zerstören, die von einem Vater voller Barmherzigkeit handelt, wie der Vater des verlorenen Sohnes, der den verlorenen Sohn aufnimmt (Lk 15,11-23).
Zunächst einmal sucht der Mensch nach einem Grund für das Böse in der Welt. Er hat große Schwierigkeiten, seine eigene Verantwortung zu übernehmen. Dann überträgt er sie auf den Teufel oder die Dämonen.
Zweitens stellt die Bedeutung der Dämonen und der Hölle des Schreckens eine Pädagogik der Angst dar, um die Menschen durch Angst auf den Weg des Guten zu bringen. Dämon und Hölle sind also menschliche Schöpfungen, eine Art unheimliche Pädagogik, denn es gibt immer noch Mütter, die ihren Kindern sagen: "Wenn du nicht brav bist, kommt nachts der böse Wolf und beißt dich in den Fuß". Der Mensch kann der Satan der Erde und der Gesellschaft sein. Er kann durch Hass, Unterdrückung und Todesmechanismen die "Hölle" für andere schaffen, wie es leider in unserer Gesellschaft geschieht.
Drittens: Satan oder der Teufel ist ein Geschöpf Gottes. Zu sagen, dass er ein Geschöpf Gottes ist, bedeutet, dass Gott in jedem Augenblick dieses Geschöpf erschafft und neu erschafft, sogar im Höllenfeuer. Kann Gott, der Liebe und unendliche Güte ist, das vorschlagen? So heißt es im Buch der Weisheit: "Ja, du liebst alle Wesen und hasst nichts, was du geschaffen hast; wenn du etwas hassen würdest, hättest du es nicht erschaffen; und wie könnte etwas überleben, wenn du es nicht lieben würdest ... du bewahrst sie alle, weil sie dir gehören, du Herrscher und Liebhaber des Lebens" (Weisheit 11,24-26). Papst Franziskus hat es klar gesagt: "Es gibt keine ewige Verdammnis, sie ist nur für diese Welt".
Viertens: Die große Botschaft Jesu ist die unendliche Barmherzigkeit Gottes-Abba (Papa), der alle liebt, auch die "Undankbaren und Bösen" (Lk 6,35). Die Behauptung einer ewigen Bestrafung in der Hölle macht die gute Nachricht von Jesus direkt zunichte. Ein strafender Gott ist unvereinbar mit dem historischen Jesus, der die unendliche Liebe Gottes zu allen, auch zu den Sündern, verkündet hat. Psalm 103 deutet dies bereits an: "Der Herr ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Barmherzigkeit. Er ist nicht immer anklagend und hegt keinen ewigen Groll. Er behandelt uns nicht nach unseren Sünden... wie ein Vater sich über seine Söhne und Töchter erbarmt, so wird der Herr sich über die erbarmen, die ihn lieben; denn er kennt unser Wesen und denkt daran, dass wir Staub sind... die Barmherzigkeit des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit" (103,8-17). Gott kann niemals ein Geschöpf verlieren, ganz gleich wie böse es ist. Wenn er auch nur einen verlieren würde, hätte er in seiner Liebe versagt. Und das darf nicht passieren.
Papst Franziskus, der unermüdlich Barmherzigkeit predigt, hat es gut ausgedrückt: "Die Barmherzigkeit wird immer größer sein als jede Sünde, und niemand kann der vergebenden Liebe Gottes Grenzen setzen" (Misericordiae vultus, 2).
Das heißt aber nicht, dass wir automatisch in den Himmel kommen werden. Wir alle werden durch das Gericht und die Klinik Gottes gehen, um uns zu reinigen, unsere Sünden zu bekennen, zu lernen zu lieben und schließlich in das Reich der Dreifaltigkeit einzugehen. Das Fegefeuer ist nicht das Vorzimmer zur Hölle, sondern das Vorzimmer zum Himmel. Wer sich im Fegefeuer befindet und geläutert wird, hat bereits Anteil an der Welt der Erlösten.
Die Hölle und die Dämonen und ihr Oberhaupt, Satan, sind unsere Projektionen des Bösen, das es in der Geschichte gibt oder das wir selbst produzieren und für das wir keine Verantwortung übernehmen wollen und es auf diese finsteren Gestalten projizieren.
Wir müssen uns endlich von solchen Projektionen befreien, um die Freude an der universellen Heilsbotschaft Jesu Christi zu leben. Dies delegitimiert jede Dämonisierung in jeder Situation, insbesondere in der Politik und in den Pfingstkirchen, die die Figur des Teufels und der Hölle in einer völlig überzogenen Weise verwenden. Das macht den Gläubigen Angst, anstatt sie mit der Liebe und unendlichen Barmherzigkeit Gottes zu trösten.
Leonardo Boff,Theologe, Philosoph und Schriftsteller und schrieb Was kommt nachher? über di Hölle,Topos 2009,84-98.
 

