Wir haben das neue planetarische Bewusstsein noch nicht angenommen: Artemis II

Leonardo Boff

Die vielen Weltraumreisen, sechs bemannte Mondmissionen und weitere, die sogar unser Sonnensystem verlassen und die unendlichen Weiten des Universums durchquert haben, haben weder in der Menschheit im Allgemeinen noch – und erst recht nicht bei den Staats- und Regierungschefs – das daraus resultierende neue planetarische Bewusstsein geweckt. Wir leben weiterhin unter dem Regime der Nationalstaaten, jeder mit seinen Grenzen, die im Westfälischen Frieden von 1648 festgelegt wurden. Covid-19 hat sich nicht an die Grenzen der Nationen gehalten. Es hat alle betroffen. Die notwendigen Konsequenzen daraus wurden noch nicht gezogen. Die rücksichtslose und konsumorientierte Lebensweise ist mit noch größerer Wucht zurückgekehrt. Wir haben die Lehren, die uns Mutter Erde erteilt hat, nicht beherzigt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass wir heutzutage Kriege um Territorien führen (Ukraine, Gazastreifen, Grönland und andere). Aus der Perspektive von Astronauten, wie einer der vier an Bord der Artemis-II-Raumsonde treffend bemerkte: „Von hier oben sind wir ein Volk.“ Diese Aussage entlarvt die Konflikte als absurd. Sie werden von grausamen und völkermörderischen Gestalten wie Netanjahu und Trump aufrechterhalten, die noch immer nicht begriffen haben, dass wir eine einzige Menschheit sind und die Erde unser einziges gemeinsames Zuhause ist, in dem Juden, Palästinenser und alle anderen ihren Platz finden.

Unvergesslich sind die Worte von Neil Armstrong, dem ersten Menschen, der am 20. Juli 1969 den Mond betrat: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesenschritt für die Menschheit.“ Und er fuhr fort: „Plötzlich bemerkte ich, dass diese kleine, wunderschöne blaue Erbse die Erde war … Mit meinem Daumen bedeckte ich die Erde vollständig.“

Wir haben weitere Aussagen von Astronauten aus Frank Whites Buch „Der Overview-Effekt“ (Boston 1987, ich besitze ein von ihm signiertes Exemplar) hinzugefügt: Astronaut Russell Schweickhart sagte: „Wenn man die Erde von außen betrachtet, erkennt man, dass alles, was einem wichtig ist – die ganze Geschichte, die Kunst, Geburt, Tod, Liebe, Freude und Tränen –, in diesem kleinen blau-weißen Punkt enthalten ist, den man mit dem Daumen bedecken kann. Und aus dieser Perspektive versteht man, dass sich alles in uns verändert hat, dass etwas Neues entsteht, dass die Beziehung nicht mehr dieselbe ist wie zuvor.“ (Der Overview-Effekt, S. 38)

Astronaut Gene Cernan berichtete: „Ich war der letzte Mensch, der im Dezember 1972 den Mond betrat. Von der Mondoberfläche aus blickte ich voller Ehrfurcht und Bewunderung auf die Erde vor dem tiefblauen Hintergrund. Was ich sah, war zu schön, um es zu begreifen, zu logisch, zu sinnvoll, um das Ergebnis eines bloßen kosmischen Zufalls zu sein. Man verspürte innerlich den Drang, Gott zu preisen. Gott muss existieren, denn er hat das erschaffen, was ich betrachten durfte.“ (ebd., S. 39)

Sigmund Jähn: „Politische Grenzen sind längst überwunden. Nationale Grenzen sind ebenfalls überwunden. Wir sind ein Volk, und jeder Einzelne trägt die Verantwortung für den Erhalt des fragilen Gleichgewichts der Erde. Wir sind ihre Hüter und müssen uns um unsere gemeinsame Zukunft kümmern“ (ebd., S. 43).

