Wie Ostern feiern inmitten so vieler Krisen?

                                    Leonardo Boff                                    

Die Menschheit wird von vielen Krisen geplagt: die Wirtschaftskrise, die die großen Banken in den zentralen Ländern zum Einsturz bringt, die politische Krise mit dem weltweiten Aufstieg rechter und rechtsextremer Politik, die Krise der Demokratien in fast allen Ländern, die Krise des Staates, der immer mehr bürokratisiert wird, die Krise des globalisierten Kapitalismus, der die Probleme, die er selbst geschaffen hat, nicht löst und eine Anhäufung von Reichtum in sehr wenigen Händen in einem Meer von Armut und Elend erzeugt, die ethische Krise, da die Werte der großen Tradition der Menschheit nicht mehr zählen, sondern das postmoderne anything goes, die Krise des Humanismus, weil in den sozialen Beziehungen Hass und Barbarei vorherrschen, die Krise der Zivilisation, die begonnen hat, eine autonome künstliche Intelligenz einzuführen, die Milliarden von Algorithmen artikuliert, Entscheidungen trifft, unabhängig vom menschlichen Willen, und damit unsere gemeinsame Zukunft gefährdet, die Gesundheitskrise, die die gesamte Menschheit aufgrund von Covid-19 getroffen hat, die ökologische Krise, die uns, wenn wir uns nicht um die Biosphäre kümmern, vor einer möglichen und endgültigen Tragödie des Lebens- des Erdsystems warnt. Hinter all diesen Krisen verbirgt sich eine noch größere Krise: die Krise des Geistes, die eine Krise des menschlichen Lebens auf diesem Planeten darstellt.

Geist ist jener Moment im bewussten Leben, in dem wir erkennen, dass wir zu einem größeren irdischen und kosmischen Ganzen gehören, dass wir einer mächtigen und liebevollen Energie ausgeliefert sind, die alle Dinge und uns selbst erhält. Wir haben die besondere Fähigkeit, mit ihr in Dialog zu treten und uns ihr zu öffnen, indem wir einen Sinn erkennen, der größer ist als alles, der alles durchdringt und der auf unseren Impuls der Unendlichkeit antwortet. Das Leben des Geistes (den die Neurologen als “Gott-Punkt” im Gehirn bezeichnen) wird durch den unreflektierten Wunsch, materielle Güter anzuhäufen, durch Konsumdenken, Egoismus und einen tiefen Mangel an Solidarität unterdrückt.

Nachdem die USA im August 1945 zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten, wurde uns bewusst, dass wir uns selbst auslöschen können. Dieses Risiko hat sich mit dem Wettrüsten erhöht, zu dem neun Nationen mit chemischen und biologischen Waffen und etwa 16.000 Atomsprengköpfen gehören. Der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat Putin dazu veranlasst, mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen, was die apokalyptische Angst vor dem Ende der menschlichen Spezies weckt.

Wie soll man unter diesen Umständen das größte Fest der Christenheit, Ostern, die Auferstehung des Gekreuzigten, Jesus von Nazareth, feiern? Die Auferstehung darf nicht als Wiederbelebung eines toten Körpers wie dem des Lazarus verstanden werden. Die Auferstehung stellt nach den Worten des heiligen Paulus den Einbruch des “novissimus Adam” (1Kor 15,45) dar, d.h. des neuen Menschen, dessen unendliche Virtualitäten, die in ihm vorhanden sind (wir sind ein unendliches Projekt), voll zum Vorschein kommen. Auf diese Weise erscheint sie als eine Revolution in der Evolution, eine Vorwegnahme des guten Endes des menschlichen Lebens. Der Auferstandene hat eine kosmische Dimension erlangt, hat die Welt nie verlassen und erfüllt das gesamte Universum.

In diesem Sinne ist die Auferstehung nicht die Erinnerung an eine Vergangenheit, sondern die Feier einer Gegenwart, die immer gegenwärtig ist, um uns Freude zu bringen, das sanfte Lächeln in der Gewissheit, dass der Tod des ermordeten Jesus von Nazareth, der Karfreitag, nur der Übergang zu einem Leben ist, das frei vom Tod ist und sich voll verwirklicht: die Auferstehung. Der düstere Horizont hat sich gelichtet und die Sonne der Hoffnung ist durchgebrochen.