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      DEATANIZING SATAN OR THE DEVIL

 In these times of political and presidential campaigns, it is not uncommon for a candidate to demonize his opponent. There is even an odd division between who is from God and who is from the Devil or Satan.

This term Satan (in Hebrew) or Devil (in Latin) has gained many meanings, positive and negative, throughout history. This occurs in many religions especially the Abrahamic ones (Judaism, Christianity and Islam.

However, we must say that no one has suffered so many injustices and has been so “demonized” as Satan himself. In the beginning it was not like that. For this reason it is important to briefly do the story of Satan or the Devil.

He is counted among the “sons of God” like the other angels, as it is said in the book of Job (1:6). It is in the celestial court. Therefore, it is a being of goodness. It’s not the bad figure that will win later. But he received from God an unusual and ungrateful task: he had to put to the test good people like Job, who is “a man of integrity, upright, fearing God and shunning evil” (Job 1:8). He must submit him to all kinds of tests to see if, in fact, he is what everyone says about him: “there is no other like him on earth” (Jn 1:8). As evidence promoted by Satan, he loses everything, family, possessions and friends. But he doesn’t lose faith.

There was a major mutation starting in the 6th century BC, when the Jews lived in Babylonian captivity (587 BC) in Persia. There they were confronted with the doctrine of Zoroaster which established the confrontation between the “prince of light” and the “prince of darkness”. They embodied this dualistic and Manichean view. Satan was born as a part of the kingdom of darkness, the “great accuser” or “adversary” who induces human beings to acts of evil. In sequence, the confrontation between God and Satan takes place. In late Jewish texts, from the 2nd century BC, especially in the book of Honoch, the saga of the revolt of angels led by Satan, now called Lucifer, against God is elaborated. It narrates the fall of Lucifer and about a third of the angels who adhered and ended up expelled from heaven.

The question then arises: where to put them if they were expelled? There he made use of the category of hell: burning fire and all the horrors, well described by Dante Alighieri in the second part of his Divina Comdia dedicated to hell.

In the First Testament (the Old) there is almost no mention of the devil (cf. Chron 21,1; Samuel 24,1). In the Second Testament (New) it appears in some accounts “...they will be thrown into the fiery furnace; there will be weeping and gnashing of teeth” (Mt 8,12;13,42-50; Lk 13,27) or in the parable of the rich man and the poor Lazarus (Lk 16,23-24) or in the Revelation (16,10 -11).
 
This understanding was assumed by ancient theologians, especially by St. Augustine. He influenced the entire tradition of the Churches, the doctrine of the Popes and has reached this day.
The category of hell and eternal damnation was decisive in the conversion of native peoples in Latin America and other mission places, producing fear and panic. Their ancestors, it was said, because they were not Christians, are in hell. And it was argued that if they did not convert and did not allow themselves to be baptized, they would meet the same fate. This is in all the catechisms that were elaborated shortly after the conquest with which to convert the Aztecs, Incas, more and others. It was fear, which once led and still leads to the conversion of multitudes, as shown by the great French historian Jean Delumeau. It is by appealing to the Devil, to Satan, that today, in times of rage and social hatred, one seeks to disqualify the adversary, often made an enemy to be demoralized and eventually liquidated.
 