Diese scheinbar selbstverständlichen Ansichten wurden von Geopolitikern und Staatsoberhäuptern nie ernst genommen. Immanuel Kant (1724–1804), der die Erde nie von außerhalb gesehen hatte (er verließ seine Stadt Königsberg nie), betonte in seinem letzten Werk, „Vom ewigen Frieden“ (1795), dass die Erde der gesamten Menschheit gehört und ein Gemeingut für alle darstellt. Daher gibt es keinen Grund, um Land zu kämpfen, wenn uns alles gehört. Wir können in ewigem Frieden leben.

Doch wer in unserer Zeit den Bewusstseinswandel erkannte, der sich daraus ergab, dass wir die Erde von außerhalb der Erde sahen, war der produktive russische Schriftsteller Isaac Asimov, Autor von Hunderten wissenschaftlicher, aber dennoch populärwissenschaftlicher Bücher. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der ersten Weltraumfahrt mit dem Sputnik am 4. Oktober 1957, die das Weltraumzeitalter einläutete, wurde er von der Zeitschrift New York Times gebeten, einen Artikel über das Vermächtnis dieser 25 Jahre zu schreiben. Er verfasste einen kurzen Artikel mit dem Titel „Sputnik’s Legacy: Globalism“: Das Vermächtnis des Sputnik: Globalismus.

Ich verfolge einige Themen, da sie aktuell sind, wenn auch wenig Beachtung finden.

„Das erste Wort, das man nennen muss, ist Globalismus. Selbst gegen unseren Willen“, erklärt Asimov, „müssen wir die Erde und die Menschheit als eine einzige Einheit betrachten.“ „Die Satelliten“, fährt er fort, „zeigen uns diese Einheit, ob wir es nun akzeptieren oder nicht. Zum ersten Mal in der Geschichte können wir Hurrikane und klimatische Störungen von Anfang bis Ende verfolgen.“ Die Medien verbinden uns weltweit miteinander und belegen damit den Globalismus (wir würden sagen: Globalisierung). Das ist die materielle Seite.

Doch es gibt auch die psychologische Seite: „Der Blick auf die Erde als Ganzes, auf den Planeten, zwingt uns, sie als klein und zerbrechlich zu empfinden. Die Aufteilung ihrer Oberfläche in Teile (Nationen), die als heilig gelten und um jeden Preis bewahrt werden müssen, selbst wenn dies die Zerstörung des Planeten bedeutet, ist willkürlich.“ Es kommt darauf an, das Ganze zu sehen, den Planeten.

Schließlich gibt es noch die Frage der Möglichkeiten. Das Weltraumzeitalter hat den Weg für neue Reisen geebnet und für die Erforschung der Zusammensetzung und Funktionsweise der Planeten. „All dies wäre ohne globale Zusammenarbeit unmöglich. Die Erforschung des Weltraums ist ein Projekt der gesamten Menschheit, und darin wird sich der Wert des Globalismus zeigen.“

Dennoch müssen wir uns zwischen dem Lokalen und dem Globalen entscheiden. „Der Lokalismus (die Nationen für sich genommen) kann unser Abdriften in eine letztendliche Zerstörung, ja sogar der Menschheit, beschleunigen. Der Globalismus bietet uns die Hoffnung auf eine größere, umfassendere und bessere Zivilisation, die vielseitiger und flexibler ist und uns aus der Gefangenschaft des Lokalen befreit.“ Wenn wir die Alternativen betrachten – Lokalismus als Tod versus Globalismus als Leben –, werden wir uns sicherlich für das Leben entscheiden. Das ist das Vermächtnis des Weltraumzeitalters.“

Heute erleben wir das Gegenteil von allem, was oben dargelegt wurde. Es herrscht die Selbstbehauptung der Nation (Nationalismus) vor, die sich gegen eine andere Nation richtet, wobei diese Bewegung auf nationaler und globaler Ebene meist von der Ideologie des Faschismus begleitet wird. Anstatt die Globalisierung (über ihre Reduzierung auf das Wirtschaftliche hinaus) als eine neue Phase der Erde und der Menschheit zu vertiefen (wir alle kehren aus der großen Zerstreuung zurück) und uns an einem gemeinsamen Ort, auf dem Planeten Erde, wiederzufinden,  fallen wir in eine Vergangenheit der Spaltungen, Gegensätze und Kriege zurück, in dem Bestreben, Gebiete zu erobern.