Die Auferstehung steht nicht außerhalb des allumfassenden kosmogenetischen Prozesses. Im Gegenteil, sie ist eine neue Erscheinung der Kosmogenese und damit ihr universeller Wert, der über den Glaubenssprung hinausgeht. Die Auferstehung ist die Synthese der Dialektik, von der Hegel seine Dialektik übernommen hat, des Lebens (These), des Todes (Antithese) und der Auferstehung (Synthese). Dies ist das Ende von allem, das nun zu unserer Freude vorweggenommen wird. Es ist die wahre Genesis, nicht des Anfangs, sondern des bereits erreichten Endes.

Ich halte die Auferstehungs-Version des Evangelisten Markus für die realistischste und wahrste. Sie endet mit dem auferstandenen Jesus, der zu den Frauen sagt: “Geht und sagt den Aposteln und Petrus, dass er (der Auferstandene) vor euch nach Galiläa geht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie ich es euch gesagt habe” (Mk 16,7). Und so endet es. Die berichteten Erscheinungen, so glauben die Gelehrten, sind eine spätere Ergänzung. Das heißt: Wir sind alle auf dem Weg nach Galiläa, um dem Auferstandenen zu begegnen.

Er selbst ist auferstanden, aber seine Auferstehung war noch nicht vollendet, während seine Brüder und Schwestern und die gesamte Natur noch nicht auferstanden waren. Wir sind auf dem Weg und warten auf den Auferstandenen, der sich noch nicht vollständig offenbart hat. Aus diesem Grund bleibt die Welt phänomenologisch dieselbe oder schlimmer, mit Kriegen und Momenten des Friedens, mit Güte und Perversität, als ob es keine Auferstehung als Zeichen der Überwindung dieser zweideutigen Realität gegeben hätte.

Doch nachdem Christus auferstanden ist, können wir nicht mehr traurig sein: Das gute Ende ist garantiert.

Frohe Ostern für alle, die diese Reise machen können, und auch für die, die es nicht können.

Leonardo Boff
03.04.2023

Una democracia que forzosamente tiene que venir

Todos estamos empeñados en salvaguardar una democracia mínima frente a un presidente desquiciado que continuamente la amenaza. Dado que vivimos una crisis general, paradigmática e ineludible, conviene ya desde ahora soñar con otro tipo de democracia.

Parto del supuesto de que, según datos científicos serios, dentro de pocos años debido al acelerado e imparable calentamiento climático, dentro de pocos años tendremos que hacer frente al grave peligro de la supervivencia humana. La Tierra será otra. Si queremos continuar sobre este planeta, primero tenemos que disminuir, con ciencia y técnica, los efectos dañinos, y finalmente elaborar otro paradigma civilizatorio, amigo de la vida, que nos haga sentirnos hermanos y hermanas de todos los otros seres vivos, pues tenemos el mismo código genético de base que ellos. 

Me dicen: “¡usted es pesimista!” Respondo con Saramago: “No soy pesimista, la realidad es la que es pésima”.

Ya en 1962 la bióloga estadounidense Rachel Carson en su famoso libro La primavera silenciosa (Silent Spring) advertía sobre la crisis ecológica en curso y concluía: “La cuestión consiste en saber si alguna civilización puede llevar adelante una guerra sin tregua contra la vida sin destruirse a sí misma y sin perder el derecho a ser llamada civilización”.

La gran mayoría no tiene conciencia de la real situación ecológica de la Tierra. Por eso, a pesar de ser incómodo, es urgente hablar de estas cosas para suscitar la conciencia de estar preparados y de acoger los cambios, si queremos continuar sobre el planeta Tierra.

Dentro de este contexto realista propongo la actualidad de otro tipo de democracia: la democracia socioecológica. Ella representaría la culminación del ideal democrático. ¿Es una utopía? Sí, pero necesaria.

Subyace también en ella la idea originaria de toda democracia: todo lo que interesa a todos y a todas debe ser pensado y decidido por todos y por todas. Esto se hará de varias maneras.

