Marielle e Anderson vivem

 

Dois sentimentos nos tomam neste momento: de indignação e de respeito.

Indignação pela execução traiçoeira feita à lider política da comunidade da Maré, Marielle Franco, mulher, negra, pobre que sempre lutou pela dignidade e direitos desses abandonados e invisíveis. Não é à toa que aqueles que tiram a vida de tantos, tiraram também a vida da incansável defensora da vida Mirelle Franco e de seu motorista Anderson. Eles esquecem que agora ele viraram semente de tantas e tantas outras Marielles e Anderson que brotarão no seio do povo que já não aceita a humilhação e o desprezo.

Respeito diante dessa pessoa vitimada, intencionalmente, com 4 tiros na cabeça porque suas denúncias corajosas atingiam muitos que vivem do crime. Sua voz era potente demais para ser suportada. Por isso devia ser calada. Mas todos os que os acompanhamos não nos calaremos: persistiremos em denunciar a violência praticada pelo crime organizado e por um governo de exceção que escolheu o pior caminho: enfrentar com mais violência a violência instalada. Isso só produzirá uma espiral de violência.

Marielle se transformou para todos nós num arquétipo da mulher que sempre soube unir justiça social com política, sorriso irradiante e determinação na luta, ternura com vigor. É o legado imorredouro que ela nos deixa.

Marielle e Anderson vivem. Por isso todo o nosso respeito, solidariedade aos familiares e conforto à militância do PSOL e a todas as pessoas que lutam pela mesma causa.

 

Leonardo Boff e Márcia Miranda

Dom Pedro Casaldaliga wird 90 Jahre alt: Armut und Befreiung

 

 

Der Pfarrer, Prophet und Poet Dom Pedro Casaldaliga feiert am 16. Februar 2018 seinen 90. Geburtstag. Wir möchten ihn gern mit einigen Gedanken ehren, die meiner Meinung nach den roten Faden aufzeigen, der sich durch sein Leben als Christ und Bischof zieht: das Verhältnis, das er zu Armut und Befreiung entwickelte. Unter Gefährdung seines eigenen Lebens erlebte und beobachtete er sowohl Armut als auch Befreiung der am meisten Unterdrückten, der Indigenen und der Landleute, die im Bereich von São Felix del Araguaia of Mato Grosso, Brasilien, ihres Landes beraubt wurden.

Armut hat schon immer humane Aktionen und alle Arten von Interpretationen hervorgerufen. Die Armen fordern uns so sehr heraus, dass unsere Haltung ihnen gegenüber Einfluss auf unsere ultimative Begegnung mit Gott hat. Dies bestätigt sowohl das Totenbuch aus Ägypten als auch die jüdisch-christliche Tradition, die im Text des Matthäus-Evangeliums 25,31ff kulminiert.

Vielleicht besteht das größte Verdienst von Bischof Dom Pedro Casaldaliga darin, dass er die Herausforderungen der Armen der ganzen Welt, vor allem aber derer von Lateinamerika, die mit uns verbunden sind, absolut ernst nahm, sowie auch deren Befreiung.

Gewiss lebte er nach dem folgenden Prozess: Vor jeglicher Überlegung oder Hilfestrategie ist die allererste Reaktion zutiefst menschlich: sich selbst betroffen fühlen und voll Mitgefühl sein. Wie könnten wir nicht auf ihr Flehen hören oder missverstehen, was ihre flehenden Hände versuchen, uns mitzuteilen? Wenn Armut zu Elend wird, erweckt sie in allen sensiblen Personen, wie auch in Dom Pedro, Gefühle der Empörung und heiligen Zorns, wie man es klar in den prophetischen Texten lesen kann, vor allem in denen gegen das kapitalistische und imperialistische System, das immer weiter Armut und Elend hervorruft.

Liebe und Empörung sind die Grundlage der Aktionen, denen es darum geht, Armut zu lindern oder zu beseitigen. Nur diejenigen, die zutiefst lieben und diese unmenschliche Situation nicht akzeptieren, sind wirklich auf der Seite der Armen. Und Dom Pedro bezeugte diese bedingungslose Liebe.

Doch wir sind auch Realisten, denn bereits im Buch Deuteronomium wird gewarnt: “Die Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden. Darum mache ich dir zur Pflicht: Du sollst deinen notleidenden und armen Brüdern und Schwestern, die in deinem Land leben, deine Hand öffnen.“ Die Urkirche Jerusalems wird gelobt, dass es in ihr niemanden gab, dem es an etwas gemangelt hätte, denn sie teilten alles, was sie besaßen.