Here we must overcome all the fundamentalism of the biblical text. It is not enough to quote texts about hell, even in the mouth of Jesus. We must know how to interpret them so as not to fall into contradiction with the concept of God and even to destroy the good news of Jesus, the Father full of mercy, like the father of the prodigal son who welcomes the lost son (Lk 15,11-23) .
First, human beings seek a reason for the evil in the world. He has great difficulty in assuming his own responsibility. Then transfer it to the Demon or demons.
Secondly, the meaning of demons and the hell of horrors represents a pedagogy of fear to make people seek the path of good through fear. Devil and hell, therefore, are human creations, a kind of sinister pedagogy, as mothers still do to children: “If you don't behave right, at night, the big bad wolf will come to bite your foot”. The human being can be the Satan of the earth and society. He can create “hell” for others through hatred, oppression and the mechanisms of death, as is unfortunately happening in our society.
Third, Satan or the Devil is a creature of God. To say that it is a creature of God, means that, at every moment, God is creating and recreating this creature, even in the fires of hell. Otherwise, it would return to nothingness. Can God, who is infinite love and goodness, propose to this? Well says the book of Wisdom: “Yes, you love all beings and hate nothing of what you have done; if you hated something you would not have created it; and how could anything subsist if you didn't want it... you spare them all because they belong to you, oh sovereign lover of life” (Wis 11,24-26). Pope Francis said it clearly: “there is no eternal damnation; she is only for this world.”
Fourthly, Jesus' great message is the infinite mercy of God-Abba (dear father) who loves everyone, even the “ungrateful and evil” (Lk 6:35). The affirmation of eternal punishment in hell directly destroys the good news of Jesus. A punishing God is incompatible with the historical Jesus who announced God's infinite love for everyone, even for sinners. Psalm 103 had already intuited this: “The Lord is merciful and forgiving, slow to anger and rich in mercy. He is not always accusing nor bears a grudge forever. He does not treat us according to our sins... as a father feels compassion for his sons and daughters, so the Lord will have mercy on those who love him, because he knows our nature and remembers that we are dust...The mercy of the Lord is from everlasting to everlasting” (103,8-17). God can never lose any creature, however perverse. If he lost her, even one, he would have failed in his love. Well, that can't happen.
Well said Pope Francis who tirelessly preaches mercy: "Mercy will always be greater than any sin and no one will be able to put limits to the love of the God who forgives" (Misericordiae vultus, 2)
This does not mean that one will enter heaven anyway. Everyone will go through the judgment and clinic of God, to be purified there, recognize their sins, learn to love and finally enter the Kingdom of the Trinity. It is the purgatory that is not the anteroom of hell, but the anteroom of heaven. Whoever is there purifying himself already participates in the world of the redeemed.
Hell and demons and the main one, Satan, are our projections of the evil that exists in history or that we ourselves produce and for which we do not want to blame ourselves and we project them onto these sinister figures.
We must finally free ourselves from such projections in order to live the joy of Jesus Christ's message of universal salvation. This delegitimizes all Satanization in any situation, especially in politics and in charismatic Pentecostal churches that use the figure of the devil and hell in a totally exorbitant way. It scares the faithful rather than comforts them with the love and infinite mercy of God.
Leonardo Boff is a theologian, philosopher and wrote: Life beyond death, Voices, many editions 2021.

Desatanizar a Satán o Diablo

En estos tiempos de campaña política y presidencial no es raro que un candidato satanice a su adversario. Se hace inclusive una división esdrújula entre quién está de parte de Dios y quién de parte del Diablo o de Satán.

Ese término Satán (en hebraico) o Diablo (en latín) ha ido adquiriendo muchos significados, positivos y negativos, a lo largo de la historia. Esto ocurre en muchas religiones especialmente en las abrahámicas (judaísmo, cristianismo e islamismo).

No obstante, debemos decir que nadie ha sufrido tantas injusticias y ha sido tan “satanizado” como el mismo Satán. Al principio no fue así. Por esta razón es importante recordar brevemente la historia de Satán o del Diablo.

Él se cuenta entre los “hijos de Dios” al igual que los demás ángeles, como se dice en el libro de Job (1,6). Está en la corte celestial; por lo tanto, es un ser de bondad. No es la figura mala que adquirirá más tarde. Pero recibió de Dios una tarea inusitada e ingrata: debe poner a prueba a las personas buenas como Job que es “un hombre íntegro, recto, temeroso de Dios y alejado del mal” (Job 1,8). Debe someterlo a todo tipo de pruebas para ver si, en realidad, es aquello que todos dicen de él: “no hay otro igual en la tierra” (Job 1,8). Como prueba promovida por Satán, Job pierde todo, la familia, los bienes y los amigos. Pero no pierde la fe.