Hay una democracia directa en pequeñas comunidades. Cuando estas se hicieron mayores, se proyectó la democracia representativa. Como generalmente los poderosos la controlan, se propuso una democracia participativa y popular en la cual los del piso de abajo pueden participar en la formulación y seguimiento de las políticas sociales. Se avanzó más y descubrimos la democracia comunitaria vivida por los pueblos andinos, en la cual todos participan de todo dentro de una gran armonía ser humano-naturaleza, el famoso “bien vivir”. Se vio que la democracia es un valor universal (N. Bobbio) a ser vivido cotidianamente, una democracia sin fin (Boaventura de Souza Santos). Ante el peligro de colapso de la especie humana, todos, para salvarse, se unirían en torno a la superdemocracia planetaria(J.Attali).

Más o menos en esta línea pienso en una democracia socioecológica. Los supervivientes de los cambios de la Tierra, que estabilizaría su clima en los 38-40 grados centígrados, para poder sobrevivir tendrán forzosamente que relacionarse en armonía con la naturaleza y con la Madre Tierra. 

De ahí se propondrían constituir una democracia socioecológica. Social porque incluiría a toda la sociedad. Ecológica porque lo ecológico será el eje estructurador de todo. No como una técnica para garantizar la sostenibilidad del modo de vida humano y natural, sino como un arte, un nuevo modo de convivencia tierna y fraterna con la naturaleza. No obligarán más a la naturaleza a adaptarse a los propósitos humanos. Estos se adecuarán a los ritmos de la naturaleza, cuidando de ella, dándole reposo para regenerarse. Se sentirán no solo parte de la naturaleza sino la propia naturaleza, de manera que cuidando de ella estarán cuidando de sí mismos, cosa que los indígenas han sabido desde siempre. 

Este tipo de democracia socioecológica posee una base cosmológica. 

Sabemos por la nueva cosmogénesis, por las ciencias del universo, de la Tierra y de la vida que todos los seres son interdependientes. Todo en el universo es relación y no existe nada fuera de la relación. La constante básica que sustenta y mantiene el universo, en expansión todavía, está constituida por la simbiosis y por la inter-retro-relacionalidad de todos con todos. Incluso la comprensión de Darwin de la supervivencia de los más adaptados se inscribe dentro de esta constante universal. Por eso cada ser posee su lugar dentro del Todo. Hasta el más débil, por el juego de las interrelaciones tiene su oportunidad de sobrevivir.

La singularidad del ser humano, y esto ha sido comprobado por neurólogos, genetistas, bioantropólogos y cosmólogos, es aparecer como un ser nudo-de-relaciones, de amorosidad, de cooperación, de solidaridad y de compasión. Tal singularidad aparece mejor cuando la comparamos con los simios superiores de los que solo nos diferenciamos en un 1,6% de carga genética. Ellos tienen también una vida societaria, pero se orientan por la lógica de la dominación y la jerarquización. Pero nosotros nos diferenciamos de ellos por el surgimiento de la cooperación y de la solidaridad. Concretamente, cuando nuestros antepasados humanoides salían a buscar sus alimentos, no los comían individualmente. Los traían para el grupo, vivían la comensalidad solidaria. Esta los hizo humanos, seres de amor, de cuidado y de cooperación.

La ONU ya ha admitido que tanto la naturaleza como la Tierra son sujetos de derechos. Son los nuevos ciudadanos con los cuales debemos convivir amigablemente. La Tierra es una entidad biogeofísica, Gaia, que articula todos los elementos para continuar viva y producir todo tipo de vida.

En un momento avanzado de su evolución y complejidad, ella empezó a sentir, a pensar, a amar y a cuidar. Surgió entonces el ser humano, hombre y mujer, que son la Tierra pensante y amante.

Ella se organizó en sociedades, también democráticas, de las más diferentes formas. Pero hoy, al haber sonado la alarma ecológica planetaria, debemos forjar con sabiduría una democracia diferente, la socioecológica, en los términos anteriormente mencionados.

Si queremos sobrevivir juntos, esta democracia se caracterizará por ser una cosmocracia, una geocracia, una biocracia, una sociocracia, en fin, una democracia ecológico-social o socio-ecológica. El tiempo urge. Debemos generar una nueva conciencia y prepararnos para los cambios y adaptaciones que no tardarán en llegar. 

*Leonardo Boff ha escrito con Jürgen Moltmann, ¿Hay esperanza para la creación amenazada? Vozes 2014.