Die Empörung und das Mitgefühl waren es, was Dom Pedro dazu brachten, Spanien zu verlassen und nach Afrika zu gehen und schließlich nicht nur in Brasilien zu landen, sondern dort im Landesinnern, wo die Landleute und die Indigenen die Gier des nationalen und des internationalen Kapitalismus ertragen müssen.

  1. Lesart über den Skandal der Armut

Um die Anti-Wirklichkeit, welche die Armut darstellt, adäquat zu verstehen, sind folgende Klarstellungen hilfreich, die dazu dienen sollen, unser Zusammensein mit den Armen effizient zu gestalten. In den aktuellen Debatten sind drei unterschiedliche Auffassungen über Armut zu beobachten.

Als erstes die traditionelle Sichtweise, die unter einem Armen jemanden versteht, der nicht über die notwendigen Mittel zum Leben verfügt, um Miete zu bezahlen, ein Zuhause zu haben, mit einem Wort: dem es an materiellen Gütern mangelt. Die Armen überleben Arbeitslosigkeit oder unterbezahlte Arbeit und Niedriglöhne. Das System erachtet sie als ökonomische Nullen, verbranntes Öl, Überreste. Da besteht die Strategie in der Mobilisierung derer, die besitzen, um denen zu helfen, die nicht besitzen. Jahrhundertelang wurde eine breite Unterstützung in Namen dieser Vision organisiert. Eine Wohlfahrtspolitik, doch keine partizipatorische, wurde ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Haltung und Strategie, die die Armen in einer Abhängigkeit hält. Die Armen haben ihr transformatives Potenzial noch nicht entdeckt.

Im zweiten Fall, der progressiven Sichtweise, ist das Potenzial der Armen erkannt und durchschaut, dass dieses Potenzial nicht genutzt wird. Durch Bildung und Ausbildung können die Armen sich qualifizieren und weiter entwickeln. Auf diese Weise werden die Armen in den Produktionsprozess einbezogen. Sie verstärken das System, werden Konsumenten, wenn auch auf einem niedrigen Niveau, und tragen dazu bei, die ungerechten sozialen Verhältnisse aufrechtzuhalten, die weiterhin Armut hervorbringen. Dem Staat kommt die Hauptrolle zu in der Schaffung von Arbeitsplätzen für die sozial Schwachen. Die moderne, liberale und progressive Gesellschaftsschicht hat diese Perspektive eingenommen.

Die traditionelle Sichtweise sieht zwar die Armen, erfasst aber nicht ihren kollektiven Charakter. Die progressive Lesart entdeckt zwar den kollektiven Charakter, hat aber nicht erkannt, dass dieser Charakter konfliktbeladen ist. Analytisch betrachtet resultiert die Armut aus Ausbeutungsmechanismen, die die Menschen verarmen und auf diese Weise einen ernsten sozialen Konflikt erzeugen. Diese Mechanismen aufzudecken war und ist immer noch das historische Verdienst von Karl Marx. Ein Gesellschaftstypus, der stets Arme und Ausgeschlossene produziert und reproduziert, ehe er sie in den laufenden Produktionsprozess integriert, muss immer kritisiert werden.

Die dritte Position ist die der Befreiung, die zutiefst davon überzeugt ist, dass die Armen das Potenzial haben, nicht nur die Arbeitskraft und das System zu verstärken, sondern wesentlich seine Mechanismen und seine Logik zu verändern. Die Armen, die ein Bewusstsein dafür haben, sich organisieren und mit anderen Verbündeten zusammentun, können einen neuen Typus von Gesellschaft bilden. Die Armen können nicht nur planen, sondern auch die Bildung einer Demokratie umsetzen, die offen ist für die Partizipation aller auf ökonomischem und sozial-ökologischem Gebiet. Die Universalität und Fülle dieser grenzenlosen Demokratie nennt sich Sozialismus. Dies ist weder eine Perspektive der Wohlfahrt noch ist sie progressiv. Es ist wahrhafte Befreiung, denn sie macht die Unterdrückten zu den Hauptakteuren ihrer eigenen Befreiung und zu den Schöpfern einer alternativen Vision von Gesellschaft.