Aber ich glaube, dass das, was wahr ist, Kraft besitzt und sich letztendlich durchsetzen wird. Es wird den nationalistisch-faschistischen Rückschritt überwinden und den neuen Kurs der Erde und der Menschheit als eine einzige, große, komplexe Realität – unser gemeinsames Zuhause – stärken.

Leonardo Boff schreibt für die Zeitschrift LIBERTA des ICL (https:// http://www.revistaliberta.com.br

Er ist außerdem Autor des Buches „A Terra na palma da mão“, erschienen bei Vozes 2016 (https://www.leonardoboff.org).

Deutsche Übersetzung von Bettina Gold-Hacker

La sexualidad: camino hacia la no-dualidad y la plena comunión

       Leonardo Boff

            En un artículo anterior mostramos cómo lo femenino es la fuente-matriz de lo masculino que viene después. Es el camino occidental que utiliza la antropología y la psicología. Pero, con referencia a la mujer, Sigmund Freud afirma que ella es un ser inferior, y Jacques Lacan que ella no existe porque no puede ser definida. Dejemos de lado estos resabios de machismo cultural atávico. Vayamos a la mirada oriental, que es más fecunda y menos prejuiciosa.

            La visión oriental de la sexualidad sigue otro camino, distinto del occidental. Desarrolla una antropología extremadamente refinada. Por ejemplo, para la tradición del Yoga y del Tao, la sexualidad no es vista como algo en sí mismo. Está integrada en un todo mayor. Con ella y a través de ella se busca alcanzar la experiencia de la no-dualidad; es decir, propiciar una unión suprema entre los compañeros y el universo.

            La antropología del yoga trabaja con la realidad de la kundalini, que se expresa a través de los siete chakras (centros energéticos). Kundalini, en sánscrito, significa la energía de la serpiente cósmica: es aquella energía universal que llena todo el universo, representada por el dragón y la serpiente alada. Los cosmólogos modernos hablan de la Energía de Fondo o del Abismo generador de todos los seres.

            La kundalini, como una serpiente, estaría enrollada dentro de cada uno de nosotros, en la parte inferior del cuerpo (en el coxis), con la cabeza erguida, lista para iniciar su recorrido. En la kundalini se concentra la energía vital de la sexualidad.

            Una vez despertada, pasa por los distintos centros vitales: en el sacro, enrollada sobre sí misma en forma de fuego; luego por el chakra de los órganos genitales y reproductivos; pasa al solar (ombligo), por donde nos llega la energía de todo el universo; de allí al chakra del corazón, que permite la experiencia del amor y de la empatía; al chakra del pulmón, con el cual inspiramos y expiramos energía; después emerge el chakra frontal, entre los ojos, también llamado “tercer ojo”, que nos permite ver la tercera orilla de la realidad, es decir, una visión de totalidad; y, finalmente, el chakra de la glándula pineal, en la parte superior de la cabeza, que nos concede una experiencia de totalidad y de comunión con el Todo universal.

            En nuestra cultura, sin embargo, la kundalini ha quedado preferentemente fijada en el chakra de los órganos genitales: en esa excitación erótica que despierta los sentidos, eyacula, realiza la descarga y relaja. Si se queda en eso, sin recorrer los diversos chakras, se pierde una experiencia de totalidad plenificante y de amor profundo, fruto de una entrega. Se afirma que el hombre tiene una gran dificultad para una entrega total, ya que se trata de una experiencia de “muerte”. Se detiene a mitad de camino. Al no entregarse, se priva de la experiencia más completa. En general, el hombre se satisface, se relaja y duerme. La mujer, en cambio, se da vuelta y llora frustrada porque no se produjo la entrega total, no se realizó el recorrido por los chakras, no sintió el amor real, no se dio la expansión de la conciencia que conduce a la superación de la dualidad, mediante la cual él y ella se sumergen en una unidad profunda.Ella tiene otro ritmo que debe ser conocido por el compañero: saber esperar y ayudarla, mediante la caricia esencial, a alcanzar su clímax. Entonces, sí, se produce la relajación.