Traducción de MªJosé Gavito Milano

Una democrazia che deve arrivare per forza

Siamo tutti impegnati a salvaguardare una democrazia minima di fronte a un presidente impazzito che continuamente la minaccia. Mentre stiamo vivendo una crisi generale, paradigmatica e irricevibile, è ora opportuno sognare un altro tipo di democrazia.

Parto dal presupposto, secondo i dati di seri scienziati, che tra pochi anni, a causa del riscaldamento climatico accelerato e inarrestabile, ci troveremo di fronte a un serio rischio per la sopravvivenza della specie umana. La Terra sarà un’altra. Se vogliamo continuare su questo pianeta, dobbiamo, prima, mitigare gli effetti dannosi, con la scienza e la tecnica, e infine, sviluppare un altro paradigma di civiltà, amico della vita e sentendosi fratelli e sorelle di tutti gli altri esseri viventi. Perché abbiamo con loro lo stesso codice genetico di base. Mi dicono: “sei pessimista”! Rispondo con Saramago: “Non sono pessimista; è la realtà che è pessima” Già nel 1962, la biologa americana Rachel Carson nel suo famoso libro Silent Spring (Primavera silenziosa) metteva in guardia sulla crisi ecologica e concludeva: La domanda è se una civiltà può portare avanti una guerra senza tregua contro la vita senza distruggere se stessa e perdere il diritto di essere chiamata civiltà». Da qui l’urgenza di cambiare paradigma e modello di democrazia.

In questo contesto realistico, propongo l’urgenza di un altro tipo di democrazia: quella socio-ecologica. Rappresenterebbe il culmine dell’ideale democratico.

Alla base c’è anche l’idea originaria di tutta la democrazia: tutto ciò che interessa a tutti e tutte deve essere pensato e deciso da tutti e tutte.

C’è una democrazia diretta nelle piccole comunità. Quando sono più grandi, si è progettata la democrazia rappresentativa. Poiché, di solito, i potenti la controllano, è stata proposta una democrazia partecipativa e popolare, nella quale coloro che sono ai piani bassi possono partecipare alla formulazione e al monitoraggio delle politiche sociali. Si è avanzato ancora di più e abbiamo scoperto la democrazia comunitaria, vissuta dai popoli andini, in cui tutti partecipano a tutto in una grande armonia tra gli esseri umani e la natura. Si è visto che la democrazia è un valore universale (N.Bobbio) da vivere quotidianamente, una democrazia senza fine (Boaventura de Souza Santos). Di fronte al rischio dell’eclissi della specie umana, tutti si unirebbero per salvarsi attorno alla superdemocrazia planetaria (J.Attali).

Più o meno in questo senso, penso a una democrazia socio-ecologica: i sopravvissuti alle mutazioni della Terra, stabilizzando il suo clima medio intorno ai 40 gradi centigradi o più, come mezzo di sopravvivenza, per forza, dovranno relazionarsi in armonia con la natura e con la Madre Terra. Da qui si propongono di costruire una democrazia socio-ecologica. È sociale in quanto coinvolge l’intera società. È ecologica perché l’ecologico sarà l’asse strutturante di tutto. Non come una tecnica per garantire la sostenibilità del modo di vivere umano e naturale, ma come un’arte, un nuovo modo di tenera e fraterna convivenza con la natura. Non costringeranno più la natura ad adattarsi agli scopi umani. Questi si adatteranno ai ritmi della natura, prendendosi cura di essa, dandole riposo per rigenerarsi. Si sentiranno non solo parte della natura, ma la natura stessa, così che prendendosi cura di essa, si prenderanno cura di se stessi, cosa che gli indigeni già conoscevano.

Questo tipo di democrazia socio-ecologica ha una base cosmologica. Sappiamo dalla nuova cosmogenesi, dalle scienze dell’universo, della Terra e della vita che tutti gli esseri sono interdipendenti. Tutto nell’universo è relazione e nulla esiste al di fuori della relazione. La costante di base che sostiene e mantiene l’universo ancora in espansione è costituita dalla sinergia, dalla simbiosi e dall’inter-retro-relazionalità di ognuno con tutti. Anche la comprensione di Darwin della sopravvivenza del più adatto rientra in questa costante universale. Pertanto, ogni essere ha il suo posto all’interno del Tutto. Anche il più debole grazie al gioco delle interrelazioni ha una possibilità di sopravvivere.