Die Befreiungstheologie übernahm dieses Verständnis von Armut. Dieser Theologie geht es um die Option für die Armen gegen Armut und zugunsten des Lebens und der Freiheit. Aus Solidarität mit den Armen selbst arm zu werden ist ein Engagement gegen die materielle, wirtschaftliche, politische, kulturelle und religiöse Armut. Das Gegenteil von Armut ist nicht Reichtum sondern Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.

Diese zuletzt genannte Perspektive war und ist immer noch zu beobachten und umgesetzt durch Dom Pedro Casaldaliga in all seinen pastoralen Tätigkeiten. Er setzt sogar sein Leben aufs Spiel, um die durch die Großgrundbesitzer von ihrem Land Vertriebenen zu unterstützen. Zusammen mit den Kleinen Schwestern Jesu aus dem Orden von Charles de Foucauld half Dom Pedro bei der Rettung der Tapire, die von der Auslöschung bedroht waren. Es gibt keine soziale und volksnahe Bewegung, die nicht durch diesen Seelsorger unterstützt worden wäre, der sich durch eine außerordentliche Menschlichkeit und Spiritualität auszeichnet.

  1. Die andere Armut: die essentielle Armut und die Armut des Evangeliums

Es gibt noch zwei weitere Dimensionen von Armut, die im Leben von Dom Pedro eine Rolle spielen: die essentielle Armut und die des Evangeliums.

Die essentielle Armut resultiert aus unserer Beschaffenheit als Geschöpfe, eine Armut, die konsequenterweise eine ontologische Grundlage hat, d. h. sie ist unabhängig von unserem Willen. Diese Armut entsteht aus der Tatsache, dass wir unsere Existenz nicht uns selbst zu verdanken haben. Wir existieren in Abhängigkeit von Nahrung, Wasser und den ökologischen Bedingungen des Planeten Erde. In diesem radikalen Sinn sind wir arm. Weder gehört die Erde uns noch haben wir sie geschaffen. Wir sind ihre Gäste, Durchreisende auf einem weiten Weg. Noch mehr: menschlich sind wir abhängig von Personen, die uns willkommen heißen und die mit uns leben, mit den Höhen und Tiefen die unserer menschlichen Kondition eigen sind. Wir sind alle gegenseitig voneinander abhängig. Niemand lebt in und von sich selbst. Wir alle sind involviert in einem Netzwerk von Beziehungen, die unser materielles, psychologisches und spirituelles Leben sichern. Daher sind wir arm und voneinander abhängig.

Diese Conditio humanae zu akzeptieren macht uns demütig und menschlich. Arroganz und übertriebene Selbstbehauptung haben hier keinen Platz, denn diese Eigenschaften können sich nicht selbst aufrechterhalten. Diese Situation lädt uns ein, großzügig zu sein. Wenn wir unser Dasein von anderen empfangen, müssen wir es auch anderen zur Verfügung stellen. Diese essenzielle Abhängigkeit lässt uns dankbar sein gegenüber Gott, dem Universum, der Erde und gegenüber allen, die uns so annehmen, wie wir sind. Dies ist essentielle Armut. Dieser Art von Armut machte Dom Pedro zu einem mystischen Bischof, der allen für alles dankbar ist.

Es gibt auch die Armut des Evangeliums, die von Jesus als eine der Seligpreisungen genannt wurde. In der Version des Matthäus-Evangeliums heißt es: „Selig, die arm sind von Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich“ (5,3). Diese Art von Armut steht nicht in direkter Verbindung zu Besitz oder Nicht-Besitz, sondern zu einer Seinsweise, einer Haltung, die wir als spirituelle Kindlichkeit bezeichnen könnten. Armut ist hier Synonym für Demut, Loslösung, inneres Leersein, Verzicht auf jeglichen Willen zur Macht und Selbstbehauptung. Sie impliziert die Fähigkeit, sich selbst zu leeren, um Gott aufzunehmen, Anerkennung der Beschaffenheit des Geschöpfs, vor dem Reichtum der Liebe Gottes, die uns ohne Gegenleistung zuteil wird. Das Gegenteil von Armut ist hier Stolz, Großtuerei und das Verschließen seiner selbst vor den anderen und vor Gott.

Diese Armut bezeichnete die spirituelle Erfahrung des historischen Jesus: Er war nicht nur materiell arm und nahm sich der Sache der Armen an, sondern er machte sich selbst auch arm im Geiste, denn „er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2,7-9). Diese Armut ist der Weg der Evangelien, weshalb sie auch als evangelische Armut bezeichnet wird, wir der Hl. Paulus vorschlägt: „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht“ (Phil 2,5).