            Realizando esta comprensión más integradora y holística, se revela mejor el misterio que la sexualidad encierra, aquella dimensión ligada a la reproducción de la vida y que, al mismo tiempo, permite una comunión entre los dos con el todo que los trasciende.

            Otro es el camino del Tantra, ya sea en el hinduismo o en el taoísmo. Tantra, en sánscrito, posee muchas definiciones. La más significativa es la de “urdimbre”, como los hilos que constituyen la unidad del tejido. Podríamos decir que es la total integración sexual del hombre y la mujer, una entrega sin frenos, de tal modo que superan la dualidad hombre-mujer y forman un todo. El hombre se une tanto a la mujer que se vuelve mujer, y la mujer, hombre.

            Normalmente se entiende mal el Tantra, como si fuera una técnica para prolongar la relación sexual. Su sentido es totalmente otro. Afirma la sexualidad, que es innata y volcánica. Pero no se agota en sí misma. Es el camino hacia aquello que tal vez sea lo más difícil para los seres humanos: la entrega total y una experiencia radical de su bioenergía en su fluir natural.

            En primer lugar, se exige una relajación completa, sin buscar un fin determinado. Luego, hombre y mujer se relacionan sexualmente sin procurar la eyaculación o el clímax. Por el contrario, supone en ambos un completo autocontrol de la capacidad sexual.

            Cada uno, totalmente relajado, olvidándose de todo y de todos, se concentra plenamente en el otro y en el fluir de la energía sexual. Lentamente va emergiendo tal unidad entre ellos que se vuelven uno; es decir, han superado la tan anhelada no-dualidad. Es un éxtasis, la suprema realización humana. El abrazo profundo puede durar horas y horas sin eyacular ni llegar al clímax. El resultado final es un radical relajamiento y la experiencia de una unidad total entre ambos, que incluye todas las cosas. Se vive un arrebato que perdura varios días, tal es la radicalidad de esta unificación (cf. Bhagawan Shree Rajneesh, Tantra: sexo y espiritualidad, Agora, São Paulo, 1977).

            Como se desprende, la sexualidad —tanto en el Yoga como en el Tantra— posee su dimensión instintiva y, al mismo tiempo, en el nivel de la conciencia, se convierte en un camino hacia la más alta comunión, es decir, hacia la no-dualidad. No es casual que de la sexualidad surja el bien mayor: la vida humana en sus diversas expresiones. Ella es fuente natural y sagrada de espiritualidad y de experiencia de lo Divino.

Leonardo Boff escribe para la revista del ICL Liberta (https://www.revistaliberta.com.br); también ha publicado, junto con Lucia Ribeiro, Masculino-Femenino (Record, 2007), y con Rose-Marie Muraro, Femenino-Masculino: el encuentro de las diferencias (Record, 2010).

A Sexualidade:caminho para a não-dualidade e a plena comunhão

Leonardo Boff

         Num artigo anterior mostramos como o feminino é a fonte-matriz do masculino.É o caminho ocidental que usa a antropologia e a psicologia.Mas com referência à mulher Freud  diz que ela é um ser inferior e Lacan que ela não existe porque não pode ser definida. Esqueçamos estes laivos de machismo cultural atávico. Vamos ao olhar oriental que é mais fecundo e menos preconceituoso.

         A visão oriental da sexualidade segue outro caminho,diverso daquele ocidental.Desenvolve uma antropologia extremamente refinada. Por exemplo para a tradição do Yoga e do Tao, a sexualidade não é vista como algo em si mesmo.Ela é integrada num todo maior. Com ela e através dela busca-se  alcançar a experiência de não-dualidade e propiciar uma união suprema entre os parceiros e o universo.

A antropologia yoga trabalha com a realidade na kundalini que se expressa pelos sete chacras (centros energéticos). Kundalini em sânscrito significa a energia da serpente cósmica:  é aquela energia universal, que enche o universo todo, representada pelo  dragão e pela serpente alada. Os cosmólogos modernos falam da Energia de Fundo ou O Abismo gerador de todos os seres.