L’unicità dell’essere umano, e questo è stato dimostrato da neurologi, genetisti, bio-antropologi e cosmologi, è quella di apparire come un essere-nodo-di-relazioni, di amorevolezza, di cooperazione, di solidarietà e di compassione. Tale unicità ci appare meglio quando la compariamo con le scimmie superiori dalle quali differiamo solo per l’1,6% del carico genetico. Anche loro possiedono una vita societaria. Ma sono guidati dalla logica del dominio e della gerarchia. Ma noi ci distinguiamo da loro per l’emergere della cooperazione. Concretamente, quando i nostri antenati umanoidi uscivano a cercare i loro alimenti, non li mangiavano individualmente. Li portavano al gruppo e consumavano un pasto solidale. Questo li ha resi umani, esseri di amore, di cura e cooperazione.

L’ONU ha ammesso che sia la natura che la Terra sono soggetti di diritti. Sono i nuovi cittadini con i quali dobbiamo vivere amichevolmente. La Terra è un’entità bio-geofisica, Gaia, che articola tutti gli elementi per rimanere viva e produrre ogni tipo di vita. Ad un punto avanzato della sua evoluzione e complessità, lei iniziò a sentire, pensare, amare e prendersi cura. Emerse, allora, l’essere umano, uomo e donna che sono la Terra pensante e amante.

Lei si organizzò in società, anche democratiche, nelle forme più differenti. Ma oggi, poiché è suonato l’allarme ecologico planetario, dobbiamo con saggezza forgiare una democrazia diversa, la socio-ecologica.

Se vogliamo sopravvivere insieme, questa democrazia si caratterizzerà dall’essere una biocrazia, una geocrazia, una sociocrazia, una cosmocrazia, in breve, una democrazia ecologico-sociale o socio-ecologica. Il tempo stringe. Dobbiamo generare una nuova coscienza e prepararci ai cambiamenti e all’adattamento che non tarderanno ad arrivare.

Leonardo Boff

(traduzione in italiano di Gianni Alioti)

L’umanità è responsabile per il suo futuro

Il Covid-19, nel colpire tutti gli esseri umani, ci ha dato un segnale che dobbiamo interpretare. In natura nulla è casuale. La visione meccanicistica che la natura e la Terra non hanno scopo è superata. Essendo vivi, sono portatori di significato e s’inseriscono nel quadro generale del processo cosmogònico che ha già 13,7 miliardi di anni. Se tutti gli elementi non fossero stati sottilmente coordinati per miliardi di anni, non saremmo qui a scrivere di queste cose.

Qual è il significato più immediato che la natura ci sta rivelando con l’intrusione del coronavirus? Il significato ci arriva sotto forma di una domanda:

”Fermate l’assalto sistematico e devastante verso gli ecosistemi, le foreste, i suoli, le acque, la biodiversità. Le vostre mega-corporazioni industriali ed estrattive, le compagnie minerarie, l’agro-business imprenditoriale in collaborazione con l’industria dei pesticidi, gli emettitori di giga-tonnellate di gas serra nell’atmosfera, quelli che causano l’erosione della biodiversità, stanno distruggendo le fondamenta che sostengono la vostra stessa vita. Vi stanno scavando la fossa in un tempo prevedibile. Non l’agricoltura contadina e famigliare o i poveri della terra, siete voi che state distruggendo gli habitat di migliaia di virus presenti negli animali; cercando di sopravvivere, hanno trovato negli umani l’accoglienza per la loro sopravvivenza a costo della vostra stessa vita. Il falso progetto di crescita-sviluppo illimitato della vostra cultura consumistica non è più sostenuto dalla natura e dalla Terra, un pianeta vecchio e limitato nei beni e nei servizi. Come reazione alla violenza contro di me – natura e Madre Terra – vi ho già inviato diversi virus che vi hanno attaccato; ma non avete visto in loro un segno; non avete imparato a leggerlo, né avete imparato la lezione in loro contenuta; voi pensate solo a tornare alla vecchia e perversa normalità. Io vi dico: o cambiate il vostro rapporto con la natura e con la Madre Terra, una relazione di cura, di rispetto ai suoi limiti, di auto-limitazione della vostra voracità, sentendovi effettivamente parte della natura e non più i suoi presunti padroni, o sarete devastati da virus ancora più letali. Vi avverto: uno di loro potrebbe essere così resistente da mostrare la totale inefficacia degli attuali vaccini e gran parte dell’umanità verrebbe consumata dal ‘Next Big One’, il definitivo e il fatale. La Terra e la vita su di essa, specialmente quella microscopica, non periranno. La Terra vivente continuerà a girare intorno al Sole e a rigenerarsi, ma senza di voi. Pertanto, abbiate cura, perché il tempo trascorre inesorabilmente. La natura è una scuola, ma voi non avete voluto iscrivervi ad essa e per questo, irrazionalmente, state sedimentando il cammino che vi porterà alla vostra stessa autodistruzione. E non dirò altro”.