A partir de siglo VI aC se produjo una gran mutación, cuando los judíos vivieron el cautiverio babilónico (587a.C.) en Persia. Allí se confrontaron con la doctrina de Zoroastro que establecía un combate entre el “príncipe de la luz” y el “príncipe de las tinieblas”. Ellos incorporaron esta doctrina dualista y maniquea que dio origen a Satán como parte del reino de las tinieblas, el “gran acusador” o el “adversario” que induce a los seres humanos a actos de maldad. Después se produce un enfrentamiento entre Dios y Satán. En los textos judaicos tardíos, a partir del siglo II, especialmente en el libro de Henoc se elabora la saga de la revuelta de los ángeles dirigida por Satán, ahora llamado Lucifer, contra Dios. Se narra la caída de Lucifer y cerca de un tercio de los ángeles que le siguieron y acabaron siendo expulsados del cielo.

Surge entonces la pregunta: si fueron expulsados, ¿dónde los ponemos? Ahí se hizo uso de la categoría del infierno: del fuego ardiente y de todos los horrores, bien descritos por Dante Alighieri en la segunda parte de su Divina Comedia dedicada al infierno. 

En el Primer Testamento (el Antiguo) casi no se habla del diablo (cf.Cron 21,1;Samuel 24,1). En el Segundo Testamento (Nuevo), aparece en algunos relatos “… serán lanzados en el horno de fuego; ahí será el llanto y el crujir de dientes” (Mt 8,12;13,42-50;Lc 13,27) o en la parábola del rico Epulón y el pobre Lázaro (Lc 16,23-24) o en el Apocalipsis (16,10-11).

Esta comprensión fue asumida por los teólogos antiguos, de modo especial por san Agustín. Él influenció toda la tradición de las Iglesias, la doctrina de los papas y ha llegado hasta hoy.

La categoría del infierno y de la condenación eterna fue determinante en la conversión de los pueblos originarios de América Latina y de otros lugares de misión, produciendo miedo y pánico. Sus antepasados, se les decía, por el hecho de no haber sido cristianos, están en el infierno. Y se argumentaba que si ellos no se convertían y no se dejaban bautizar conocerían el mismo destino. Esto se puede ver en todos los catecismos que se elaboraron poco después de la conquista, con los que se pretendía convertir a aztecas, incas, mayas y otros. Fue el miedo lo que condujo y sigue conduciendo a la conversión de multitudes, como ha demostrado el gran historiador francés Jean Delumeau. Es apelando al Diablo, a Satanás, como hoy en día, en tiempos de ira y de odio social, se busca descalificar al adversario, a menudo convertido en un enemigo al que hay que desmoralizar y eventualmente liquidar.

Aquí debemos superar todo el fundamentalismo del texto bíblico. No basta citar textos sobre el infierno, incluso en boca de Jesús. Debemos saber interpretarlos para no caer en contradicción con el concepto de Dios y destruir incluso la buena nueva de Jesús, del Padre lleno de misericordia, como el padre del hijo pródigo que acoge al hijo perdido (Lc 15,11-23).

En primer lugar el ser humano busca una razón para el mal en el mundo. Tiene gran dificultad para asumir su propia responsabilidad. Entonces la trasfiere al Demonio o a los demonios.

En segundo lugar, el significado de los demonios y del infierno de los horrores representa una pedagogía del miedo para, por medio del miedo, hacer que las personas busquen el camino del bien. Demonio e infierno son por lo tanto creaciones humanas, una especie de pedagogía siniestra, como todavía hay madres que dicen a los niños: “Si no te portas bien, por la noche viene el lobo malo a morderte el pie”. El ser humano puede ser el Satán de la tierra y de la sociedad. Él puede crear el “infierno” para los otros por medio del odio, la opresión y los mecanismos de muerte, como infelizmente está ocurriendo en nuestra sociedad.

En tercer lugar, Satán o el Diablo es una criatura de Dios. Decir que es una criatura de Dios, significa que, en cada momento, Dios está creando y recreando esta criatura, incluso en el fuego del infierno. ¿Puede Dios que es amor y bondad infinita proponerse hacer eso? Bien dice el libro de la Sabiduría: “Sí, tu amas a todos los seres y no detestas nada de lo que hiciste; si odiases alguna cosa no la habrías creado; y cómo podría subsistir alguna cosa si no la quisieses… salvas a todos porque te pertenecen, oh Soberano amante de la vida” (Sab 11,24-26). El Papa Francisco lo dijo claramente: “no existe condenación eterna; ella es sólo para este mundo”.