A kundalini, qual serpente,  estaria enrolada dentro de cada um de nós, na parte inferior do corpo (no cocxis) com a cabeça erguida,pronta para fazer a sua trejetória. Na kundalini se concentra a energia vital da sexualidade.

 Uma vez despertada ela passa pelos muitos centros vitais, no sacro enrolada em si mesma na forma fogo; após o chacra dos órgãos genitais e reprodutivos; passa   ao  solar (umbigo) pelo qual nos entra a energia de todo o universo; daí vem o chacra do coração que propicia a experiência do amor e da empatia; o chacra do pulmão com o qual inspiramos e expiramos energia; depois emerge o chacra frontal,entre os dois olhos, chamado também de    terceiro olho que nos permite ver a terceira margem da realidade, portanto uma visão de totalidade e, finalmente, o chacra da glândula pineal, no alto da na cabeça, que nos concede uma experiência de totalidade e de comunhão com o Todo universal

Na nossa cultura, a kundalini, entretanto, ficou preferentemente fixada no chacra dos órgãos genitais, àquela excitação erótica que desperta os sentidos, ejacula  e  realiza a descarga e relaxa.Se ficar nisso, não passar pelos vários chacras perde uma experiência de totalidade plenificadora e do amor profundo,fruto de uma entrega.Afirma-se que o homem possui imensa dificuldade de uma entrega total pois trata-se de uma experiência de morte.Ele interrompe no meio. Ao não entregar-se, se priva da experiência mais completa. Em geral o homem se satisfaz,relaxa e dorme.A mulher se vira e chora frustrada porque não se fez o percurso pelos chacras, não sentiu o amor real,não se deu o alargamento da consciência, para chegar à superação da dualidade,pela qual ele e ela mergulham numa unidade profunda.Ela tem outro ritmo que deve ser conhecido pelo parceiro: saber esperar e ajudá-la pela carícia essencial a chegar ao seu climáx.Então relaxa.

Realizando esta compreensão mais integradora e holística, revela-se melhor o mistério que a sexualidade esconde, aquela dimensão ligada à reprodução da vida e, ao mesmo, tempo permite uma comunhão entre os dois com o todo que transcende a ambos.

         Outro é o caminho do Tantra seja no hinduismo ou no taoismo.Tandra em sânscrito possui muitas definições.A mais sigificativa é a urdidura como comos fios fazendo a unidade do tecido.Diriamos é o total entrosamente sexual do homem e da mulher,uma entrega sem freios, de forma que superam a dualidade homem-mulher e formam um todo. O homem se une tanto à mulher que se torna mulher e a mulher, homem.

         Normalmente se entende mal o Tantra como se fosse uma técnica de prolongamento da relação sexual.O sentido do Tantra é totalmente outro. Afirma a sexualidade que é inata e vulcânica. Mas ela não se basta a si mesma. Ela é o caminho daquilo que talvez seja o mais difícil para os humanos:a total entrega e uma radical experiência de sua bioenergia em seu fluir natural.

Em primeiro lugar exige-se um relaxamento completo sem visar  a um fim a ser alcançado. Em seguida. homem e mulher se relacionam sexualmente não buscando a ejaculação ou o climax. Ao contrário, supõe em ambos completo autocontrole da capacidade sexual.

Cada um,totalmente relaxado, esquecendo-se de  tudo e de todos, se concentra totalmente no outro ao fluir da energia sexual. Vai irrompendo lentamente tal unidade entre eles que se tornam um, vale dizer, superaram a tão ansiada não-dualidade. É um êxtase, a suprema realização humana. O abraço profundo pode durar horas e horas sem ejacular ou chegar ao climax. O resultado final é um radical relaxamennto e a experiência de uma unidade total entre ambos incluindo todas as coisas. Vive-se um arrebatamento que perdura vários dias, tal é a radicalidade desta uni-fic-ação (Cf.Bhagawan Shree Rajneesh, Tantra:sexo e espiritualidade,Agora,São Paulo 1977).