La pandemia ha colpito l’umanità a livello globale. Poiché la forma è globale, ovviamente, anche la soluzione dovrebbe essere globale: discussa e decisa globalmente. Dov’è un centro plurale e globale per pensare e proporre soluzioni ai problemi globali? L’ONU non realizza i suoi obiettivi fondamentali, poiché è diventata un’agenzia che difende gli interessi delle nazioni potenti che hanno il diritto di veto, in particolare nell’organismo più importante che è il Consiglio di Sicurezza. Siamo ostaggi di una visione obsoleta di sovranità nazionale, che non si è ancora resa conto della nuova fase della storia umana, la planetização che rende interconnesse tutte le nazioni e che tutte hanno lo stesso destino comune. Siamo tutti sulla stessa barca: o ci salviamo tutti o nessuno si salva, ha avvertito papa Francesco. Questo è il vero significato della globalizzazione o della planetização. Il tempo delle nazioni è passato. Dobbiamo costruire la Casa Comune all’interno della quale s’inseriscono le varie nazioni culturali, sempre intrecciate, formando un’unica Casa Comune, natura inclusa.

La pandemia ha messo in chiaro quanto possiamo essere disumani e crudeli: i ricchi hanno approfittato della situazione e si sono arricchiti molto di più mentre i poveri sono diventati molto più poveri. La cultura attuale è competitiva e molto poco cooperativa. Il profitto conta più della vita. I vaccini sono stati distribuiti in modo disuguale, lasciando i poveri esposti al contagio e alla morte. Un intero continente, con più di un miliardo di persone, l’Africa, è stato dimenticato. Solo il 10% della sua popolazione è stata vaccinata. La morte è particolarmente diffusa tra i bambini a causa dell’insensibilità e della disumanità della nostra civiltà globalizzata. È l’impero della barbarie che nega ogni senso di civilizzazione mondializzata. Gli analisti, in particolare i biologi, giustamente si chiedono: abbiamo ancora il diritto di vivere su questo pianeta? I nostri modi di essere, di produrre e di consumare minacciano tutte le altre specie. Abbiamo inaugurato una nuova era geologica, l’antropocene e persino il ‘necrocene’, vale a dire: la grande minaccia mortale alla vita sul pianeta non viene da una meteora radente, ma dall’essere umano barbarizzato specie tra gli strati più opulenti della popolazione. Tra i poveri e gli emarginati, si conserva ancora umanità, solidarietà, mutuo appoggio, cura delle cose comuni come si è dimostrato durante questo periodo di pandemia mondiale.

L’intrusione del Covid-19 rappresenta un invito a riflettere: perché siamo arrivati ​​a questo punto, minacciati da un virus invisibile che ha messo in ginocchio le potenze militariste e il loro fantasioso slancio imperiale? Dove stiamo andando? Quali cambiamenti dobbiamo attuare se vogliamo garantire un futuro per noi e per i nostri discendenti? I multi-miliardari globali (0,1% dell’umanità) sognano una radicalizzazione totalizzante dell’ordine del capitale, imponendo a tutti un dispotismo cibernetico che veglierà e reprimerà tutti gli oppositori e che garantirà le loro fortune. Lo stomaco della Madre Terra non digerirà una tale mostruosità. Insieme alla resistenza umana, indispensabile, annullerà le loro pretese, negando loro le basi ecologiche, da loro incontrollabili, per questo progetto perverso.

Come mai prima nella storia il destino delle nostre vite dipende dalle decisioni che dobbiamo prendere collettivamente. In caso contrario conosceremo il cammino già intrapreso dai dinosauri. Non vogliamo questo. Ma siamo a un bivio.

(Traduzione dal Portoghese di Gianni Alioti)