En cuarto lugar, el gran mensaje de Jesús es la infinita misericordia de Dios-Abba (papá) que ama a todos, también a los “ingratos y malos” (Lc 6,35). La afirmación del castigo eterno en el infierno destruye directamente la buena-nueva de Jesús. Un Dios castigador es incompatible con el Jesús histórico que anunció la infinita amorosidad de Dios para con todos, también para con los pecadores. El salmo 103 ya había intuido eso: “El Señor es compasivo y clemente, lento para la cólera y rico en misericordia. No está siempre acusando ni guarda rencor para siempre. No nos trata según nuestros pecados… como un padre siente compasión por sus hijos e hijas, así el Señor se compadecerá de los que le aman, porque conoce nuestra naturaleza y se acuerda de que somos polvo… la misericordia del Señor es desde siempre para siempre”(103,8-17). Dios no puede perder nunca a ninguna criatura, por más perversa que sea. Si la perdiese, aunque fuera una sola, habría fracasado en su amor. Y eso no puede suceder.

Bien dijo el Papa Francisco que predica incansablemente la misericordia: La misericordia siempre será mayor que cualquier pecado y nadie puede poner límites al amor de Dios que perdona” (Misericordiae vultus, 2).

Esto no significa que se entrará en el cielo de cualquier manera. Todos pasaremos por el juicio y por la clínica de Dios, para purificarnos, reconocer nuestros pecados, aprender a amar y finalmente entrar en el Reino de la Trinidad. El purgatorio no es la antesala del infierno, sino la antesala del cielo. Quien está en él purificándose participa ya del mundo de los redimidos.

El infierno y los demonios y el principal de ellos, Satán, son proyecciones nuestras de la maldad que existe en la historia o que nosotros mismos producimos y de la cual no queremos responsabilizarnos y la proyectamos en estas figuras siniestras.

Tenemos que liberarnos, finalmente, de tales proyecciones, para vivir la alegría del mensaje de salvación universal de Jesucristo. Eso deslegitima toda satanización en cualquier situación, especialmente en política y en las iglesias pentecostales que usan de forma totalmente exorbitante la figura del demonio y del infierno. Esto asusta a los fieles en lugar de consolarlos con el amor y la infinita misericordia de Dios.

*Leonardo Boff es teólogo, filósofo y ha escrito: Vida para além da morte, Vozes, 2021, muchas ediciones. En español, Hablemos de la otra Vida, publicado por Sal Terrae.

Tensão na reta final. E o day after?

Publicamos este texto analítico de Jean Marc, com os vários cenários possíveis face à eleição no dia 30 de outubro e nos tempos subsequentes. Vale estar atentos, pois se trata de nossa sobrevivência como nação civilizada e sem os ódios e mentiras que marcaram o governo atual. LBoff

Jean Marc von der Weid, 13 de outubro de 2022

Não devemos nos deixar levar pela emoção das multidões de vermelho enchendo as ruas e praças. Lembra meu saudoso amigo Sérgio Ricardo: “a praça é do povo, como o céu é do condor…”, cantava ele e o povo vem correspondendo. Porém, não posso deixar de lembrar que, como em muitas eleições que acompanhei desde a de Jânio Quadros em 1960, comício e passeata não ganham eleição. O exemplo mais espetacular de que me lembro foi a derrota do Frente Amplio no Uruguai em 1968, depois de levar um milhão de pessoas a um comício em Montevideo na véspera do pleito. Com um eleitorado que se contava em uns 3 milhões todos os comentaristas, de direita e de esquerda, davam o jogo por jogado. Quando as urnas se abriram o FA obteve 1,3 milhão de votos. Quase todos os seus votos estavam na manifestação.

Manifestações são importantíssimas e Lula deve insistir em promovê-las, mas não podemos descuidar da conquista voto a voto, trabalho miúdo e diário, no corpo a corpo, na mensagem individualizada, com argumentos específicos para cada caso. Só assim o nariz de Lula vai chegar na frente da carantonha de Bolsonaro no Foto Chart final destas eleições. É isso ou a surpresa dos chamados “movimentos subterrâneos”, não detectados pelas pesquisas eleitorais. A decisão vai depender de detalhes, de passos em falso de uma ou de outra campanha.