Der Prophet Zefanja erlebte diese Armut im Geiste als er schrieb: „An jenem Tag brauchst du dich nicht mehr zu schämen wegen all deiner schändlichen Taten, die du gegen mich verübt hast. Ja, dann entferne ich aus deiner Mitte die überheblichen Prahler, und du wirst nicht mehr hochmütig sein auf meinem heiligen Berg. Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk, das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn“ (Zef 3,11-12).

Diese evangelische Armut und spirituelle Kindlichkeit stehen für die sichtbarsten und überzeugendsten Eigenschaften der Persönlichkeit von Dom Pedro Casaldaliga in seiner armen, doch stets sauberen Kleidung, in seiner humorvollen Sprache, selbst wenn er die Absurditäten der finanzwirtschaftlichen Globalisierung und der neoliberalen Arroganz heftig kritisiert, oder wenn er prophetisch die mittelmäßige Vision der zentralen Führung der Kirche angesichts der Herausforderungen der Elenden dieser Erde anprangert oder wenn es um Themen geht, die die ganze Menschheit betreffen. Diese Haltung der Armut zeigt sich beispielhaft in den Begegnungen mit Christen der Basisgemeinschaften, die in der Regel arm sind, wenn er unter ihnen sitzt und mit tiefer Aufmerksamkeit dem zuhört, was sie sagen, oder wenn er zu den Füßen der Referenten sitzt, seien es Theologen, Soziologen oder Träger anderen qualifizierten Wissens, ihnen zuhört, sich ihre Ideen notiert und demütig Fragen stellt. Diese Offenheit enthüllt ein inneres Leersein, das es ihm ermöglicht, kontinuierlich zu lernen und seine weisen Gedanken über die Wege der Kirche, Lateinamerikas und der Welt darzulegen.

Wenn die gegenwärtigen turbulenten Zeiten vorbei sein werden, wenn Misstrauen und Bosheit vom Strudel der Zeit verschluckt sein werden, wenn wir zurück auf die Vergangenheit blicken und die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und des Beginns des 21. Jahrhunderts bedenken werden, werden wir einen Stern am Himmel unseres Glaubens erkennen, einen Stern, der scheint, nachdem er Wolken durchquert, Dunkelheit ertragen und Stürme überwunden hat: Es wird die einfache, arme, demütige, spirituelle und heilige Gestalt eines Bischofs sein, der, auch wenn er aus einem anderen Land stammte, einer der Unsrigen wurde, und der trotz seiner Distanz uns nahe kam und Bruder aller wurde, ein universeller Bruder: Dom Pedro Casaldaliga, der heute seinen 90. Geburtstag feiert.

Leonardo Boff Ökologe, Theologe und Philosoph  Mitglied der Erdcharta Kommission

Leonardo Boff, geb. 1938, ist ein Theologe, Philosoph und Autor, der mit Michail Gorbatschow, Maurice Strong u. a. das Dokument der UNO schrieb und publizierte: die Erd-Charta. Er ist bewegt, fasziniert und inspiriert durch Dom Pedro Casaldaliga.

 

The women in the life of Jesus and His compañera Miriam de Magdala

Jesus was a Jew, and not Christian, but He broke with the anti-feminism of His religious tradition. Considering his deeds and teachings, it can be seen that he was sensitive to all that pertains to the feminine, in contrast to the cultural masculine values, centered on the submission of women. In Him we find, with an original freshness, sensibility, the capacity to love and to forgive, tenderness with children, with the poor, and compassion with the sufferers of this world; an openness to all without discrimination, especially towards God, Whom He calls Father (Abba ). He lived surrounded by disciples, men and women. Since He began His pilgrimage as a preacher, women followed Him (Lc 8,1-3; 23,49; 24,6-10; cf. E. Schlüsser-Fiorenza, Discipleship of equals, (Discipulado de iguales, 1995).