Como se depreende, a sexualidade,seja no Yoga,seja no Tantra possui seu lado instintivo e ao mesmo tempo,ao nível da consciência, torna-se um caminho da mais alta comunhão, alcançando a não-dualidade. Não sem razão que da sexualidade se origina o bem maior, a vida humana em suas várias expressões.Ela é natural e sagrada fonte de espiritualidade e experiência do Divino.

Leonardo Boff escreve para a revista do ICL LIBERTA(  (https:// www.revistaliberta.com.br); escreveu também com Lucia Ribeiro Masculino-Feminino,Record, 2007; com Rose-Marie Muraro, Feminino-Masculino:o encontro das diferenças, Record 2010 (htt://www.leonardoboff.org).

Non abbiamo assunto la nuova coscienza planetaria: Artemis II

        Leonardo Boff

I numerosi viaggi spaziali, sei con equipaggio sulla Luna e altri che hanno addirittura lasciato il nostro sistema solare e attraversato lo spazio illimitato dell’universo, non hanno creato, nell’umanità in generale e tanto meno nei leader dei popoli, la nuova coscienza planetaria che ne deriva. Viviamo ancora sotto il regime degli stati-nazione, ciascuno con i propri limiti, definiti dal Trattato di Vestfalia del 1648. Il Covid-19 non ha rispettato i limiti delle nazioni. Ha colpito tutti. Non se ne sono ancora tratte le dovute conseguenze. Lo stile di vita predatorio e consumistico è tornato con ancora più furia. Le lezioni che Madre Terra ci ha dato non sono state ascoltate.

A ciò si aggiunge il fatto che ai giorni nostri abbiamo guerre per territori (Ucraina, Striscia di Gaza, Groenlandia e altri). Vista dalla prospettiva degli astronauti, come ha giustamente osservato uno dei quattro della navicella Artemis II: “da quassù siamo un solo popolo“. Questa affermazione rende ridicole queste controversie territoriali. Sono sostenute da figure crudeli e genocidiarie come Netanyahu e Trump, che ancora non hanno compreso che siamo un’unica specie umana e che la Terra è la nostra unica Casa Comune, in cui trovano posto ebrei, palestinesi e tutti gli altri.

Indimenticabili sono le parole di Neil Armstrong, il primo uomo a mettere piede sulla Luna il 20 luglio 1969: “Questo è un piccolo passo per un uomo, un gigantesco balzo per l’umanità”. E continuò: “Improvvisamente mi accorsi che quel piccolo, bellissimo pisello blu era la Terra… Con il pollice coprii completamente la Terra”.

Abbiamo incluso altre testimonianze di astronauti, raccolte nel libro di Frank White, The Overview Effect (Boston 1987, ne possiedo una copia autografata): dall’astronauta Russell Scheweickhart: “La Terra vista dall’esterno, ti fa capire che tutto ciò che è significativo per te, tutta la storia, l’arte, la nascita, la morte, l’amore, la gioia e le lacrime, tutto questo è racchiuso in quel piccolo puntino blu e bianco che puoi coprire con un pollice. E da quella prospettiva capisci che tutto in noi è cambiato, che qualcosa di nuovo comincia ad esistere, che la relazione non è più la stessa di prima” (The Overview Effect, 38).

Dall’astronauta Gene Cernan: “Sono stato l’ultimo uomo a camminare sulla Luna, nel dicembre del 1972. Dalla superficie lunare ho contemplato con reverenziale stupore la Terra sullo sfondo di un blu scurissimo. Ciò che ho visto era troppo bello per essere compreso, troppo logico, troppo ricco di significato per essere il risultato di un semplice incidente cosmico. Interiormente, si sentiva il bisogno di lodare Dio. Dio deve esistere per aver creato ciò che ho avuto il privilegio di contemplare” (Op.cit., 39).

Sigmund Jähn: “I confini politici sono già stati superati. Anche i confini nazionali sono stati superati. Siamo un unico popolo e ognuno di noi è responsabile del mantenimento del fragile equilibrio della Terra. Ne siamo i custodi e dobbiamo prenderci cura del futuro comune” (Op.cit., 43).