Bolsonaro deu alguns passos em falso neste segundo turno.

O primeiro foi o insulto aos nordestinos logo depois dos resultados do segundo turno. Ao desqualificar os nordestinos, que ele já havia insultado mais de uma vez ao longo de sua vida política, antes e depois de ser eleito em 2018, Bolsonaro deu o combustível para um incêndio de protestos que se alastraram na região. Mais ainda, sabendo-se que há muitíssimos nordestinos no Sudeste, sem falar nos seus descendentes, o impacto do mau passo pode ser fatal.

O segundo erro foram os insultos à devoção dos católicos, primeiro no “Sírio” de Nazaré (deve ser um santo novo, talvez nascido em Damasco) e agora no dia da padroeira, Nossa Senhora Aparecida. As tentativas de exploração política da fé foram explícitas e, frente ao fracasso em Aparecida, gerou as agressões dos seus falsos romeiros, bêbados, à fiéis e à imprensa. Bolsonaro foi sobriamente, mas decididamente, rechaçado por padres e bispos e pela multidão que lá estava para pedir bençãos. E pela CNBB em nota nacional. Com isso ele deve voltar para o seu público evangélico cativo, que nunca se chocou com um pastor, hoje propagandista de primeira linha do presidente, chutando a imagem da santa em programa televisado anos atrás. Mas mesmo este eleitorado deve estar com a pulga atras da orelha ao ver Bolsonaro fingir devoção à imagem da santa, o que o protestantismo não reconhece. Como dizia o pastor que chutou a estátua da Virgem na TV, aquilo era apenas um pedaço de madeira. Expliquem isso para os romeiros.

Para este público, que promete a ele o dobro de votos do que os dados ao Lula, segundo as pesquisas, seus asseclas andaram dando perigosas pisadas na bola. A seção de horrores explícitos, dignos da imaginação do marquês de Sade, encenada por Damares e pela primeira-dama em uma igreja da Assembleia de Deus em Goiânia, virou um tiro no pé. As denúncias estão demonstradas como mentiras deslavadas pelas próprias declarações de Damares. Ela anunciou ter provas (vídeos) dos horrores sexuais perpetrados com crianças e que ela descreveu com requinte de detalhes escatológicos na presença de crianças. Confrontada com a ausência destas provas no material que o seu ex-ministério entregou, Damares titubeou e acabou balbuciando que tinha “ouvido estas coisas nas ruas”. E os vídeos que ela disse ter visto? Vai pegar processo, sem dúvida, e pode até perder o seu mandato, antes dele começar. Ou perderia se a justiça funcionasse no Brasil. Segundo averiguado pela Globo News, esta história faz parte de um cardápio de mentiras usadas pela extrema direita americana, o grupo QAnon, para atacar todos os seus adversários, e difundido pela direita organizada internacionalmente por Steve Bannon, ex-chefe de campanha de Trump em 2016.

A reação da pastora da igreja usada por Damares e Michelle para seu circo de horrores foi imediata e o vídeo em que ela denuncia a operação da campanha Bolsonaro viralizou. Com um discurso voltado para a fé cristã ela rejeitou o terrorismo “religioso” e a exploração política dos crentes. Quem sabe ela consiga furar a muralha de fanatismo produzida pelos pastores, hoje mais fiéis a Bolsonaro do que ao Cristo. A pressão destes personagens sobre seus rebanhos chegou a um nível próprio de países sob controle de um governo islâmico. Ameaças de exclusão das igrejas e das chamas do inferno estão gerando medo entre as ovelhas que vacilam em se deixar tosquiar por Bolsonaro. Obreiros e obreiras são mobilizados como cabos eleitorais agressivos que visitam os fiéis em suas casas levando a propaganda e fazendo ameaças, até físicas. Pregações inflamadas nos cultos esquecem os temas religiosos para centrar no discurso mentiroso contra Lula, o grande satã, o aborteiro, o amigo dos bandidos, o que vai fechar as igrejas, além de outras barbaridades. Vai ser difícil, com todo este enquadramento, o povo pentecostal se livrar do fanatismo e do medo. Mas acredito que o passo em falso de Damares e a reação da pastora goiana podem gerar um movimento silencioso de reação.