Because of the Utopia He preaches –the Kingdom of God, that is the liberation of all forms of oppression –, He breaks several taboos that weighed women down. He maintains a profound friendship with Martha and Mary (Lc 10,38). Against the ethos of that time, He converses publicly and alone with a Samaritan heretic woman, causing astonishment to the disciples (Jn 7,53-8,10). He let His feet be touched and anointed by a notorious prostitute, Magdalen (Lc 7,36-50). Several women benefited from his caring: Peter’s mother in law (Lc 4,38-39); the mother of the young man from Nain, when Jesus is resurrected (Lc 7,11-17); the little deceased daughter of Jairo, the head of a synagogue (Mt 9,18-29); the stooped woman (Lc 13,10-17); the siro-phoenician pagan, whose psychologically ill daughter was liberated, (Mc 7,26); and the woman who for twelve years suffered from bleeding (Mt 9,20-22). All those women were cured.

Many women appear in His parables, especially women who are poor, like the one who lost the coin (Lc 15,8-10), the widow who threw two cents in the coffer of the temple and it was all that she had (Mc 12,41-44), the other widow, a courageous woman, who confronted the judge (Lc 18,1-8)… Women are never seen as subjects of discrimination, but with all their dignity, on the same level as men. The criticism He makes of the social practice of divorce, for the most trivial reasons, and His defense of the indissoluble bond of love (Mc 10,1-10) have their ethical meaning in the defense of the dignity of the woman.

If we admire Jesus’ feminine sensibility (the anima dimension ), His profound spiritual sense of life, to the point of seeing His provident action in every detail of life, as in the lilies of the fields, we must also suppose that He deepened this dimension when He started His contacts with women, with whom He lived. Jesus did not just teach, He also learned. Women, with their anima, complemented His masculinity, the animus.

In short, the message and the practice of Jesus signify a rupture with the prevalent situation and the introduction of a new type of relationship, founded not in the patriarchal order of subordination, but in love as mutual giving, that includes the equality of the man and the woman. The woman emerges as a person, daughter of God, protagonist and subject of the dream of Jesus, and invited, along with the man, also to be a disciple and member of the new type of humanity.

Data from recent research confirm this fact. Two texts, called apocryphal gospels, the Gospel of Mary, (Evangelio de Maria, Vozes,1998) and the Gospel of Philip, (Evangelio de Felipe, Vozes, 2006) show a relationship clearly characteristic of Jesus. As a man He profoundly lived this dimension.

It is said that he had a special relationship with Mary of Magdala, called “compañera” (koinónos ). In the Gospel of Mary, Peter confesses: “Sister, we know that the Master loved you in a different manner than He loved other women” (op. cit., p. 111) and Levi recognizes that “the Master loved her more than He loved us”. She always appeared as His principal interlocutor, communicating to her teachings not available to the disciples. Of the 46 questions the disciples propounded to Jesus after His resurrection, 39 were made by Mary of Magdala (cf. Translation and commentary by J.Y. Leloup, Vozes, 2006, p. 25-46).

The Gospel of Philip says still more: “Three always accompanied the Master, Mary His mother, the sister of His mother, and Mary of Magdala, who is known as His compañera because Mary is to Him a sister, a mother and a wife” (koinónos: Gospel of Philip, Vozes, 2006, p. 71). Further, it is specific, affirming: “The Lord loved Mary more than to all the other disciples and He frequently kissed her on her lips. The disciples, seeing that He loved her asked Him: why do You love her more than You love all of us? The Redeemer answer them saying: And what?, Can I not love her as I love you?”(Gospel of Philip, op. cit., p. 89).

Even though such tales can be interpreted in the spiritual sense of the gnostics, because that is their matrix, we ought not exclude – as recognized exegetists say (cf. A. Piñero, The other Jesus: the life of Jesus in the apocryphals, El otro Jesús: la vida de Jesús en los apócrifos, Córdoba, 1993, p. 113)–, a true historical background, as for example, a concrete and carnal relationship of Jesus with Mary of Magdala, a basis for spiritual meaning. Why not? Is anything more sacred than true love between a man (the Son of Man, Jesus) and a woman?

An old theological saying affirms «all that is not assumed by Jesus Christ is not redeemed». If sexuality had not been assumed by Jesus, it would not have been redeemed. The sexual dimension of Jesus does not take anything away from His divine dimension. Even better, it makes it more concrete and historical. It is His profoundly human side.

Leonardo Boff Eco-Theologian-Philosopher member  ofEarthcharter Commission

Free translation from the Spanish sent by
Melina Alfaro, alfaro_melina@yahoo.com.ar.
Done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.

Omaggio alle donne il dì della loro festa

 

Oggi 8/3/2018 celebriamo il giorno della donna in un contesto di grande coscientizzazione a livello mondiale sulle violenze che soffrono le donne da parte degli uomini, mariti, fidanzati, di parenti, includendo bambini innocenti. Il mercato di donne nel mondo vale un miliardo di dollari.