Queste opinioni, apparentemente ovvie, non sono mai state prese sul serio dalla geopolitica e dai capi di Stato. Anche senza aver mai visto la Terra dall’esterno (non lasciò mai la sua città di Königsberg), Immanuel Kant (1724-1804), nella sua ultima opera “La pace perpetua” (1795), sottolineò che la Terra appartiene a tutta l’Umanità e costituisce un bene comune per tutti. Non c’è quindi motivo di combatterci per le terre, se tutto è nostro. Possiamo vivere in pace perpetua.

Ma chi, ai nostri tempi, ha compreso il cambiamento di coscienza derivante dalla consapevolezza di vedere la Terra dall’esterno, è stato il prolifico scrittore russo, autore di centinaia di libri divulgativi, ma anche scientifici, Isaac Asimov. In occasione del 25° anniversario del primo volo spaziale dello Sputnik, il 4 ottobre 1957, che inaugurò l’era spaziale, fu invitato dal New York Times Magazine a scrivere un articolo sull’eredità di quei 25 anni. Scrisse un breve articolo intitolato Sputniks Legacy: globalism” (L’eredità dello Sputnik: il globalismo).

Seguo alcuni di questi temi, poiché sono attuali, sebbene trascurati.

«La prima parola da dire è globalismo. Anche contro la nostra volontà» afferma Asimov, «dobbiamo considerare la Terra e l’Umanità come un’unica entità» (single Entity). «I satelliti» continua, «mostrano questo essere unico (unit), che lo accettiamo o no. Per la prima volta nella storia, possiamo identificare uragani e perturbazioni climatiche dall’inizio alla fine. I media ci connettono globalmente, dimostrando il globalismo (per noi globalizzazione)». Questo è il lato materiale.

Ma c’è anche il lato psicologico: «La visione della Terra come un tutto, come sfera planetaria, ci costringe a percepirla come piccola e fragile. È arbitraria la divisione della sua superficie in porzioni (nazioni), considerate sacre, da preservare a tutti i costi anche a costo della distruzione del pianeta». È importante vedere il tutto, il Pianeta.

Infine, c’è il lato delle potenzialità. L’era spaziale ha aperto lo spazio a nuovi viaggi e alla scoperta di come sono composti i pianeti e di come funzionano. «Tutto ciò sarà impossibile senza la cooperazione globale. Lo sviluppo dello spazio è il progetto dell’umanità nel suo insieme, e in questo si mostrerà il valore del globalismo».

Tuttavia, dobbiamo scegliere tra il locale e il globale. «Il localismo (le nazioni considerate in sé) può accelerare la nostra deriva verso l’eventuale distruzione, compresa quella dell’umanità. Il globalismo ci offre la speranza di una civiltà maggiore, più vasta e migliore, con più versatilità e flessibilità, liberandoci dalla prigionia del locale. Se consideriamo le alternative – il localismo come morte contro il globalismo come vita – sceglieremo sicuramente la vita. Questa è l’eredità dell’era spaziale».

Oggi stiamo vivendo il contrario di tutto ciò che è stato espresso sopra. Predomina l’affermazione della nazione (il nazionalismo), che si contrappone a un’altra nazione, con l’ideologia del fascismo che generalmente accompagna questo movimento, a livello nazionale e mondiale. Invece di approfondire la globalizzazione (al di là della sua riduzione al solo ambito economico) come nuova fase della Terra e dell’Umanità (stiamo tutti ritornando dalla grande dispersione) e ritrovarci nello stesso luogo, sul pianeta Terra, stiamo regredendo a un passato di divisioni, opposizioni e guerre nella smania di conquistare territori.

Ma credo che ciò che è vero abbia forza e alla fine prevalga. Supererà la regressione nazionalista/fascista e rafforzerà la nuova direzione della Terra e dell’Umanità come un’unica, grande e complessa realtà, la nostra Casa Comune.

Leonardo Boff scrive per la rivista ICL LIBERTA (https://www.revistaliberta.com.br); è anche autore del libro “A Terra na palma da mão“, Vozes 2016. (https://www.leonardoboff.org).

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)