Bolsonaro está nas cordas e as pesquisas continuam dando Lula com 4 a 8 pontos de vantagem em votos válidos. Até a sua empresa de pesquisas de estimação, a Paraná, ainda aponta para vantagem de 3,8% (a menor entre todas as dezenas de pesquisas) para Lula. Mas as pesquisas erraram no primeiro turno, ou não captaram uma virada de última hora a favor de Bolsonaro. Será que a história vai se repetir neste turno? Há um dado das mesmas pesquisas que preocupa muito. A rejeição de Bolsonaro está caindo e a de Lula subindo e agora eles estão empatados no limite da margem de erro, 50 a 46%. Se esta tendencia continuar até o dia 30 eles chegam empatados no quesito rejeição na boca da urna.

Neste caso, tudo vai depender de fatores como a abstenção, o crescimento de Lula no Nordeste e, ponto muito importante, a declarada ofensiva final do bolsonarismo nas seções eleitorais. Bolsonaro está convocando seus fanáticos para comparecerem em massa e permanecerem nos locais até sair o resultado. Para que? A ordem para cercar as seções indica que vai haver intimidação dos eleitores de Lula. A ordem de permanência indica que Bolsonaro vai usar esta massa disponível para provocar tumultos no caso dos dados não o favorecerem. Podemos esperar um dia de votação extremamente tenso em todo o país.

Isto me leva de volta à análise da aplicação da estratégia que eu chamei de “bola ou búlica”, em artigo divulgado meses atrás. Bolsonaro não deixou um momento de excitar suas falanges fanáticas contra o TSE e o STF. Atacou as pesquisas porque não o mostravam em primeiro lugar. Usou as forças armadas, ou melhor, usou o Ministério da Defesa para tentar levantar dúvidas sobre a lisura e segurança das urnas eletrônicas.

Neste momento estamos com uma situação insólita. O TSE engoliu todas as exigências esdrúxulas do Ministro da Defesa e o exército fez uma série de testes paralelos aos já ordinariamente utilizados pelo próprio TSE e por entidades que acompanham o processo eleitoral. Todas as outras entidades envolvidas nos testes de segurança já confirmaram que tudo se passou corretamente, mas o Ministério da Defesa, a pedido de Bolsonaro, declara que só vai apresentar o seu diagnóstico depois do segundo turno. Em off, jornalistas de respeito ouviram generais da ativa e apontaram para um desconforto com a postura do MD, já que as investigações e testes dos militares não teriam encontrado absolutamente nada de imperfeito em todo o processo. Segurar a informação só tem sentido para manter o clima de questionamento da lisura das eleições, para o caso de derrota nas urnas. É um jogo perigosíssimo para Bolsonaro, pois ele terá que questionar os resultados sem poder usar o relatório do MD, a não ser que fabriquem um falso. E isto depois de ter aceitado o resultado do primeiro turno. Será que Bolsonaro confia em sua capacidade de gerar um tal estado de confusão no país que a questão do relatório vai ser um senão, uma interrogação para a história futura?

As ordens de combate da tropa bolsominion vão no sentido de buscar um enfrentamento imediato, no dia e hora da proclamação dos resultados pelo TSE. Mas se os seus eleitores mais fanáticos cumprirem à risca as ordens o que pode acontecer? Ocupar as seções eleitorais não muda o resultado. Pode dar lugar a um movimento de revolta ludista (não é lulista, não, refere-se ao movimento dos artesãos nos inícios da revolução industrial, quebrando as máquinas que substituíam seu trabalho) com a destruição de urnas eletrônicas. Este movimento pode até levar a quebra-quebras nas seções ou no seu entorno. Muito barulho, mas pouco efeito do ponto de vista de ameaças golpistas. Não são estes bandos de vândalos que ameaçarão as instituições.

A pergunta essencial é: o que vão fazer os militares? Para começar, o que vão fazer os generais do Alto Comando do exército? Dias antes do primeiro turno uma matéria da Folha de São Paulo revelou que a maioria dos 16 generais do Alto Comando endossavam o princípio de “quem ganhar, leva”. A matéria foi desmentida pelo MD, enfaticamente, qualificando-a de Fake News. Os generais, como era de se esperar, fingiram-se de mortos. Mas os autores da matéria e o próprio jornal mantiveram suas posições e asseguraram a veracidade do que foi publicado.