La cultura patriarcale non è ancora stata superata. Per il fatto che una donna è donna, pur con la stessa competenza degli uomini, guadagna il 20% di meno, in quasi tutti i paesi del mondo. E’ da sapere come ho scritto in questo spazio, che all’ inizio di tutto sta non il maschio ( il mito di Adamo), ma il femminile, generatore di tutti gli uomini, dalle acque primordiali degli oceani e, dopo, geneticamente.

Non si sa come ricucire questa discriminazione, se non facendo una vera rivoluzione di comportamenti. Loro, le donne, la stanno facendo. Noi possiamo figurare come forze ausiliarie, cambiando noi stessi, appoggiandole in tutto e dimostrando di essere soci e compagni di loro in tutti i compiti della vita. C’è una differenza di genere, ma la differenza è per la reciprocità e per la mutualità in tal modo che noi, relazionandoci in forma paritaria, diventeremo tutti più completi e umani.

Più di metà dell’ umanità è donna. E sono anche le madri e le sorelle dell’altra metà che sono gli uomini. Come non trattarle con la dolcezza e la delicatezza che meritano? Sono state loro che ci hanno messi al mondo. stiamo sempre nel loro cuore e di lì non usciremo mai più.

Ci sono molti testi commoventi che esaltano la figura della donna. Ma ce n’è uno di grande bellezza e verità dono dell’ Africa, di una nobile Abissina, destinato a essere prefazione del libro ‘Introduzione all’essenza della Mitologia’ (1941), scritto da due maestri dell’area, Charles Kerény e C G Jung.

Così parla una donna a nome di tutte le donne.

“Come può sapere un uomo cos’è una donna? La vita della donna è differente da quella degli uomini. Dio l’ha fatta così. L’ uomo resta sempre lo stesso, dal tempo della sua circoncisione fino al suo declino. Lui, sempre uguale, sia prima che dopo avere incontrato, per la prima volta, una donna. Invece una donna, il giorno che ha conosciuto il suo primo amore, la sua vita si divide in due parti. Quel giorno lei diventa un’altra. Prima del primo amore, l’ uomo è uguale a quello che era prima. La donna partire dal giorno del suo primo amore è un’altra. E così rimarrà per tutta la sua vita”.

“L’ uomo passa una notte con una donna e dopo se ne va. La sua vita e il suo corpo sono sempre gli stessi. La donna invece concepisce. Come madre, lei è differente dalla donna che non è madre. Poiché lei porta nel suo corpo, per nove mesi, le conseguenza di una notte. Qualcosa cresce dentro di lei, che mai sarà cancellato. Perché lei é donna e madre. E continuerà ad essere donna e madre, anche quando il bambino oppure tutti i bambini fossero morti. Poiché lei ha portato il bambino nel suo seno. Anche dopo che lui è nato, continua a portarlo nel suo seno e mai uscirà. Anche quando il bambino non fosse più vivo”.

“Tutto questo l’ uomo non lo sa. Lui non sa niente di questo. Lui non conosce la differenza tra “prima dell’amore” e il “dopo l’amore” tra prima della maternità e dopo la maternità. Lui non può conoscere. Soltanto una donna può sapere e parlare su questo. Perciò noi, donne e madri, mai ci lasceremo persuadere dal machismo dei nostri mariti. La donna può soltanto una cosa. Lei può avere cura di sé; lei può conservarsi decentemente; lei deve essere quello che sua natura è; deve essere sempre femmina e madre. Prima di ogni amore è femmina. Dopo ogni amore è donna e madre. In questo potrà sapere se lei è una buona donna e una buona madre oppure no”.

Senz’altro si tratta di una visione sublimata della donna e della madre. In loro ci sono anche delle ombre che accompagnano sempre la condizione umana, anche quella femminile.

Ma oggi, giorno della donna, vogliamo dimenticare le ombre per mettere a fuoco il momento di luce che ogni donna rappresenta. Per questo oggi dobbiamo salutare le donne e abbracciarle per dare e ricevere tutta le energia (axé) di cui sono portatrici.

Cerchiamo un equilibrio tra i generi. Differenti ma uniti. Mai più guerra dei sessi, che purtroppo dura fino al giorno d’oggi.

Traduzione di Romano Baraglia e Lidia Arato.