Este episódio serviu para desarmar todos os que achávamos que um golpe era algo a se esperar no quadro eleitoral brasileiro. A realização das eleições em primeiro turno e a aceitação dos resultados por Bolsonaro pareceu afastar, definitivamente, o fantasma da ameaça de golpe. Na verdade, a “aceitação” dos resultados não faz parte da estratégia de Bolsonaro. Como ele esperava ganhar no primeiro turno, ele encolheu os ataques e foi pego de surpresa pelos resultados. Adiou o enfrentamento para o segundo turno.

Estes fatos colocam problemas sérios para o após segundo turno. Bolsonaro está arruinando o país para comprar votos. Está chamando os seus fanáticos para constranger eleitores. Está prometendo ataques aos locais de votação para questionar os resultados. Mas ele depende da avaliação do MD para a operação visando a anulação do pleito. A pergunta é: que vai fazer o Alto Comando do exército? Esconder a dita avaliação? Endossar o questionamento dos resultados? Ou, como afirma o artigo da Folha, vai aceitá-lo?

Se a última pergunta for respondida positivamente, Bolsonaro não terá outra opção senão apelar para uma rebelião dos oficiais de nível médio contra os comandos maiores. Este apelo é pouco provável, pelos imensos riscos deste salto no escuro. Ele significa propor uma insurreição que pode levar à sua imediata prisão se os comandos de tropa se mantiverem na obediência devida à hierarquia militar. E se a rebelião tiver apoio, Bolsonaro vai gerar uma crise militar única na nossa história, com risco de uma guerra civil. O desfecho mais provável de uma posição republicana do Alto Comando é Bolsonaro aceitar a derrota e botar a viola no saco e ir comer pão com leite moça no seu condomínio na Barra da Tijuca. E rezar para que a enxurrada de processos pendentes contra ele não chegue a sua conclusão final, que o levaria a ir jogar gamão com Sérgio Cabral em um presidio do Rio de Janeiro.

Estamos diante de duas situações de alto risco. A primeira terá que ser enfrentada por cada um de nós, aceitando bravamente os perigos de ir votar enfrentando a máfia bolsonarista ameaçando-nos fisicamente. A segunda é a decisão do Alto Comando do exército, endossando os atentados bolsonaristas ou tirando o tapete do protoditador.

No interminável rol de riscos de última hora poderemos ver a repetição da jogada político-jurídica operada em Alagoas. A Polícia Federal, com o apoio do STJ, interveio na disputa eleitoral daquele pequeno estado para favorecer Bolsonaro e seus apoiadores locais, Artur Lira como emblema. Como parece estar dando certo, podemos esperar outras operações de mesmo tipo em outros estados, e a reação do STF, como sempre, será depois que os efeitos políticos da ação tenham dado seus resultados.

Tudo indica que estamos por decidir o futuro do país por uma margem muito estreita de votos. Isto é inacreditável para qualquer um que tenha dez mil réis de inteligência, mas este é mundo em que vivemos. O mal está mandando e o bem na defensiva. Lula é, gostemos dele ou não, o último baluarte contra a barbárie nas relações sociais e políticas. O nosso esforço, enquanto brasileiros conscientes, é tentar afastar as trevas que se avolumam e ganhar tempo para redefinirmos que país queremos para nós e nossos filhos e netos. Tempo para reencontrar um espaço de diálogo entre os divergentes. Tempo para encontrar racionalidade na busca de soluções para os nossos imensos problemas sociais, muito agravados pelos quatro anos de promoção da divisão, do ódio, da doença, da miséria e do horror.

As manifestações de rua aquecem os nossos corações, mas esta eleição vai ser decidida no voto dos amigos e parentes iludidos com o monte de mentiras disseminados pela máquina de propaganda de Bolsonaro. O esforço pela vitória da civilização contra a barbárie depende de cada um de nós, na busca de tentar entender as motivações de amigos e parentes que votam no fim do futuro, que se atiram voluntariamente no buraco da destruição.

Vamos sair da bolha e buscar os outros. Escolhamos o caminho da amizade, do amor, da compreensão. Aceitemos as diferenças para tentarmos superá-las. O tempo é curto e a emergência é fatal.

Jean Marc von der Weid

Ex-presidente da UNE (1969/1971)

Fundador da ONF Agricultura Familiar e Agroecologia (AS-PTA) em 1983

Membro do CONDRAF/MDA entre 2004 e 20016

Militante do movimento Geração 68 Sempre na Luta